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> Belletristik > Schattenwesen Teil 3
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Belletristik
Buch Leseprobe Schattenwesen Teil 3, S,Silver
S,Silver

Schattenwesen Teil 3



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keno ging allein durch den finsteren Wald. Die Bäume standen so dicht am Wegesrand, dass er sie ohne die Arme auszustrecken mit den Händen berühren konnte. Die Schatten der Bäume tanzten in der Finsternis. Es war still. So still, dass er nicht mal seinen eigenen Atem hören konnte. Kein Geräusch war zu hören. Eine Träne rann über seinen Wangen hinab. Akeno setzte sich auf einen Baumstumpf und seufzte. Warum? Warum gerade er? Warum musste so etwas ausgerechnet ihm passieren? So ein verdammter Toyota Fahrer. Dieser Mistkerl, Akeno ballte die Hände zu Fäusten und nahm den Flachmann aus der Jackentasche, seine Hände zitterten. Der Brandy brannte in seiner Kehle, aber nachdem er einen Schluck genommen hatte, ließ das Zittern ein wenig nach. Ihm fröstelte, etwas streifte seinen Unterarm, Akeno erschrak und erhob sich. Sein Herz begann unwillkürlich schneller zu schlagen. Was war das? Gedankenverloren rieb er sich die Stelle, an welcher er berührt worden war. Er schob den Gedanken beiseite wahrscheinlich, war es nur ein Strauch oder der Ast einer Scheinzypresse gewesen. Eine weitere Träne lief seine Wange hinab. Er wischte sie mit dem Handrücken fort. Bilder seiner Frau Asuka tauchten vor seinem inneren Auge auf. Er konnte sich noch gut an den Tag erinnern, an dem er Asuka kennen gelernt hatte. Damals war sie noch Studentin an der Universität in Tokyo gewesen. Sie hatte Informatik studiert und kannte sich mit Computern bestens aus, während er selbst gerade einmal wusste, wie man den PC an- und ausschaltete. Er war kein Technikfreak. Das Glück schien geradezu perfekt zu sein, als zwei Jahre nachdem er seine Frau geheiratet hatte, ihre Tochter Ayumi auf die Welt kam. Akeno war bei der Geburt dabei gewesen und hatte selbst die Nabelschnur durchtrennt. Er hatte seine Tochter gewaschen, danach war die Haut seiner Tochter ganz rosa und weich. Bei ihrer Geburt war Ayumi gerade mal 60 Zentimeter groß gewesen. Seine Tochter brachte am Tag als sie das Licht der Welt erblickte 2000 gr auf die Waage. Sie hatte bei der Geburt geschrien, aber sie war gesund zur Welt gekommen. Dann zwei Jahre später schlug das Schicksal zu. So ein gottverdammter Toyota Fahrer hatte ihm auf der Autobahn die Vorfahrt genommen, und das bei regennasser Fahrbahn und Tempo 100. Akeno war noch auf die Bremse getreten, aber das Auto war ins Schleudern geraten. Er hatte noch versucht, das Lenkrad herumzureißen, aber es war zu spät. Es kam zu Aquaplaning und dann war das Auto durch die Leitplanken auf die rechte Fahrbahn geraten, wo es von einem LKW erfasst worden war. Es schepperte, der LKW hatte ihr Fahrzeug noch 100 Meter weitergeschleift, ehe er zum Stehen kam. Seine Frau und seine Tochter waren auf der Stelle tot. Doch er selbst hatte nicht mal den kleinsten Kratzer abbekommen. Das war ungerecht, das war alles so ungerecht gewesen. Der LKW Fahrer war kreidebleich aus dem Führerhaus getreten. Er stand unter Schock. Er nahm Akeno, der aus seinem Wagen kletterte kaum wahr. Das alles war ein halbes Jahr her. Er war seitdem nicht mehr auf der Arbeit erschienen. Er hatte seinen Job verloren und jetzt drohte ihm auch der Verlust seiner Wohnung. Wo sollte er bleiben? Sollte er wie ein verkommener Penner auf der Straße leben? Akeno nahm einen weiteren Schluck aus dem Flachmann. Plötzlich glaubte er, hinter sich ein Geräusch zu hören. Was war das? Das bildest du dir ein? In diesem Wald gab es keinen Schall. Akeno stolperte vorwärts, dann vernahm er Stimmen.
„Warum hast du uns sterben lassen? Du bist schuld, an unserem Tod, warum hast du nicht aufgepasst? , vernahm er die Stimme seiner Frau.

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