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> Esoterik Bücher > Es zünde sich ein Licht am anderen
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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Es zünde sich ein Licht am anderen , Niemeyer, Holger/Neuner, Eva
Niemeyer, Holger/Neuner, Eva

Es zünde sich ein Licht am anderen


Wie trotz unterschiedlicher Überlebensstruktu

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Beispiele für Wahrnehmungsbestätigung
Unsere Wahrnehmungsbestätigungen entstanden beim gemeinsamen Assistieren, bei Vorträgen oder anderen Veranstaltungen. Das Teilen unseres jeweils inneren Spürens war uns manchmal wichtiger als die dargebotenen Inhalte und wir haben darauf viel Zeit im Nachhinein verwendet. Es ging dabei nicht um die Beurteilung anderer Menschen, sondern um den Austausch der Wahrnehmungen. Wir haben uns oft erst in unserer Zweier-Begegnung wieder getraut, wirklich wir selbst zu sein und unsere eigentlichen Wahrnehmungen frei mitzuteilen.
In unserer Erfahrung war es ganz oft so, dass es uns nicht gelang, in Begegnungen mit anderen Menschen bei uns zu bleiben, und daher dieses nachträgliche Zurückholen des Eigenen so fundamental wichtig ist.
Und immer wieder waren und sind wir darüber erstaunt, wenn wir zum gleichen Zeitpunkt gleiche Dinge spüren und sagen. Da ist kein persönliches Wollen, sondern es geschieht uns.
Ich erinnere mich an einen Vortrag, den wir zusammen besuchten, bei dem 1.000 Menschen da waren und zuhörten.
Danach habe ich mich als einziger Mensch unter diesen vielen als irritiert empfunden, weil für mich etwas verwirrend und unpassend war. Es hat mich sehr berührt, als dann überraschenderweise von dir genau  darin eine Bestätigung durch dein eigenes inneres Spüren kam. Dieses Erleben wird, wie viele solcher Erfahrungen, tief in meiner Erinnerung bleiben.
Es überrascht mich nicht, dass du gerade dieses Beispiel nennst, weil es auch für mich wie im Reagenzglas gezeigt hat, wie wichtig mir der Austausch mit dir ist. Anderenfalls hätte ich diesen Vortrag mit der Erkenntnis verlassen, dass ich einfach verrückt sein muss, wenn ich als Einziger das so erlebe, begleitet von einer mir wohlbekannten tiefen Traurigkeit. Heute denke ich, dass diese Traurigkeit ein großes Geschenk war und ist, da sie mich immer wieder auf mein wahres Wesen verwiesen hat.
Es ist uns wichtig, nochmals darauf hinzuweisen, dass wir dabei den Vortragenden mit Liebe und Achtung wertschätzten und es uns nicht um ein Verurteilen und Bewerten ging. Wichtig war allein, uns einander unsere Wahrnehmungen und unsere Unterschiedlichkeit zu zeigen und zu verdeutlichen. Dies geht ganz weg vom Außen hin zu unserem Innersten, das hilft, der Wahrnehmung unseres beseelten eigenen Wesens gänzlich zu vertrauen, statt unser Erleben auf andere zu beziehen.

Brauchen – Freiheit statt Abhängigkeit
Unser kontinuierlicher gegenseitiger Austausch war ein wollendes Brauchen und kein müssendes. Dieses Brauchen hat uns in die Freiheit geführt und nicht in die Abhängigkeit.
Wir brauchen uns einander als Menschen, um auf der einen Seite klar gegenseitig die ewige, noch unvollständig verkörperte Seele wahrzunehmen und auf der anderen Seite sich zu bestärken, auf die innere Stimmigkeit zu hören und so mehr und mehr aus dem wahren Selbst heraus zu leben.
Ein menschliches Gegenüber ergänzt Begegnungen mit dem Göttlichen, der Natur, den Tieren oder der Stille. Es hat jedoch eine besondere Qualität, wenn wir Menschen hier auf der Erde in unserer Seelenverbundenheit wirklich füreinander da sind.
Ein Brauchen auf dieser Ebene macht frei, weil es das Innerste bestätigt und bestärkt, sodass es uns wirklich führt und leitet – während das ungute, abhängig machende Brauchen etwas von außen in einem verändern möchte, so, als sei das nicht nur allein von innen her und aus der eigenen Seele heraus möglich. Denn niemand anders kann wissen, wie der jeweils eigene Weg geht und was innerlich der nächste Schritt ist.
Das abhängig machende Brauchen geht von dem – falschen – Bild aus, dass es uns an etwas Elementarem mangelt, was nur durch eine andere Person vervollständigt werden kann. Diese vermeintliche Abhängigkeit vom Außen kann daher auch nie aufhören – sie währt dauerhaft. In jedem von uns lebt jedoch eine von ihrer Herkunft her bereits vollkommene Seele.
Das Brauchen eines Gegenübers auf der Seelenebene liegt darin, uns daran gegenseitig zu erinnern und so in dieser und durch diese Begegnung frei zu werden.
Es gibt ein Alleinsein, das nicht Verlassenheit bedeutet, sondern das Zuhause im tiefsten Eigenen.
Wenn ich zurückschaue, wird mir noch einmal deutlich, dass unser einander Brauchen gegenseitig unser Innerstes so bestärkte und wachsen ließ, dass wir immer mehr in unsere Seele vertrauten und wir so immer mehr auch unsere Unterschiede in der bisherigen Verkörperung wahrnehmen und liebevoll ohne Urteil da sein lassen konnten.
Mich hat immer etwas an dem Bild des einsamen, mangelbehafteten und bedürftigen Menschen gestört, der erst durch eine Beziehung vermeintlich geheilt werden kann. Bei uns durfte ich schönerweise das komplette Gegenteil erleben. Nicht Mangelhaftigkeit war die Basis unseres Austausches, sondern das gemeinsam und wechselseitig wachsende Bewusstsein der schon immer vorhandenen Vollkommenheit in uns. Dafür allerdings habe ich dich gebraucht – über eine lange, lange Zeit.


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