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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Die Welt ist anders als du zu wissen glaubst, J-d-I-Autorenteam
J-d-I-Autorenteam

Die Welt ist anders als du zu wissen glaubst



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Enträtselte Vorzeit



© Karl F. Kohlenberg



Kapitel: Die Herren vom anderen Stern



Am Abend des 30. Oktober 1938, gegen 20:00 Uhr, kehrte Mr. Sam Jones aus seinem Büro in New York nach seinem Flat bei Richmond zurück, wie seit Jahren an jedem Wochentag: ein nüchterner Geschäfts­mann ohne allzuviel Phantasie, gewohnt, seine Meinungen und Vorstellungen über den Lauf der Welt von seinem Lieblingssender, der Columbia Broadcasting Company, zu beziehen.

Vor sich hinpfeifend, schalteteer das Rundfunkgerät ein. Das unbe­kümmerte Lächeln auf seinen Zügen erstarb. Durch ein Gemurmel aufgeregter Stimmen und empörter Proteste drang aus dem Apparat die atemlose Frage des Reporters: „Was, zum Teufel, geht in dem Zylinder vor? Wo kommt das Ding her? Was sagen Sie? Ein Raumschiff? Vom Mars? Alter Freund, Sie sind wohl ...“ Und dann schrie er plötzlich: „Mein Gott, das Oberteil dreht sich ... Es hebt sich ...“

Mr. Jones schluckte. Raumschiffe? Marsmenschen? Man las neuer­dings so vieles darüber in den Zeitungen ... Unversehens begann im Zimmer das Licht zu flackern. Also doch etwas los! Und wieder die Stimme des Reporters, diesmal schrill: „Liebe Hörer, ein schreck­licher Moment ... Ein furchtbares Wesen kriecht aus der Öffnung. Zwei leuchtende Scheiben sind zu erkennen; vielleicht sind’s Augen ... Um Himmelswillen! Es kriecht aus dem Schatten, eine riesige, graue Schlange, darunter ein Körper so groß wie ein Bär ...“

Mr. Jones hörte das Kreischen und Trampeln der flüchtenden Volks­menge, das Heulen von Polizeisirenen. Der Reporter keuchte: „Da, da, es richtet sich auf ... Ein Flammenstrahl ... Der Polizist ist zu Asche geworden ... Es kommt, es kommt ... Wo bleibt die Miliz? Aus anderen Landesteilen hören wir ...“

Mr. Jones wartet weiteres nicht ab. Er stürzte zum Telefon: Leitung blockiert. Er rennt in den Garten, zum Nachbarn. Der holt schon den Wagen aus der Garage. Und so wie hier geschieht es überall in den Vereinigten Staaten. Unbeschreibliche Szenen spielen sich ab. Zu Fuß, per Auto, mit Kind und Kegel verlassen Familienväter ihre Häuser, laufen oder fahren in kopfloser Flucht durch das land. Alle Straßen sind verstopft. Es kommt zu Krawallen und Plünderungen. Es gibt Verletzte...

Am Morgen erst stellt sich heraus: Keine Invasion von Marsmenschen, ein Hörspiel nur, von Orson Welles inszeniert, freilich ein recht realistisches.

Wenn derartiges im zwanzigsten Jahrhundert möglich ist, obendrein in einem als zivilisiert geltenden Lande, das über ein geordnetes Verwaltungssystem, über Polizei, Militär, über alle nur denkbaren technischen Hilfsmittel und Waffen verfügt, wie würden da erst primitivere Bevölkerungen reagieren, wenn ein solcher Fall tatsächlich einmal eintreten sollte? Vermag man sich überhaupt vorzustellen, mit welchem Grauen die Menschen vor etwa 14.000 Jahren jene schrecklichen Himmelserscheinungen beobachteten, wie sie sich zitternd in höhlen und Klüften bargen, sobald sie die flammenumsprühten Flugkörper durch die Wolken jagen, an Fallschirmen herabsinken oder am Boden zerschellen sahen? Wahrscheinlich waren ihnen solche Erscheinungen nicht ganz und gar etwas Neues, denn schon vorher war – so weiß es die Überlieferung – unser Planet von außerirdischen Wesen oftmals aufgesucht worden; sie vermochten sich indes die Art und Herkunft jener unheimlichen Flugkörper wohl kaum zu erklären.

