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Belletristik
Buch Leseprobe Studentenjob : Begleitdame, Claire Donovan
Claire Donovan

Studentenjob : Begleitdame


Eine Amerikanische Romanze

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Kapitel 1 - ANRUF ZU SPÄTER STUNDE - Mace


 


 


DAS GESCHÄFT LÄUFT SUPER. So super, dass dieses Jahr zum lukrativsten meines Lebens werden wird. Ich tue Dinge, an die die meisten noch nicht einmal im Traum denken würden. Letztes Jahr haben die mir mehr als fünf Millionen Dollar eingebracht. Wenn die Leute wüssten, womit ich mein Geld verdiene, würden sie mich sicher alle für Abschaum halten. Aber egal, denn, ganz einfach ausgedrückt, ich verwirkliche Fantasien.


Ich arrangiere bestimmte Dinge für Leute.


Ich bringe die, die nichts haben, mit denen zusammen, die was haben und jeder wird glücklich dabei. Jeder bekommt, was er will. Ich bin vielleicht kein Milliardär, wie mein Scheiß Stiefvater einer war, dafür ist das Geld, das ich verdiene viel, viel sauberer.


Jetzt sitze ich hier so ganz alleine an einem Freitagabend, kümmere mich ums Geschäft und vereinbare Termine. Um ganz ehrlich zu sein, so ganz allein bin ich dann doch nicht. Mein Mädchen für alle Fälle, Morgan, ist auch hier, oder besser, irgendwo in diesem Labyrinth von Bürokomplex, der mir gehört. Morgan ist sechsundzwanzig, zwei Jahre älter als ich. Und ja, wir waren mal ein Paar, aber jetzt arbeiten wir nur noch zusammen.


Morgan ist eigentlich mehr eine Geschäftspartnerin, als eine Angestellte. In Wahrheit erledigt sie die meiste Arbeit. Das muss ich ihr zugestehen. Und das bedeutet sehr viel, da ich nicht oft Komplimente verteile. Bei Morgan dreht sich immer alles ums Geschäft, zu jeder Zeit. Sie findet die Kunden und unsere Mädels. Eigentlich war das Ganze ihre Idee. Vor ungefähr drei Jahren kam sie mit dem genialen Plan zu mir, einen hochwertigen Online-Begleitservice zu gründen. Sie hatte alles detailliert geplant und auch die richtigen Kontakte. Nur das Startkapital fehlte ihr. Ich hatte das Geld, also ist es mein Business. Sollte ich jedoch irgendwann mal die Firma verlassen, werde ich alles auf sie übertragen. Sie managt das alles ganz toll und hat es sich verdient. Versteh das aber nicht falsch, ich bin der verdammte Boss hier.


Ich nehme mein Business sehr ernst und sitze fast jeden Freitag- und Samstagabend in meinem Büro. Das ist unsere geschäftigste Zeit. Ich kümmere mich um Probleme und sorge einfach dafür, dass die Dinge rund laufen. Ich mag keine langweiligen Unterbrechungen. Wenn ich nebenan mein Handy klingeln höre, denke ich immer sofort: „Wer zum Teufel ist das denn?“. Ich gebe meine Privatnummer nur sehr selten heraus. Wahrscheinlich ist es nur einer meiner Freunde aus der Werkstatt, der mit mir durch die Clubs ziehen will. Dabei hänge ich eigentlich gar nicht mehr so gerne in Clubs ab. Da spielt sich immer viel zu viel Drama ab.


Wenn ich das Verlangen spüre, eine Frau abzuschleppen, dann fahre ich meistens nach New York oder Philadelphia, um dort eine zu finden. Ich bin nicht auf der Suche nach etwas Festem. Hier möchte ich mit keinem Mädel flirten oder sogar versuchen, sie kennenzulernen. In meinem Geschäft habe ich ständig mit diesen Discotussen zu tun. Ich habe keinen Bock drauf, auch noch meine freie Zeit mit ihnen zu verbringen. Da gibt es nichts, was ich wissen müsste. Die meisten wiederholen sowieso nur die gleichen fünf Dinge, wie ein Papagei. Ich bin sehr wählerisch, mit wem ich meine Zeit verbringe. Ich mag Frauen, die intelligent, schön und sexy sind und, die wie ich, keine feste Bindung wollen.


