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Buch Leseprobe Wo bist du?, Stefanie Kollmann-Obwegeser
Stefanie Kollmann-Obwegeser

Wo bist du?



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Der Arzt: „Also gut, es passiert also immer noch nichts?‚ Die Hebamme: „Nein, Stillstand.‚ Der Arzt: „Blut abgenommen?‚ Die Hebamme: „Ja.‚ Der Arzt: „Ja? Ja, und?! Muss ich Ihnen denn alles aus der Nase ziehen?‚ Die Hebamme: „Noch keine Unterversorgung.‚ Der Arzt: „Wie lange ist nichts passiert?‚ Die Hebamme: „Etwas mehr als drei Stunden.‚ Der Arzt: „Also gut.‚ Dieses sehr interessante Gespräch findet quasi über mir statt – naja, eigentlich unter mir, wenn frau das so sagen will. Ich liege ja immer noch mit gespreizten Beinen auf dem leider ohne ikeanischen Namen versehenen Ge- 5 burtsstuhl fest und die beiden unterhalten sich quasi zwischen meinen Beinen. Folgende Informationen dieses Gesprächs sind sehr wichtig. Erstens: die beiden können sich so was von überhaupt nicht leiden. Sie sprechen miteinander wie andere Krieg führen. Der Ton, die Stimme, der nicht vorhandene Blick – alles im Zeichen eines kalten Kriegs. Zweitens: ich warte seit drei Stunden, dass was passiert. Und bis dahin habe ich schon mindestens acht Stunden mit Wehen im Krankenhaus verbracht … und: ich bin genervt. Drittens, und das ist wohl das wichtigste an der ganzen aktuellen Situation hier in diesem Raum: Ich fühle mich, als wäre ich gar nicht dabei. Ich fühle mich, als würde es gar nicht um mich gehen. Wem passiert das Ganze? Kann mich da bitte jemand aufklären? Ich bin ja nur Gegenstand – Gegenstand eines medizinischen Vorfalls, einer Geburt – zumindest fühle ich mich so.


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