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Belletristik
Buch Leseprobe Verborgene Wahrheit, Sabine Reihart
Sabine Reihart

Verborgene Wahrheit



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„Du weißt doch noch, dass ich vor ein paar Wochen in Deutschland war?“ Hanna nickte und er setzte fort. „Ein Bekannter, den ich über das Fliegen kennengelernt habe, kontaktierte mich und erzählte mir über einen Freund, der im IT-Bereich in einer kleinen Firma beschäftigt ist. Diese Firma vermarktet eine Serie von Anti-Age Produkten, dazu gehören auch Leberschutzkapseln und Gesichtscremen. Allerdings verläuft der Verkauf nicht über Geschäfte, sondern über das Internet. Die Werbung funktioniert auch über den Postweg. Du kennst ja das Procedere. Man bestellt sich etwas von einer Versandfirma und beim Erhalt des gewünschten Paketes ist noch ein weiteres Werbematerial zugepackt worden. Dazu gibt es dann noch diese Geschenke. So macht das auch diese Firma. Jedenfalls betreut dieser Freund ihre Homepage und ist auch verantwortlich für die eingehenden Mails, beziehungsweise leitet er sie weiter. Dabei ist ihm in letzter Zeit aufgefallen, dass sich die Beschwerden über jene Präparate, die eingenommen werden, häuften. Weiters beobachtete er einige Gemeinsamkeiten dieser Beschwerden. So klagten die Konsumenten beginnend von Übelkeit, Erbrechen, Durchfall bis hin zu allergischen Reaktionen. Irritiert hat ihm schließlich, dass es von Seiten seiner Firma keine Stellungnahme gab. Also versuchte er auf eigene Faust dem nachzugehen und so kam ich ins Spiel. Er bat einige Personen im Freundeskreis die Präparate zu bestellen und nach der Zustellung bekam ich sie dann ausgehändigt, nahm sie nach Wien mit und gab sie meinem Bekannten weiter.“ „Doktor Koch.“ „Das ist richtig. Ich war mir natürlich anfangs nicht sicher, ob er vielleicht den Hang zum Übertreiben hat oder ob wirklich etwas dahinter sein könnte.“ „Das verstehe ich. Immerhin sind die aufgezählten Beschwerden nichts Besonderes.“ „Du selbst hast mir schließlich bestätigt, was alles hinter einem Nahrungsergänzungsmittel stecken könnte und ich folgte meinem Gefühl.“ „Das Kraut der Unsterblichkeit.“ „Ja, genau.“ „Aber warum über dich und Wien? Es gibt doch in Deutschland ebenfalls zahlreiche Labors, die ihre Dienste anbieten“, wendete Hanna ein. „Ja sicher. Nur, es geht ja hier auch um Diskretion und Verlässlichkeit und Doktor Koch kenne ich persönlich und ich vertraue ihm. Es kann immerhin sein, dass sich alles als Unsinn herausstellt.“ Das verstand sie.


 


„Nun, es wird Zeit. Wollen wir gehen?“



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