Ich habe keine Zeit für eine Beziehung. Nachts geht es hier ziemlich hektisch zu. Wie jetzt gerade auch. Ich komme noch nicht einmal dazu, auf mein Handy zu schauen, um sicher zu gehen, das es nichts Wichtiges war, da schon wieder jemand an der Tür klingelt.


Über meine Überwachungskameras kann ich eines von unseren Mädels erkennen, die rein will. Ich schaue ganz genau hin, ob sich auch niemand anderes in ihrem Umkreis aufhält und drücke den Türöffner. Unsere Mädels reden nie über Geld mit ihren Kunden. Sich um Geld zu streiten, wäre der sicherste Weg, aufzufliegen und sich eine Menge Ärger einzuhandeln. Morgan kümmert sich um die Buchhaltung. Ich klinke mich nur ein, wenn es Probleme gibt.


Ich beobachte das Mädchen weiter über die Überwachungskameras und sehe, wie sie den Gang entlang direkt auf mein Büro zukommt, anstatt nach links abzubiegen, zu Morgans. “Morgan!” rufe ich laut. Was soll der Scheiß? Warum geht sie nicht zu Morgan? Vielleicht hatte sie Ärger mit einem Kunden?


„Was gibt’s?“, frage ich, als sie hereingeplatzt kommt. Sie ist brünett mit welligem Haar und trägt ein enges, rotes Kleid und passende Schuhe dazu. Natürlich kann ich nicht anders, als ihre Figur zu begutachten. Ihre Brust scheint kurz davor, aus ihrem Oberteil springen zu wollen. Aber mit unseren Mädels lasse ich mich nicht ein. Ich bin wahrlich kein Engel, ich hatte es mal probiert aber es funktioniert einfach nicht.


„Ich wollte nur mal kurz vorbeischauen und unserem Chef ‘Hallo’ sagen. Ist das dein schwarzer Audi vor der Tür, Mace?“


„Ja klar“, antworte ich und frage mich, wo dieses Gespräch wohl hinführen wird.


„Wow, der ist umwerfend. Ich wette, darin fährt man echt komfortabel. Ich hätte nichts gegen eine Spritztour, irgendwann mal.“


Na toll. Anscheinend ist es auch mein Job, die Mädchen zu unterhalten, wenn ihnen langweilig ist. Sinnloses Geplauder zählt nicht gerade zu meinen Stärken. Nicht einmal annähernd. Gedanklich höre ich Morgans Stimme, die mich ermahnt, nett zu bleiben. Schließlich arbeitet dieses Mädel für uns und bringt wahrscheinlich auch ordentlich Geld rein. Ihre Andeutungen sind eindeutig. Sie will mit mir ausgehen und erwartet sicher, dass ich sage : ‘Klar, aber lass uns erst bei mir zu Hause vorbeischauen’, und dann setzen wir für den Rest des Wochenendes keinen Fuß mehr vor die Tür.


”Vielleicht ein anderes Mal,” sage ich stattdessen.


„OK, dann ein anderes Mal“, sagt sie und zieht eine Miene. „Ich störe dich an einem Freitagabend wirklich nur ungern, aber Morgan hat gesagt, dass du uns bezahlst, wann immer wir Geld brauchen. Nicht dass ich es wirklich brauche, aber du weißt schon, Wochenende und so.“


„Ja, klar, Wochenende“, sage ich. „Morgan ist auch hier, irgendwo. Ich werde sie für dich finden.“


Ich würde ihr ja selbst ihr Geld geben, habe aber nur ein paar Hunderter in meiner Brieftasche. Das ist für diese Mädels Kleingeld. Fürs Geschäft ist es nicht gut, wenn sie mich mit nur wenig Bargeld in der Tasche sehen. Ich bin mir sicher, was auch immer ich bei mir habe, wird für so ein Mädel nicht ausreichen. Sie sieht aus wie ein Star.


