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Belletristik
Buch Leseprobe Vier Jahreszeiten, Alexandra Döll
Alexandra Döll

Vier Jahreszeiten



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Ein leidenschaftliches Begräbnis im November


 


Die Grabrede war fast beendet. Die Sargträger traten bereits vor, um den Sarg in Kürze in die Grube hinab zu lassen, doch das verkam vorübergehend zur reinen Nebensache, da von der Kastanie her leidenschaftliches Geflüster und das Geräusch wilder Küsse zu hören war. Die gesamte Trauergemeinde richtete ihre Aufmerksamkeit augenblicklich auf die Geschehnisse am Baum, die Beerdigung war in dem Moment offensichtlich eher unwichtig geworden. Simone und Marietta platzten laut heraus, als sie sahen, wie Gordon und Sybille sich leidenschaftlich küssten und streichelten - und das mitten auf dem Friedhof. Normalerweise machte Sybille immer das betretene Gesicht, wenn Marietta und Simone Zoten rissen, aber jetzt knutschte sie mit Gordon rum, so als wenn sie ganz alleine auf der Welt und nicht mitten bei einer Beerdigungszeremonie wären. Selbst Matthias, der zwar rote Bäckchen bekommen hatte, musste grinsen. Als Simone Marietta zuflüsterte: „Jetzt stimmt mein Satz an Carol ja doch - the other mourners were angry with Sybil because she loved during the funeral ceremony.", prustete Marietta laut los, genau wie Matthias. Die Trauergemeinde wusste nicht, über was sie sich mehr empören sollte - über die wilde Leidenschaft zwischen Sybille und Gordon oder über das Gelächter ihrer drei Begleiter. Pastor Wolterberg räusperte sich bedeutungsvoll. Die Trauergäste regten sich natürlich über diese Pietätlosigkeit auf, sodass Marietta, Matthias und Simone es vorzogen, lieber das Feld zu räumen. Auch die beiden Knutschkugeln, wie Simone später liebevoll-belustigt sagte, entfernten sich küssenderweise Richtung Trauerhalle, vermutlich wollten sie zum Seitenausgang am Kaldenhoverbaum gehen und dann irgendwo anders ihre traute Zweisamkeit genießen. Sybille war so mit ihrem Gordon beschäftigt, dass sie sich noch nicht einmal von ihren Freunden verabschiedete.


 


Angesichts der zärtlichen Leidenschaft zwischen Sybille und Gordon flammten liebevolle Gelüste natürlich auch bei den anderen auf. Als sie den Hang hinab gestiegen waren, küsste Matthias Simone erst mal leidenschaftlich. Sie gab sich seinem Kuss hin und wünschte sich, endlich mit ihm alleine zu sein. Marietta fragte leise, ob Matthias noch so nett wäre, sie zum S-Bahnhof Frohnhausen zu bringen, damit sie mit der S1 nach Bochum zu ihrem Chang fahren konnte, denn sie vermisste ihn  und wollte auch endlich wieder mit ihm kuscheln. Matthias war einverstanden, sodass er und Simone ihre Freundin wenig später zum glücklicherweise nur etwa zwei Kilometer entfernten Haltepunkt an der Onckenstraße brachten. Marietta hatte Glück, denn die S1 nach Bochum würde in etwa fünf Minuten eintreffen und sie zu ihrem Liebsten bringen.


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