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Belletristik
Buch Leseprobe Schlösser, Bernd Schubert
Bernd Schubert

Schlösser


224 Seiten von Gemälden, Schlössern und

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Meine Tätigkeit am Schalter hätte verbessert werden müssen und der Umgang mit den Leuten forciert werden müssen. Das war den Vorständen aber nicht so wichtig, da sie im Hinterkopf hatten, mich bei der Fusion, die etwas in einem Jahr vollzogen werden musste, mich sowieso zur Großbank abzuschieben.


Im Kundenservice verkaufte ich, ich hatte noch nie eine Union-Investment-Schulung, Aktienfonds. Ich verkaufte so viel Fonds, wie kein anderer in der Bank. Der Vorstand fragte mich dann erfreut einmal, wie ich eigentlich die Investmentpapiere so gut verkaufen konnte. Ich erwiderte ihm: Ich habe den Kunden überzeugt. Nun kam es aber zu einer Talfahrt im Aktiensektor. Etwa ein Jahr nach dem Aufschwung bei den Aktien zur Jahrtausendwende vielen alle Aktien in den Keller. Die Aktien waren bei weitem nicht mehr so viel wert, wie zu dem Zeitpunkt, an dem sie gekauft wurden. Also kam es dazu, dass eines Tages ein Kunde, der bei mir am Schalter den Uni-Global Aktienfond gekauft hatte, sein Geld zurück haben wollte. Der Vorstand und der Kunde machten einen Versicherungsfall aus der Sache. Ich musste hierbei unterschreiben, dass ich falsch beraten hatte. Erst jetzt kam die bankinterne Investment-Schulung, die vom leitenden Schalterangestellten durchgeführt wurde. Diese Aktien und Fonds-Schulung brachte nicht viel, da sie ein Union-Investment-Experte hätte abhalten sollen, wie es in der ersten Bank, bei der ich beschäftigt war, der Fall war, und nicht von jemandem, der weniger Fonds verkaufte als ich. Ich war Neuling in dem Gebiet. Es tauchten dann noch einige Kunden am Bankschalter auf, die vor der Investment-Schulung noch Aktienfonds bei mir gekauft hatten und die sich nicht fortlaufend um den Kurs des Aktienfonds kümmerten und weiter informierten. Sie standen gebeugt am Bankschalter, ihre Lefzen waren unten. Durch diese Kunden, ihre Unzufriedenheit drang bis zur Chefetage durch, verlor ich Ansehen in der Bank. Am Ende musste ich bei der Fusion mit einer Großbank in der Zahlungsverkehrsabteilung weiterarbeiten, was ich aufgrund meiner Erfahrung und aufgrund der Dauer, in der ich schon im Kundenservice beschäftigt war, es waren 4 ½ Jahre, nicht packte. Andere Bankmitarbeiter wurden ebenfalls von ihrer besseren Abteilung herausgenommen und hatten in der großen Zahlungsverkehrsabteilung zu arbeiten. Ich unterhielt mich mit einer der degradierten Bankmitarbeiterin und sie erklärte mir, dass sie sowieso kündigen werde und sich von einer anderen Bank anstellen lassen werde, weil sie mit ihrem Arbeitgeber nicht mehr zufrieden war. Diese Bankangestellte war schon viele Jahre bei der Großbank beschäftigt bevor sie versetzt wurde. Weitere vier Bankangestellte der Bank in der ich bis zur Fusion tätig war, kündigten schon vor einige Zeit vor der bevorstehenden Fusion ihr Arbeitsverhältnis. Sie sagten noch zu mir, dass sie mit denen, also mit der Führungsriege der neu hinzukommenden Bank nicht zu tun haben wollen. Ich als einziger wurde von dem Kreditinstitut, das noch zwei weitere Filialen hatte, in die Zahlungsverkehrsabteilung zwangsversetzt. Ich machte den Vorgesetzten zwar klar, dass es mir in der Filiale, in der ich arbeitete, gut gefiel und dass ich lieber am Schalter arbeiten möchte, aber das kümmerte die neuen Vorgesetzten nicht. Meine Schaltertätigkeit war nun beendet. Zu allem Übel erkrankte ich in der Zahlungsverkehrsabteilung, aber nicht nur weil ich degradiert den ganzen Tag Überweisungen in den PC tippte. Auch war es fast nicht zu ertragen, dass alle Mitarbeiter dort unzufrieden waren. Es wurde auch so gut wie nichts miteinander geredet.



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