Ich gehe den Flur entlang, um Morgan zu finden. Ich würde zu gerne wissen, warum sie mir nicht antwortet, wo ich doch laut und deutlich nach ihr rufe. Wir brauchen mindestens zwei von diesen dämlichen Gegensprechanlagen, damit wir uns nicht mehr ständig über den Flur anschreien müssen. „Morgan! Da ist ein Mädel, das bezahlt werden will!“


Dieser Scheiß passiert mir aber auch ständig. Viele der Mädchen, die wir einstellen, wollen mit mir ausgehen. Selbst wenn ich mir einen Sack oder so über den Kopf stülpen würde, würde das vermutlich auch nichts ändern. Bei meinem Glück steht dieses Mädel sogar auf Bad Boys, die gern Säcke über ihrem Kopf tragen. Klar, sie hat einen tollen Körper und weiß mit Sicherheit auch, wie sie den am Besten einsetzt. Wir hätten sie ja nicht eingestellt, wenn dem nicht so wäre. Es würde mich nicht umbringen, ein Wochenende mit ihr zu verbringen, aber ein Boss muss ein wenig Abstand von seinen Angestellten halten. Während wir den Flur entlang gehen, ergreift sie auf einmal meinen Arm. Und endlich erinnere ich mich auch an ihren Namen – Jackie. Ich weiß echt nicht, warum Jackie sich so an mich ranmacht. Ich hatte sie nicht mal umarmt, als sie zur Tür hereinkam. Ihre Hände gleiten zu meiner Jeans hinunter und ihre Finger schlängeln sich durch meine Gürtelschlaufen.


„Wann hast du Schluss?“, fragt sie, während sie an meinen Schlaufen herumspielt. „Du kommst doch hier mal raus, oder? Ich meine, du bist doch hier nicht die ganze Zeit eingesperrt, oder?“


„Heute Nacht habe ich echt viel zu tun“, erinnere ich sie. „Wie schon gesagt, vielleicht ein anderes Mal.“


„Das sagst du nur, um nett zu sein“, erwidert sie.


Ja, da hat sie vielleicht Recht. Ich bin sogar ziemlich stolz darauf, wie nett ich zu ihr bin. Manchmal artet das in richtiger Arbeit aus. In ihrem zweiten Büro finde ich Morgan endlich, die am Computer sitzt und Kopfhörer drin hat. Ich wedle meine Hand vor ihrem Gesicht herum. Sie zieht die Stöpsel aus ihren Ohren und dreht sich um, um uns zu begrüßen.


„Kann ich euch helfen?“ sagt sie mit einem breiten Lächeln. Morgan hat richtig dickes schwarzes Haar und eisblaue Augen. Sie ist eine französisch-karibische Sexbombe, die mit ihren langen Beinen ein Supermodel sein könnte. Sie sind mindestens einen Meter lang. Egal, was sie trägt, sie sieht immer umwerfend aus.


„Jackie will bezahlt werden“, teile ich ihr mit, während ich meine Hand in Jackies Kreuz lege und sie sanft nach vorn schubse. Jackie sieht enttäuscht aus, doch Morgan muntert sie schnell wieder auf, als sie die Geldkassette voll Bargeld hervorholt. Ich winke kurz gute Nacht und verlasse den Raum, um nach meinem Handy zu schauen.


Geld macht eine Abfuhr immer leichter. Wenn Jackie jedoch wüsste, was für ein Arschloch ich eigentlich bin, würde sie sich nicht so sehr für mich interessieren. Dann kommt mir plötzlich ein Gedanke. Was, wenn Jackie und Morgan heute Abend ausgehen und sich betrinken und nackig machen und... Ich sollte auf jeden Fall dabei sein. Ich werde in ein paar Minuten nochmal nach ihnen schauen. Endlich finde ich mein Handy und höre die Nachrichten auf meiner Mailbox ab.


Mist, meine Stiefschwester, Alyssa, hat mir eine hinterlassen. Sie scheint ein Problem mit ihrem Auto zu haben und steht auf dem Seitenstreifen irgendwo am I-95 Highway. Da sie mich anruft, muss sie ziemlich tief in der Scheiße stecken. Wenn sie mich nicht gerade nervt oder ihren Dickkopf zur Schau stellt, ist es eigentlich ganz angenehm mit ihr aber seit der Beerdigung unserer Eltern haben wir kaum noch Kontakt. Wir haben uns nicht viel zu sagen, nicht bis sie sich endlich dazu entscheidet, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.


Ich schaue wieder bei Morgans Büro vorbei, um ihr zu sagen, dass ich mich wegmache. Zwischen den beiden läuft nichts aber Jackie hat ihre Arme verschränkt und schmollt, als ob mich das überzeugen würde, sie mitzunehmen. Sie nimmt es mir echt übel, als ich einfach lächle und zum Abschied kurz winke. Aber sie scheint endlich zu begreifen, dass ich sie abblitzen lasse.


 



 


 


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