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> Esoterik Bücher > Die Seele Gottes
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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Die Seele Gottes, Helmut Rittirsch
Helmut Rittirsch

Die Seele Gottes



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Vorwort Nun, eigentlich ist ja alles ganz einfach: Wir werden geboren, fangen an zu atmen, wachsen auf, spielen, lieben, lachen, weinen,  wir gründen eine Familie (oder auch nicht), machen Karriere (oder auch nicht), wir werden alt, wir sterben. Aber - was soll das Ganze eigentlich? Und: Wer stellt überhaupt diese Frage? Warum stellt er sie?Nun, und jetzt erst wird es kompliziert. Es ist nicht leicht, in einer Zeit der überwältigenden Bücherflut, gerade auch im esoterischen Bereich, sich innerlich durchzuringen, ein weiteres Buch zu schreiben. Wenn ich mir meine eigene Bibliothek anschaue, so sehe ich da enorm viel Unnötiges, das, würde man es literarisch sauber komprimieren, derart zusammenschmelzen würde, dass davon womöglich nur noch ein Viertel des Gesamtbestands übrig bliebe. So viele Worte, immer und immer wieder formuliert, von links, von rechts, aus sich drehenden und unterschiedlichsten Perspektiven. Die Vielfalt des Ausdrucks und der jeweils auseinander laufenden Ansätze scheint die Berechtigung zu liefern, dass jeder auf seine Weise eben genau das beschreiben möchte, was er aus einem bestimmten Blickwinkel erkennen kann. Der Leser, der diesen Blickwinkel teilt, fühlt sich angesprochen, die anderen Leser meistens nicht. Dazu kommt, dass ein Schreiber ja eine breite Leserschar erreichen möchte. Deswegen erklärt er sehr viel, versucht, Bezugspunkte und Kontexte zu schaffen, um das, was er transportieren will, auch in einem klaren Rahmen literarisch verständlich darstellen zu können. Wir brauchen nun mal beim Lesen eine Hinführung, eine klare Gliederung, einen sinnvollen Aufbau und vor allem eine annähernde innere Übereinstimmung mit dem Autor, so dass wir schließlich in der Lage sind, seinen Ausführungen zu folgen. Die Spielregeln scheinen also zu besagen: Erkläre viel, so dass der andere dich versteht und dir folgen kann.Ich möchte diese Regeln gerne - wenn es sie denn gibt - in gewisser Weise brechen (was mir aber vielleicht gar nicht gelingen wird). Die Unmittelbarkeit meines Schreibstils soll die Stärke dieses Buchs sein. Ich will ganz bewusst über mich als den Betroffenen reden. Jeder, der dieses Buch liest, kann mitschwingen oder nicht. Es gibt keine Konzessionen für mich im Hinblick darauf, inwieweit der Leser mich vielleicht rational verstehen wird oder nicht. Es kann und soll in diesem Buch ausschließlich der größtmögliche direkte Selbstausdruck dessen passieren, was meine Intuition mir gerade eingibt. Ich will authentisch und unmittelbar jene Dinge aufschreiben, die mich tief bewegen und deren Schilderung mir so sehr am Herzen liegt. Ich vertraue gleichzeitig darauf, dass mein literarischer Ausdruck ausreicht, um mich klar genug verständlich zu machen. Ich bin mir bewusst, dass dies alles sehr subjektiv klingt. Das ist es auch. Und es erlaubt die sofortige Frage, was mich denn so sehr vor anderen auszeichnet, dass ich mir einbilde, es könnte für eine größere Zahl von Menschen von Belang sein, was ich hier über meine sehr persönlichen Erlebnisse schreibe. Ja, wen könnte oder sollte das schon interessieren? Ich habe die Beobachtung gemacht, dass es unzählige Autoren gibt, die mit ihren Gefühlen, Gedanken und vor allem ihren innerlichen Erlebnissen derart hinter dem Berg halten, dass die literarische Landschaft im esoterischen Bereich auf mich oft einseitig überladen wirkt. Überladen von Ratgebern, von scheinbar erleuchteten Menschen, die der Überzeugung sind, anderen sagen zu können, wo es ihrer Meinung nach langgeht. Aber eines findet man allzu oft nicht: einen emotional verstrickten, betroffenen, mit sich selbst ringenden Menschen. Und so existiert für den Leser auch keine emotional nachvollziehbare Erlebnis-Landschaft. Vor allem sieht man nicht jene dahinter stehende Person in ihrer ganzen Menschlichkeit. Aber genau das will ich hier versuchen: mich authentisch und unzensiert zeigen und dabei über die Tragik und die innere Verstrickung eines mit sich selbst ringenden Menschen reden, der es nicht schafft, eine gesunde Distanz zu allem, was da auf ihn einströmt, aufzubauen, und dessen Entdeckungen meistens sogar gleich wieder entwertet werden von einem unersättlichen und sich wie wild gebärdenden Geist (der sich eher noch wie ein Dämon anfühlt) - dies, und nichts anderes soll hier weitererzählt und in seiner Unmittelbarkeit möglichst anschaulich beschrieben werden. Jahrelang habe ich psychologische Literatur geradezu aufgesaugt. Meine Suche, meine Neugier, meine Hoffnungen, irgendetwas zu finden, was mir hilfreiche Anhaltspunkte und Orientierungsmöglichkeiten verschaffen würde, waren geradezu unersättlich. Doch brachten sie für mich fast immer das gleiche Ergebnis: aufwändige Analysen, überaus viel geistvolles und intelligentes Erfassen von Tatbeständen, zahlreiche unterschiedliche Impulse - aber dennoch keine Unmittelbarkeit, kein sichtbarer Mensch, der als „gefühltes Modell mir einen spürbaren Ausblick hätte vermitteln können. Denn es geht nicht ums Sehen, um rationales Erfassen, wie ich im Laufe der Jahre feststellen musste. Nein, entscheidend ist ja, was am Ende bei mir innerlich hängen bleibt und was mich gefühlsmäßig trägt, erfüllt, mich wirklich weiterführt.Dieses Buch ist ein Experiment. Die Herausforderung für mich besteht darin, so authentisch wie möglich von mir selbst zu berichten und gleichzeitig etwas zu beschreiben, für das ich so oft in meinem Leben keine Worte finden konnte. Ich will die Beklemmungen, die Hoffnungen, die Angstphantasien und die erlebte Sprach- und Ausweglosigkeit heute, hier und jetzt in eine erzählerische Form bringen, vielleicht um ihren bedrohlichen Charakter zu verändern, vielleicht aber auch nur, um mich nicht mehr so alleine damit zu fühlen. Offensichtlich hilft es mir, meine eigenen Gedanken zu strukturieren und sie später dann im Zusammenhang noch einmal lesen zu können. Ein Bild ist entstanden. Ein Kontext. Und auch ein gewisser Abstand. Ein Abstand, der womöglich neue Wege aufzeigt. Und gleichzeitig die damit einhergehenden alternativen Sicht- und Erlebnisweisen. Ist es nicht das, was wir alle wollen und brauchen? Ich hoffe auf viele Impulse. Für mich und für den Leser.


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