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Das kleine Buch über den Tod und di


Reise durch die verschiedenen Ebenen der Exis

von Jamina Diley

esoterik_buecher
ISBN13-Nummer:
9783837042061
Ausstattung:
Paperback
Preis:
7.60 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
BoD
Kontakt zum Autor oder Verlag:
sachiron@web.de
Klappentext

 Der Tod und das Leben danach sind unabtrennbar von der Entstehungsgeschichte des Menschen in immer gröberen Existenzebenen, auf die die Autorin in ihrem Buch näher eingeht. Das Geheimnis des Todes ist die Offenbarung des göttlichen Urquells, aus dem jedes Leben entstand. Das Buch schildert die verschiedenen Durchlaufphasen im Tod, der Läuterungssphäre, der höllischen Sphären und den himmlischen Gefilden und gibt praktische Lösungen an die Hand, Energien und karmische Konfliktpunkte weit gehend auszugleichen.

Durch die bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod transformiert der Mensch die verborgenen und „dunklen“ Aspekte seines Wesens, was anhand einer kurzen Autobiografie der Autorin veranschaulicht dargestellt wird. Im Tod begegnet der Mensch sich selbst und seinem unbewussten Teil – dem höherem Bewusstsein, das unabtrennbar mit der göttlichen Einheit verbunden ist.

 

