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Belletristik
Buch Leseprobe Traumwelten, Karsten Eckert
Karsten Eckert

Traumwelten



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 »Endlich Feierabend« schrie es vor Freude in Julia, als sie die Tür der kleinen Damenboutique zuschloss.


Es war kurz nach zwanzig Uhr und langsam kehrte Ruhe in der Innenstadt und der großen Einkaufsstraße ein. Es gab aber einen noch viel wichtigeren Grund, warum Julia sich so überaus auf ihren Feierabend freute. Zwei Wochen Urlaub.


 


»Hey Julchen! Wie lange willst du eigentlich noch hier bleiben? Du hast Urlaub!«


Als Julia sich umdrehte, sah sie direkt in die Augen von Johanna.


»Das sollte keine Erinnerung sein, sondern eine Aufforderung.«


»Aber die Kassenabrechnung muss doch noch gemacht werden.«


»Unsinn, das schaffen wir auch schon noch alleine«


 


Johanna Laurenter hieß diese überaus charmante Frau, sie war die Chefin von Julia. Ihr gehörte auch die kleine Boutique. Julia arbeitete hier als Verkäuferin bei »Modern Lady«abgekürzt ML, was auch deutlich auf der Neonreklame über der Eingangstür zu sehen war.


Modern Lady war keine riesige Boutique, aber ausreichend, um für die anderen Ketten eine ernstzunehmende Konkurrenz darzustellen.


Hier fand man alles, was es anderswo auch gab, und eine Spur mehr. Mit Julia arbeiteten bei Modern Lady auch noch Martina und Nadine, ihre beiden Kolleginnen.


Ach ja, und Johanna, die Chefin.


 


»Seid ihr auch sicher, dass ihr keine Hilfe mehr braucht?«, fragte Julia ihre Kolleginnen.


»Vollkommen sicher«, antwortete Nadine, die bereits anfing, die Abrechnung zu erstellen.


»Fährst du eigentlich weg, Julchen?«, fragte Martina sie.


»Nein, nur Urlaub auf Balkonien. Mal schauen, ich wollte noch ins Kino gehen, schwimmen und so was.«


»Ist doch auch gut, entspanne dich mal. Hast es dir auch redlich verdient.«


Dabei lächelte Martina sie so freundlich an wie immer. Als sie sich umdrehte, hatte Johanna auch schon die Tür wieder aufgeschlossen und machte eine einladende Geste mit der rechten Hand.


»Einen schönen Urlaub, Frau Sanderkamp.«


»Hab das Gefühl, ihr wollt mich loswerden«, antwortete Julia mit einem beschämten Lächeln.


 


Das Lächeln blieb auch noch, als sie in den Laden verließ. Einen letzten flüchtigen Blick über ihre Schulter werfend sah Julia, wie die drei Kolleginnen in die Abrechnung vertieft waren. »Das war schon ein verrückter Haufen«, dachte Julia laut. Es machte wirklich Spaß, in dieser Boutique zu arbeiten, sie waren eine richtige kleine Familie geworden. Seit drei Jahren arbeitete Julia bereits für Johanna, die in der Zeit schon zu ihrer zweiten Mutter geworden war. Hier war sie für alle nur das Julchen. Kein Wunder, sie war auch die Jüngste von allen Angestellten. Eine 24-Jährige zwischen zwei Mittdreißigern und einer Endvierzigerin, was keinen sonderlich zu stören schien.


Und Julia ganz besonders nicht, denn mit ihren so genannten Gleichaltrigen kam sie überhaupt nicht klar. Die waren ihr einfach zu kindisch, sie fühlte sich reifer als die Meisten. Jedoch als Erwachsene sah sie sich auch nicht gerade, irgendetwas dazwischen. Julia war nicht gerade das, was man als eine besonders auffällige Person bezeichnen könnte. Im Gegenteil, eher sehr ruhig und ein wenig schüchtern. Sie war eine unscheinbare und zierliche junge Frau, was durch die modische Kleidung nicht vertuscht werden konnte.


 




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