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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Die drei apokalyptischen Wehe, Dr. Christoph Schindler
Dr. Christoph Schindler

Die drei apokalyptischen Wehe



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VI. „Der Rest der Worte Baruchs"
und die „Himmelfahrt des Jesaja"

Es wird der Versuch unternommen, über zwei verschiedene apokryphe Schriften insgesamt gemeinsam zu berichten, da sie die weitgehend übereinstimmenden Zeugnisse der beiden bekanntesten Propheten, Jesaja und Jeremias, über das künftige Erscheinen des Messias im jüdischen Volk enthalten.
Die von Paul Rießler auf Seite 481 - 484 dargestellte Schrift unter dem Titel „Die Himmelfahrt des Jesaja", stellt Erich Weidinger in seinem Buch „Die Apokryphen - verborgene Bücher der Bibel", Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg, 1985, auf Seite 520 - 523 richtigerweise als „Martyrium des Jesajas" dar. Für die hier vorgelegte Betrachtung dient als Textquelle die Schrift, die Erich Weidinger in seinem oben erwähnten Buch auf Seite 511 - 520 unter dem Titel „Himmelfahrt des Jesaja" veröffentlicht hat.
Der unvoreingenommene Leser beider Schriften kommt nicht an der bedeut­samen Tatsache vorbei, dass man sowohl Jeremias als auch Jesaja wegen der empfangenen Traumgesichte, die sie öffentlich dem Volk kund­taten, töten ließ. Die Schrift „Die Himmelsfahrt des Jesaja" endet mit den Worten: „Wegen dieser Gesichte und Weissagungen zersägte Satan durch die Hand Manasses den Propheten Jesaja, den Sohn des Amoz."

Die Verbindung zu den Ursachen des gleichschlimmen Schicksals, das der Prophet Jeremias ebenfalls erleiden muss, erfahren wir aus dem 9. Kapitel, Vers 19 - 21 der Schrift mit dem Titel „Der Rest der Worte Baruchs". So heißt es dort: „Als Jeremias also redete, dass Gottes Sohn in dieser Welt erschiene, da ward das Volk erzürnt und sprach: ,Dies sind des Amozsohns Jesajas Worte wieder, der sagte: ,Ich habe Gott gesehen, und zwar Gottes Sohn'. Kommt! Wir wollen ihn zwar nicht auf solche Art, wie jenen, töten, wir töten ihn mit Steinen."

Es drängt sich jetzt die Frage geradezu auf, warum das jüdi­sche Volk über die Messiasankündigung so in Zorn geriet, dass es die beiden Propheten wegen ihrer Traumgesichte schon ca. 650 Jahre vor der Geburt des Messias tötete.
Es wird hier die Meinung vertreten, dass das jüdische Volk über die Messiasankündigung wohl kaum in einen solchen Zorn und eine solch todbringende Wut geraten konnte.
Vielmehr muss es der Umstand gewesen sein, dass Jeremias als auch Jesaja im Vortrag ihrer Visionen gleichermaßen unzweideutig darauf hinwiesen, dass durch den Messias das Heil zu den Heiden käme.
So heißt es in der Schrift „Der Rest der Worte Baruchs" (9. Kapitel, Vers 13 - 21): „Und nach drei Tagen kam die Seele wieder in den Leib (des Jeremias). Und da erhob er mitten unter ihnen seine Stimme; er sprach: Preist Gott! Preist alle Gott und Gottes Sohn, Jesus Christus, der uns erweckt, aller Welten Licht, Leuchte, die nie erlöscht, des Glaubens Leben. Nach diesen Zeiten kommen aber andere 365 Jahre, bis dass er auf die Erde kommt.
Der Lebensbaum, in Paradiesesmitte eingepflanzt, lässt alle unfruchtbaren Bäume fruchtbar werden, sie wachsen und gedeihen, und ihre Frucht bleibt bei den Engeln. Die Aufgeschossenen, die Prahlerischen, die sagen: ,Wir haben unser Ende anvertraut der Luft'. Sie lässt Er samt den hohen Zweigen dorren, und Bäume, festgewurzelt, lässt Er sinken. Das Rote aber macht Er so wie weiße Wolle. Der Schnee wird schwarz, die süßen Wasser bitter im großen Licht der Gottesfreude. Er segnet auch die Inseln, so dass sie Früchte bringen nach jenem Worte aus dem Munde des Gesalbten. Er selber kommt, geht wieder fort und wählt sich zwölf Apostel aus, dass sie den Heiden frohe Botschaft künden."
Und in der Schrift „Die Himmelfahrt des Jesaja" heißt es auf Seite 519: „Und ich (Jesaja) sah, o Hiskia und mein Sohn Jasub und erkläre vor den übrigen Propheten, die hier stehen, dass er allen Himmeln und allen Fürsten und jedem Gott dieser Welt geboren war."

