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> Belletristik > Wie ein Regenbogen an dunklen Tagen
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Belletristik
Buch Leseprobe Wie ein Regenbogen an dunklen Tagen, Petra Kesse
Petra Kesse

Wie ein Regenbogen an dunklen Tagen



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Simone atmete schwer durch, ging hinüber zu ihrem Bett und setzte sich. Sie betrachtete den gepackten Koffer. Nur noch wenige Minuten, dann konnte sie ihn nehmen und einfach gehen. Wie oft hatte sie diesen Moment in ihren Gedanken durchgespielt, ihn kaum noch erwarten können. Doch jetzt spürte sie Angst. Angst vor einem Leben, in dem nichts mehr so sein würde, wie zuvor. Mit Anfang fünfzig musste sie noch einmal neu anfangen. Simone hatte lange darüber nachgedacht, wie dieser Neuanfang aussehen sollte, und sie hatte schwerwiegende Entscheidungen getroffen. Nun galt es, sie umzusetzen. Doch bevor sie ihr eigenes Leben umkrempelte, hatte sie noch etwas zu erledigen. Etwas, das ihr sehr am Herzen lag. Zaghaft tastete sie nach dem Zettel in ihrer Jackentasche, zog ihn hervor und betrachtete ihn nachdenklich.


  »Ihre Papiere liegen bereit«, hörte Simone plötzlich jemanden sagen und sah auf. Eine Vollzugsbeamtin stand in der offenen Zellentür. »Meine Kollegin sagte, Sie möchten sich von einer unserer Köchinnen verabschieden«, fuhr sie fort und musterte Simone ungläubig. »Stimmt das?«
   »Ja, das stimmt. Ich möchte mich von Frau Harjes verabschieden. Ich weiß, dass sie heute Dienst hat.«
   »Aha«, erwiderte die Beamtin. »Hab hier schon viel erlebt, aber das hatten wir noch nie. Waren Sie von unserer 5-Sterne-Küche so begeistert?«
   »Na klar! Ich werde diese kulinarischen Köstlichkeiten bestimmt vermissen.«
   »Na gut, wenn Sie meinen. Dann lassen Sie uns gehen. Ich begleite Sie zum Besucherraum. Frau Harjes wartet schon. Länger als fünfzehn Minuten kann ich Ihnen allerdings nicht gestatten.«
   »Das ist okay. Bin schon froh, dass es überhaupt möglich ist«, erwiderte sie und stand auf. Während sie mit der Beamtin den langen Flur entlang ging, griff sie erneut in ihre Jackentasche. Nervös spielte sie mit dem Zettel, während ihre Gedanken rotierten. Sollte sie Jana wirklich auf ihren Verdacht ansprechen? Je länger sie darüber nachdachte, desto stärker zweifelte sie.


 


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