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Belletristik
Buch Leseprobe Verliebt, verhext, verzaubert, Anouk Ferez
Anouk Ferez

Verliebt, verhext, verzaubert


2. Teil

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TEIL 2: verliebt, verhext, verzaubert: für Mädchen 12-15J


(Auszug aus dem 1. Kapitel)


 


„Hilf mir, schnell! Und kein Wort zu Mutter“, zischte Neroli und drückte ihrem Bruder den Lappen in die Hand. „Da, wisch die braunen Ränder von der Platte, bevor die noch mehr einbrennen!“


„Zu Befehl, Herrin!“ Darol grinste frech, schlug die Hacken zusammen und salutierte.


Wie dieses Bürschchen es schaffte, trotz der  verheerenden Lage in der Küche noch zu unken, war Neroli ein absolutes Rätsel. Ihr jedenfalls war absolut nicht nach irgendwelchen Späßen zumute. Sie hatte alle Hände voll zu tun, die Lage am Herd unter Kontrolle zu bekommen.


Neroli dachte nach. Sie musste unbedingt die Ursache für diese Dampfgnom- Invasion herausfinden. Ob es an diesem verdammten neumodischen Kochfeld lag? Oder an dem nicht vorhandenen Kamin über der Feuerstelle?


Jedenfalls hatte sie es noch nie im Leben mit solchen Heerscharen aufnehmen müssen! Einer nach dem anderen entschlüpfte dem brodelnden Sud und stieg unter Zischen und Fauchen in die dampfgeschwängerte Luft.


Verzweifelt drückte Neroli immer und immer wieder auf den Knopf an diesem viereckigen Edelstahlungetüm über dem Kochfeld.


Darol setzte seinen Kennerblick auf. „Die Haube packt’s nicht“, ließ er sich mit lehrmeisterlicher Stimme vernehmen. „Die läuft schon auf Hochtouren. Du musst die wilden Kerlchen wohl aus dem Fenster jagen!“


War Darol total verrückt geworden? Was würden die Nachbarn sagen, wenn plötzlich  kleine bunte Wichte unmittelbar vor ihren Stubenfenstern durch die Lüfte tanzten? Oder, schlimmer noch, durch die geöffneten Fenster in die Kammern – falsch, Räume! – eindrangen? Nicht auszudenken! Sicher würden dann gleich die Männer mit den riesigen, feuerroten Leiterwägen und dem ohrenbetäubend lauten, blauen Licht obendrauf anrücken. Und Mutter und sie würden als Hexen in den Kerker wandern und…


Die Hitze schlug Neroli unbarmherzig ins Gesicht. Ein feuerspeiender  Drache war nichts dagegen! Was tun, zum Henker?!


„Jetzt mach endlich was! Reiß das Fenster auf!“


Ach ne, dachte Neroli mit einem Hauch von Schadenfreude. Darol geriet also langsam aber sich auch in Panik! Sie hätte diesen seltenen Moment gerne noch ein wenig ausgekostet, doch nun war allerdings nicht die Zeit für geschwisterlichen Streit.


Nein, denn wenn der entspannte, gewitzte Darol plötzlich auch nervös wurde, dann stand es wirklich schlimm. Jetzt hing also alles an ihr, der großen Schwester. Nun galt es bloß nicht die Nerven zu verlieren!


 Neroli vergrub ihre Zähne in der Unterlippe. Das tat sie immer, wenn nur noch der Schmerz sie daran hindern konnte, hilflos zusammenzusacken.


Überall um die Geschwister herum regierte das Chaos. Bunte, wabernde Gnome, die immer zahlreicher dem großen Topf entstiegen, nahmen den beiden inzwischen die freie Sicht. Wie entfesselte Irrwische sausten und zischten die Unheil stiftenden Wichtel um ihre Köpfe, wobei sie johlten und zischten und sich gegenseitig durchdrangen und miteinander verbanden, um größere, mächtigere Strukturen zu bilden.


Es sah nicht gut aus. Gar nicht gut. Es war… voll krass (wie Darol sagen würde)!


„Das Fenster ist keine Lösung!“, rief Neroli Darol durch den Tumult hindurch zu.


 „Hast du vielleicht eine bessere Idee?“, stöhnte er gereizt.


„Vielleicht!“ Neroli kniff die Augenbrauen zusammen und versuchte, trotz der verheerenden Lage einen klaren Gedanken zu fassen.


Ja, so könnte es funktionieren. Einen Versuch war es wert.


„Aber du musst hier die Stellung halten!“, fügte sie hinzu.


 


Darol nickte stumm. Und schon war Neroli, die unter ihrer Schürze in Deckung gegangen war, aus der Tür gehuscht.


 


 


ES GIBT 4 BÄNDE DER NEROLI-SERIE:


Teil 1: verliebt, verhext, verunsichert


Teil 2: verliebt, verhext, verzaubert


Teil 3: verliebt, verhext, verdammt noch mal


Teil4: verliebt, verhext, verdammt glücklich


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