Sobald solch ein Himmelsei gelandet war, barst es, wie wir gehört, auseinander, was doch wohl nur bedeuten kann, daß die Luken ge­öffnet wurden; die aus ihm Hervortretenden, hier kleine, schmächtige Geschöpfe mit riesigen Köpfen, dort wieder Riesen von erschreckender Größe und Kraft, schillerten wie Schlangen.

Bei dem Orte Tamoanchan an der Küste Yucatans landeten „vor langer Zeit“ hellhäutige Männer mit Schiffen, die „gleich den Schuppen einer Schlangenhaut“ glitzerten. Die Fremdlinge waren hochgewachsen, blondhaarig, blauäugig, trugen sonderbare Kleider und um die Stirnen „Schlangen“. Die Maya hielten sie deshalb für „Söhne der Schlange“ und nannten sie „Chanes“; lange Zeit haben die Chanes bei ihnen als Lehrer und Führer geweilt. Von den chanes hat der Ort noch heute seinen Namen, denn bei den Maya bedeutet „Chan“ oder „Kan“ soviel wie „Schlange“ verbunden mit „Himmel“, und „Moan“ heißt „Eule“.

Ein solcher Bezug auf den Himmel dürfte den Verdacht entkräften, es habe sich bei den Chanes um Angehörige jener nordischen Seevölker, der Scherden, gehandelt, die in frühgeschichtlicher Zeit die Küsten des Mittelmeeres verheerten, oder gar – wie noch immer wieder behauptet wird – um Wikinger.

Den Überlieferungen zufolge kann zwar keinerlei Zweifel darüber bestehen, daß die geheimnisvollen Kulturbringer oder Götter hohgewachsen, hellhäutig und bärtig gewesen sind, doch können wir auf Erden keine Zivilisation aus vorgeschichtlicher Zeit, die über ein Wissen und eine Technik verfügt hätte, wie sie den Göttern zugeschrieben wird. Der Gedanke, Quetzalcoatl oder Huiracocha seien Wikinger gewesen, verbietet sich von selbst, weil diese sich bis in geschichtliche Zeit noch im Zustand halber Barbarei befanden und also auch nicht den Anstoß zu den erstaunlichen kulturellen Leis­tungen der alten amerikanischen Völker hätten geben können. Abgesehen davon jedoch traten die Kulturbringer ja auch gleichzeitig an den verschiedensten Orten der Erde auf.

Der Anblick dieser Fremdlinge wirkte furchterregend. Ein Glanz umgab sie oder ging von ihnen aus, der den damals an Finsternis oder diffuses Dämmerlicht gewöhnten Irdischen in den Augen schmerzte. Hermes, der Götterbote und Fährmann zwischen den Welten, der bei den Ägyptern Anubis oder – bezeichnenderweise – „Toth von der Säule“ hieß, der Mittler vom Himmel herabgekommenen Wissens auf Erden, führte den Beinamen Aureus. Tatsächlich soll nach Jablonski sein ägyptischer Name Anubis aus dem koptischen Aureus, „der Goldene“, der „in der Sonne Schimmernde“, hergeleitet sein, denn er galt als der Gouverneur des Sirius, jenes Gestirnes, das wir den „Hundsstern“ nennen. Dieses goldene Strahlen muß charakteristisch für die Götter gewesen sein; auch von Dschamsid, einem iranischen Herrscher der Urzeit, der uns noch mehrfach beschäftigen wird, sagte man, er habe „gleich der Sonne geleuchtet“, deshalb sei seinem eigentlichen Namen Dscham die Silbe „Sid“ – was „Sonne“ heißt – hinzugefügt worden.