Leseprobe

Tod und Buddhismus

Der Tod im Buddhismus nimmt eine zentrale Rolle ein, der das gesamte buddhistische Leben beeinflusst und Gegenstand vieler Meditationen und geistigen Übungen ist. Nur wer auf den Tod gut vorbereitet ist, versteht es auch sinngerechter zu leben und den Tod und seine Durchlaufphasen – den Bardos  - als Möglichkeit zur Befreiung zu verstehen. Bardo heißt Zwischenzustand oder auch Übergang, der sich auftut, wenn wir physisch und physisch von einem Zustand in den nächsten übergehen.
     Es gibt im Wesentlichen vier Bardos: Das Bardo des Lebens, das Bardo des Sterbens, das Bardo des Lichtes und der Bardo des Werdens. - Seite 132. Im Prinzip durchlaufen wir jedoch fortwährend Bardos, es sind die Grenzgänge in unserer Biographie, bzw. die Krisen, die wir erleben. Man kann sich den Sinn eines Bardos folgendermaßen vorstellen: Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem tiefen Abgrund und drohen dort hinein zu stürzen. Was jetzt in Ihnen vorgeht sind ganz tief sitzende, fundamentale Gefühle, die über Sie hereinbrechen – diese Gefühle sind Ihre Urinstinkte, das Sie mit dem kollektiven Unterbewusstsein verbindet. Aber neben diesen Gefühlen tut sich in Ihnen auch etwas anderes auf: Das nackte Gewahrwerden über den Tod und alles was vorher in Ihrem alltäglichen Bewusstsein war ist mit einmal durchschnitten. Sie sind auf einem Grund angekommen und dieser Grund ist es, in den Sie eingeführt werden können: In die essentielle Natur Ihres Geistes. Das ist das Ziel des Bardo: Die Befreiung von Ihrem gewöhnlichen Geist, mit all seinen Verblendungen, um Erleuchtung zu erlangen.  
     Diese „krisenreichen“ Momente sind intensiver aufgeladen, als irgendein anderer, weil es alles in Ihnen hinweg brennt, was zwischen Ihnen und dem grundlegenden Geist liegt.
     Ein Buddhist durchläuft meditativ die verschiedenen Stadien des Todes, um soweit auf ihn vorbereitet zu sein, dass er im Nachtodzustand Befreiung vom Rad der Wiedergeburten erlangt. Denn der Nachtodzustand ist stets ein Grenzweg zwischen Ihren eigenen Projektionen und der essentiellen Natur Ihres Geistes.
     Dieser Geist wird auch Grund – Lichtheit - Seite 133 genannt, der aus unserer Sicht das Urlicht darstellt, aus dem alles heraus entstanden ist.
     Viele Menschen haben bereits die Erfahrung mit dem Urlicht gemacht, durch bewusstseinserweiternde Übungen oder eben durch Nahtoderlebnisse. Es ist das Licht, auf dem wir treffen, wenn wir sterben.
     Nach buddhistischer Auffassung kann der Tote in dieses Urlicht nicht eintreten, wenn er seine wahre Natur nicht erkannt hat und sein gewöhnlicher Geist noch verblendet ist. Deswegen vollziehen Buddhisten eine lebenslange Praxis, um sich auf den Tod gut vorzubereiten und ihren gewöhnlichen Geist zu transformieren.
     Es gibt im Wesentlichen drei Verblendungen, die Buddhisten sagen dazu: Drei Geistesgifte, die uns hindern befreit zu werden, um in das Urlicht einzutreten: Begierde, Unwissenheit und Hass, aus denen sich heraus alle mögliche Konstellationen unserer negativen Handlungen ergeben. Wobei es im Buddhismus insgesamt zehn solcher negativen Handlungen gibt. In etwa vergleichbar mit den zehn Geboten im Christentum.
     Die Wurzel dieser Verblendungen ist das Greifen nach unserem Ich, das nach buddhistischen Glauben Maja – eine Illusion ist und auch der Grund, warum wir überhaupt Mensch geworden sind.
     Solange wir an unserem Ich hängen können die Verblendungen nicht gelöst werden und das Ich ist daher die Wurzel allen Leidens und der Grund warum wir am Rad der Wiedergeburt gebunden sind.
     Hat der Mensch dies erkannt, kann er mit speziellen Übungen die Natur seines Geistes erfahren, der uns im Tod offenbart wird. Nur wer sein Wesen vollkommen transformiert hat, kann mit diesem Urlicht verschmelzen. Da wir aber noch karmisch gebunden sind, treibt es uns dazu  immer wieder zu inkarnieren, um sich seelisch weiter zu entwickeln, bis man letztendlich in der Lage ist seinen gewöhnlichen Geist aus Samsara, die Welt der Illusionen, zu befreien. Dazu muss man sein Karma vollständig ausschöpfen, das nichts Zwingendes mehr uns in eine neue Wiedergeburt treibt.
     Im Tibetischen Totenbuch werden die einzelnen Todesbereiche detailliert beschrieben, unserem westlichen Denken erscheint es eher fremd, und auch von den Nahtodforschungen unterscheidet sich diese Lehre zum Teil mitunter sehr. Ich vermute an dieser Stelle, dass die Erlebnisse im Tod zum Teil von dem bestimmt werden, welchen Glauben bzw. Lebensanschauung der Mensch zu Lebzeiten formuliert hat. Natürlich können sich einzelne Teile auch miteinander vermischen. Jedenfalls haben die NTE Erfahrungen nur eine Dauer von Minuten – und die Todeserfahrungen erstrecken sich über einen unbestimmten langen Zeitraum.