Bis auf den heutigen Tag ist es jedem rechtgläubigen Juden ein Stein des Anstoßes, dass ihr Messias der Heiden Heiland geworden ist.
So heißt es im 5. Esra Buch im 1. Kapitel, Vers 35 - 37:
„So geb ich eure Häuser einem Volk, das kommt und das den Glauben hat, wenn schon es mich nicht hört und das vollzieht, was ich gebiete, wenn schon ich ihnen keine Zeichen gebe. Sie schauten keinerlei Propheten und doch erinnern sie sich ihrer alten Reden. Und ich bezeug das Wohlgefallen an dem Volk, das kommt und dessen Kinder voller Freude jubeln, obschon sie nicht mit Fleischesaugen mich erblicken, vielmehr im Geiste glauben, was ich gesagt."

So wie jeder rechtgläubige Jude sich weigert, diese Tatsache anzu­erkennen, so war diese Situation bereits auch schon ca. 650 Jahre vor dem Erscheinen des Messias.
Wenn heute von verschiedenen Seiten versucht wird, die Kreuzi­gung des Gottessohnes als „bedauernswerten Betriebs­unfall" in der Religions­geschichte des jüdischen Volkes darzu­stellen, so ist dem entgegenzuhalten, dass es sich nicht um einen zu verharmlosenden „Betriebsunfall" gehandelt hat, sondern dass diese Kreuzigung des Gottessohnes eine viel tragischere und ernstere Dimension bis auf den heutigen Tag besitzt.
Wie anders wäre sonst zu erklären, dass man die bekanntesten jüdi­schen Propheten Jesaja und Jeremias bereits schon ca. 650 Jahre vor der Geburt des Heilandes wegen der Verkündigung der frohen Botschaft auf die schreck­lichs­te Weise töten ließ. So wenig es einen „harmlosen Betriebsunfall" gab, noch geben wird, so wenig wird es zu einer nachträglichen und rein äußerlichen Rehabilitation dieses Jesus von Nazareth durch das jü­dische Volk kommen. Stattdessen wird das israelische Volk erkennen, was die schicksals­schweren Worte bedeuteten, die vor 2000 Jahren das ganze Volk Pilatus entgegen geschrien hat: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder" (Matthäus 27, 25).

Es bedarf keinerlei prophetischer Gabe, um erstaunt festzu­stellen, wie schrecklich sich diese Selbstverfluchung an den damals lebenden Juden als auch an ihren Nachkommen bis auf den heutigen Tag erfüllt hat. Wenn dem jüdischen Volk darüber die Augen geöffnet werden, wird niemand mehr von einem „bedauernswerten Betriebsunfall", geschweige von einer Reha­bilita­tion des Gottessohnes sprechen. Aber das jüdische Volk wird sich diesem Jesus, seinem Heiland, in einer Innigkeit zu­wenden, die einer totalen Erneue­rung des Christentums gleich­kommt.
In beeindruckender Weise wird dann das Gebot der Nächstenliebe vom jüdischen Volk in einer Art praktiziert, die zur Nacheiferung unter den dann noch wahrhaften Heiden­christen Anlass geben wird.

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