Glaubt man nun in solchen Beschreibungen noch die Spuren alter Naturmythen zu erkennen, so läßt sich doch nachweisen, daß die Gesichter der Götter bei nahezu allen Völkern, ihre Gestalten hingegen nicht immer als „leuchtend, strahlend, glänzend“ geschildert werden.

So bei den Kelten: Teutatos – der Leuchtende, Grannos – der Glän­zende, Belenos – der Schimmernde; nicht aber Esus, der Gewittergott, dem ein derartiges Epitheton, sollte man meinen, noch mit am ersten zugekommen wäre. Hingegen – und vielleicht wirft das ein Licht auf den dunklen Sachverhalt – wird über den keltischen Himmelsgott Lugh, der mit dem Regenbogen in Verbindung stand und in der Milchstraße, der „Kette des Lugh“, beheimatet war, konkret bekundet“ „Sein Gesicht strahlte so stark, daß kein Sterblicher den Anblick ertragen kann.“ Wie Hermes galt auch er als der Bringer aller Künste von den Sternen. und so scheint diese Eigenschaft des leuchtens irgendwie mit der Raumfahrt in Verbindung gestanden zu haben; hieß doch auch der germanische Heimdall, Hüter der Bifröstbrücke, des Regenbogens, über den die Götter zum Himmel aufstiegen, mit Beinamen „der Strahlende“.

Wenn es im Buche Henoch heißt, große Männer, deren Angesicht gleich der Sonne leuchtete, mit Augen wie brennende Fackeln und  an den Armen goldene Fittiche, seien vom Himmel auf die Erde herabgestiegen, Feuer ahbe aus ihrem Munde gesprüht und ihre Kleider wären wie Schaum gewesen, so mag das eine zwar naive, in den Einzelheiten jedoch hochinteressante Beschreibung von Tatsachen, die nicht deshalb einem kollektiven Denken entstammt, weil sich hierzu bei anderen Völkern zahlreiche Analogien oder Ergänzungen finden.

Im Popol Vuh, dem „Buch des Rates“ der Quiché Maya, wird recht genau die Kleidung der Götter Hun Camé (Einstod) und Une Camé (Siebentod) beschrieben, die als Wächter der unteren Welt fungierten und in dieser Eigenschaft so etwas wie Astronauten waren: Sie trugen Schenkelschützer aus Leder, Halsringe, Handschuhe, Helme und Gesichtsmasken.

Wie stimmt eine solche Aussage mit der philosophischen Ansicht über Astralmythen überein?

Übrigens finden wir auf vorzeitlichen petroglyphen und Pictographien aller Erdteile – im Tal des nordamerikanischen Columbia River sowohl aus auch im saharischen Hochland von Tassili, und so weit auseinanderliegend, daß Übernahmen ausgeschlossen erscheinen, menschliche Figuren, zumeist von ungewöhnlicher Körpergröße, mit Strahlenkranz oder Aura dargestellt. Und bis auf den heutigen Tag werden christliche Heilige sowohl als auch im vorderasiatischen Raum bedeutende herrscher oder sonst irgendwie hervorragende Persönlichkeiten mit einer Aureole um den Kopf gemalt. Man sieht Darstellungen dieser Art also nicht nur in den christlichen Kirchen des Abendlandes, sondern auch in Ägypten, Persien oder Indien und nicht zuletzt am Sonnentor der uralten Tempelstätte Tiahuanaco; hier geht vom Haupte des Sonnengottes nach allen Richtungen hin ein Kranz von Strahlen aus.

Mit der Hörnerkrone, die sich im Laufe der Zeiten zum Federkopfschmuck nordamerikanischer Prärieindianer, zur Büffelhornhaube etwa der Naga in Hinterindien, zum Rabenflügelhelm der Germanen und am Ende zu der aufs höchste veredelten Fürstenkrone stili­sierte, darf nun die Aura unter keinen Umständen verwechselt werden. Hier handelt es sich um zwei gänzlich verschiedene Dinge. Ganz wenige in Rück­zugsgebieten lebende Völker ausgenommen, kennen alle übrigen ihre Götter nur mit dem rätselhaften Emblem der Hörnerkrone.


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