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Belletristik
Buch Leseprobe SpielZeugHaus, Marion Kannen
Marion Kannen

SpielZeugHaus


Gedichte-Prosa

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ALTBLECHBLÄSER


Ein Klingen fest und feierlich, klar und voll: Trompeten, Posaunen hören wir, um den Block geht es, die nächste Häuserecke, bei blauem Himmel, Wolken jagen feuchte Luft, noch ein paar Straßen weiter, ab und zu flackert die Sonne auf und da sind sie: die Bläsergruppe spielt Weihnachtslieder im Park neben dem Altersheim.


Bis auf einen alle noch im Stehen. Die erste Trompete, kein junger Mann: Macht hoch die Tür! Daneben, das Englischhorn mit Hosenträgern, Bauch und Brille: Die Tor mach weit! Unter lila Kaffeewärmermütze, weiblich, winzig, weichgeschrumpelt, ihnen gegenüber: die zweite Trompete. Eine dritte sitzt neben ihr auf der Bank, in Mantel, Mütze, Schal, mit klapprigen Knien. Es kommt der Herr der Herrlichkeit! Hinter ihnen steht die Verstärkung. Zwei junge Männer, 2x Posaune: Tochter Zion, freue dich!


Mit Rollatoren kommen gefahren, Männer, Frauen, und in Rollstühlen werden sie geschoben,andere schleichen vorsichtig den Stock gestützt heran und stehen gerührt: O Tannenbaum! Kräftig und weich, kein falscher Ton, der Applaus gedämpft in Wollhandschuhen mischt sich ins fleckige Dezemberlicht.


In kleinen Schritten, sanft und hühnchenknochendünn kommt die Dame mit der lila Mütze zur Begrüßung auf den ebenso vogelknöchelchenzarten Herrn im Rollstuhl zu. Nacheinander sind alle Musiker bei ihm und halten seine Hand. Sie sagen etwas. ...Wohl ihm zu Ehren findet dies Konzert hier gerade statt, wohl hat er mit ihnen gespielt, war er ihr Dirigent...


Ich zupfe deinen Mantelarm, komm, lass uns weitergehen. Und dann spielen sie wieder:


Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren!


 


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