     Der Buddhismus geht von 49 Tagen im Bardo aus - Seite 343, obgleich sie betonen, dass es vielmehr einer Qualität als Quantität entspricht. Die 49 Tage untergliedern sich in 7 Phasen, in der die Erfahrungen des Sterbens stets wiederholt werden. (Dalai Lama – der Weg zur Freiheit). Ist diese Zeitspanne erschöpft befindet sich das Geistselbst in einer Art Wartezone, bis eine neue Wiedergeburt erfolgt. 
     Dann erscheinen die 42 friedvollen und in den 58 zornigenGottheiten, erkennt der Betreffende nicht, dass es seine eigenen Projektionen sind, vertut er seine Chance auf Befreiung und wandert weiter.  - Seite 326 - 327
     In den meisten Fällen aber gibt es nach dem Sterben eine Phase der Bewusstlosigkeit -  Seite 338. Nach dieser Phase nimmt der Verstorbene einen Geistkörper an. Dieser ist hellsehend, hellwahrnehmend und kann sich mit Gedankenenergie fortbewegen  - Seite 339
     Wir befinden uns noch in der irdischen Sphäre, halten uns in unserer alten Umgebung und bei vertrauten Menschen auf. Oft kann die Seele vom irdischen Leben, ihren alten Gewohnheiten und ihren Hinterbliebenen nicht richtig loslassen. Der Grund für erdgebundene Seele.
     Dann machen wir eine Erfahrung der vier Elemente in Formen von gewaltigen Stürmen, Feuersbrünsten, Krachen und Donnern, die uns hin und her treiben. Seite  Dabei tun sich drei Abgründe auf, die den drei Geistesgiften entsprechen, in die wir drohen hinein zu stürzen- Seiten 341 -342.
     Je nach dem welches Karma wir angesammelt haben, erfahren wir die Bardos als glückselig oder von furchtbaren Kreaturen gejagt, die nach uns trachten.
     Die nächste einleitende Phase ist die des Totengerichts, in dem unser Leben betrachtet und beurteilt wird. Dabei sitzen wir zugegen und an unserer Seiten sind ein Lichtwesen, das unsere guten Taten zeigt und ein Dämon unsere schlechten Taten. Dies wird in Form von schwarzen und weißen Kieseln gemessen und der Herr des Todes fällt sein Urteil über uns - Seite 343.
Ist unser Karma schwerwiegend gehen wir in eine niedere Wiedergeburt ein und werden von dem Dämon hinweg geschleift.
     Dieser Dämon beinhaltet gewöhnlich unser schlechtes Gewissen, auch wenn Menschen über keines verfügen, findet es trotzdem Anwendung, denn alle Taten mit dem Körper und des Geistes werden gespeichert und festgehalten. Auch Dinge, an die wir uns nicht mehr erinnern. Hier gibt es Parallelen zum alten Ägypten.
     Im Totengericht der Ägypter werden die guten und schlechten Taten mit einer Waage aufgewogen. Das Herz des Toten wird auf die eine Waagschale gelegt wird und eine Feder – also das Gute – auf die andere Schale. Ist das Herz schwerer als die Feder, wird die Seele von einem krokodilartigen Dämon verschlungen und gelangt in die Unterwelt.
     Die Wahl der Wiedergeburt im Buddhismus wird zwar von dem Karma bestimmt, dass wir zu Lebzeiten angesammelt haben und doch hat man noch einen gewissen Einfluss darauf – durch die Macht unserer Gedanken. Im Tod wirken sie gestalterisch auf uns ein und je nach Gewohnheit, neigen wir zu bestimmten Gedanken.
     Zu Lebzeiten bekommen wir die Auswirkungen unsere Gedanken nicht zu spüren – hier im Tod werden sie unmittelbar zu Wirklichkeit. Dabei betonen die Lehren, was auch immer uns erscheint, Projektionen unseres eigenen Geistes sind. Da wir aber zu leicht in unsere alten Gewohnheiten zurück fallen und die Tendenz in bestimmter Weise zu denken, erkennen wir das Potential unserer Gedanken nicht und halten die sehr echt wirkenden Erscheinungen für real. 
     Wir bekommen Visionen von unserer nächsten Wiedergeburt, in der es im Buddhismus sechs Bereiche gibt: Götterbereich, Halbgötter, Bereich der Menschen, Tiere, Hungergeister und Hölle. Seite 143 Diese entsprechen nach Art unseres Wesens und ist das Ergebnis unseres Karmas.
     So inkarniert ein hoch entwickelter spiritueller Mensch, der sein Leben lang praktiziert hat, in den Götterbereich; in den Bereich der Halbgötter wenn wir intellektuell hochbegabt sind und trotzdem ein Gefühls des Misstrauen und Neides herrscht – daher werden sie auch eifersüchtige Götter genannt; den Bereich der Menschen, um sich weiter zu entwickeln und Verlangen abzulegen; in die Tierwelt, wenn wir nichts dazu gelernt und noch sehr unter den Einfluss unsere Instinkte stehen; den Bereich der Hungergeister, wenn wir gierig nach immer mehr waren und trotzdem unerfüllt blieben und die Hölle, wenn wir sehr böse und überwiegend hasserfüllt waren.             
     Die Hölle untergliedert sich ebenfalls in verschiedene Stufen, dabei weist der Buddhismus auf die vielen heißen und kalten Höllen hin, je nach Schweregrad.
     Inkarnieren wir uns als Mensch, haben wir die Visionen von einem sich liebenden Paar von dem wir angezogen werden und treten mit der Zeugung in den Mutterschoß ein.