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Leseproben online - Schmökern in Büchern

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Und manchmal kommen wir doch wieder


von Anne Schreyer

belletristik
ISBN13-Nummer:
9783864402098
Ausstattung:
227 Hartcover
Preis:
16.20 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Persimplex Verlag
Kontakt zum Autor oder Verlag:
Anne.Schreyer3@gmail.com
Leseprobe

Draußen brüllte Medico Viscardi vor Schmerz und Angelina,mit unbeweglichem Gesicht,machte weiter Umschläge.Auf der Piazza des Ortes rief jemand zum Sammeln und im wegreiten der Soldateska vernahm man ein anhaltendes irres Lachen,welches einem eisige Schauer über den Rücken jagte."Wir werden sie schon noch aufscheuchen,den Ketzer und seine grünäugige Hexenschlampe,hahaha!!!" Das wahnsinnige Lachen durchdrang alles.Die Kinder schrien vor Schreck und die Alten bekreuzigten  sich angstvoll.Die letzte Presswehe setzte ein...Angelina erstarrte einen Moment lang zu Eis,als sie das irre Gelächter vernahm.Vor ihrem geistigen Auge sah sie wieder den brennenden Scheiterhaufen und sie verspürte einen aufsteigenden Angstschrei,während Piero hilflos die Fäuste ballte und mit den Zähnen knirschte.Die junge Frau hob das Neugeborene,nabelte es ab und wusch es.Gaspare kam durch den Geheimgang und gab Entwarnung,während sie der Mutter in den Arm legte.Zanabotti vernahm nur noch ein gehauchtes"Piero hilf mir" dann schlug sie bewusstlos auf dem Steinboden auf. Domenico,Sylvia und Piero lösten sich bei der Wache an Angelinas Bett ab,ebenso wie sich bei ihr Hitze und Kälte ablösten.Sie reagierte auf nichts und reagierte auf niemanden.Der Medico war der Meinung,sie würde noch einmal die brutale Vergewaltigung erleben,ausgelöst durch das irre Lachen.Mit weit aufgerissenen Augen,die wirkten,als hätte sie in die Hölle geblickt,lag sie schmal und kalkweiß in den Kissen.Ab und zu richtete die junge Frau sich auf und schrie angstvoll nach ihrer Mutter und nach Piero.Sie beruhigte sich erst,wenn dieser sie in die Arme nahm und fest an sich presste.Meist verviel sie dann in einen unruhigen Schlaf,aus dem sie immer wieder aufschreckte.Keine Medizin sprach an und im Dorf,in jedem Haus,in jeder Stube,konnte man Gebete um das Leben und die Genesung der jungen Frau und Freundin hören.

Klappentext

Ende?Anfang?Was im 17.Jahrhundert so tragisch endete,fand dreihundert Jahre später eine Fortsetzung. Am Tag vor Himmelfahrt 1991 begegneten sich in Coburg ein Mann und eine Frau.Er sagte:"Namen sind wie Rauch im Wind...Gib du mir einen,wie würdest du mich nennen?"    "Piero,Piero di Cavalcante,und du mich?"   "Angelina."   Beide träumten sie intensiv vom Italien des 17.Jahrhunderts.Anne,die Zeit ihres Lebens nie in Italien gewesen war,beschrieb ihren späteren Mann Straßenzüge,Städte und Landschaften und auch jene Osteria,in der sich ein Gemälde der Hinrichtung befinden soll.Auch der Steinblock befindet sich noch immer dort und wo der Scheiterhaufen loderte,sah Anne im Traum einen kleinen Brunnen.Das Kirchlein ist in ihren Träumen abgebrannt und nicht wieder errichtet worden. Nun mag sich der Leser sagen,na so eine Spinnerei!Aber die im Buch beschriebenen Fakten entsprechen der Wahrheit und auch der Historiker ist existent.Nur der Name ist,so wie alle Namen,bis auf Peter und Anne,verändert.2006 begann Anne mit dem Gedanken zu spielen,alles aufzuschreiben.Die Träume ließen nach und sie vergaß es wieder.In der Nacht nach dem Tod ihres,über alles geliebten Mannes,kamen die Träume wieder,machtvoll und so intensiv wie nie zuvor,Nacht für Nacht. Erst als sie begann,Seite um Seite niederzuschreiben,ließen sie nach und mit der letzten Seite waren sie verschwunden...und kamen nie wieder.     Nun entscheiden Sie:Ende?Oder vielleicht doch ein neuer Anfang?Ein tröstlicher Gedanke,der den Abschied und das Loslassen leichter macht. An dem Tag,da Anne die letzte Seite schrieb,fand sie in einer kleinen Regionalzeitung folgenden,doch sehr passenden Spruch,vom großen Michelangelo:  Ich bin nicht tot,ich tausche nur die Räume.Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.