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Belletristik
Buch Leseprobe Schattenwesen , S,Silver
S,Silver

Schattenwesen


Teil . 1

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Claus und Jochen lebten auf dem Land. Ihre Eltern besaßen einen großen Bauernhof, mit Hühnern, Kühen und Schweinen. Außerdem besaßen sie Korn und Maisfelder, es gab immer etwas zu tun. Häufig standen Claus und Jochen gemeinsam mit ihren Eltern um vier Uhr morgens auf, um die Arbeit auf dem Hof zu erledigen. Sie misteten die Ställe aus, halfen beim Melken der Kühe und beim Füttern. Claus fand das Leben auf dem Land spannend und aufregend. Er konnte im Heu schlafen oder bei Hühnern. Er konnte mit ihnen kuscheln und sie streicheln. Er konnte sogar Traktor fahren, auch wenn er noch keinen Führerschein besaß. Sein Vater ließ ihn häufig allein aufs Feld fahren, um das Mais oder Roggenfeld abzuernten. Man konnte sogar Tiere in freier Wildbahn beobachten. Sie sahen Füchse, Wildhasen, manchmal sogar Wildschweine im angrenzenden Wald. Dafür mussten sie zwar leise und geduldig sein, aber das war die Sache wert. Wer von den Stadtkindern konnte schon behaupten, dass sie mal ein Wildschwein oder einen Fuchs in freier Wildbahn beobachtet hatten? In der Stadt war das Leben hektisch und von der Natur sah man dort so gut wie gar nichts. Jochen war selbst mit seinen Eltern schon oft genug in der Stadt gewesen und fand sie schrecklich. Dort hetzten Mütter ihre Kinder durch die Fußgängerzone und keiner achtete auf den anderen, besonders schlimm fand Jochen es, dass Menschen in der Fußgängerzone auf dem Boden saßen und bettelten. Diese Menschen taten Jochen leid. Noch schlimmer jedoch fand er die Jugendlichen, welche die Obdachlosen wie ein Stück Dreck behandelten und ihnen ihre letzten Almosen wegnahmen. Sein Bruder Jochen war da anders, er war etwas pummelig und er hasste das Leben auf dem Land. Er sagte immer, wenn er mal groß ist, wollte er in die Stadt ziehen. Dort gab es Discos und richtig geile Weiber, Jochen hielt das für das coolste Ding überhaupt. Dabei gab es bei ihnen auf dem Land auch Feste, es gab zum Beispiel das Oktoberfest. Bis vor drei Jahren wurde zu Ostern auch ein riesiges Osterfeuer angezündet, dann wurde gegrillt, es gab Kartoffel und Taccosalat mit Stangenbrot, dazu selbstgemachte Knoblauch und Chili Sauce. Zu Weihnachten und Silvester veranstalteten sie immer ein großes gemeinschaftliches Glühwein- und Grog trinken mit der Familie und Nachbarn. Für die Kinder gab es dann Kinderglühwein und Kinderpunsch, das Zeug schmeckte richtig geil und Claus fühlte sich dann immer wie ein Erwachsener. Wenn Claus erwachsen war, würde er den Hof seiner Eltern übernehmen und ihn in ihrem Interesse weiterführen. Am Liebsten würde er nur von der Landwirtschaft leben, aber das konnte keiner. Es sei denn, man gehörte einem großen Landschaftsverband oder einer großen Molkerei an. Sein Vater arbeitete halbtags bei einer Molkerei rund fünf Kilometer von ihrem Wohnort entfernt und seine Mutter strickte Schals und Pullover für Freunde und Bekannte, die sie für ein paar Euro verkaufte. Wenn sie ihren Eltern bei der Arbeit in den Ställen oder auf dem Feld halfen, bekamen sie auch ein paar Euro dafür. Sie erhielten kein Taschengeld, sondern mussten sich jeden Euro hart erarbeiten. Aber das störte sie nicht, so konnten sie wenigstens sagen, sie hätten für ihr Geld gearbeitet und das war nicht bei all ihren Klassenkameraden der Fall. Viele ihrer Mitschüler lebten nur auf Kosten der Eltern. Außerdem kannten sie noch Geschichten. Sie besaßen keine Spielekonsole oder ein Tablet wie dieses ganze neumodische Zeug hieß, dafür hatten sie eh keine Zeit, aber sie besaßen Bücher, sie hatten Tiere, für die sie Verantwortung übernahmen und sie konnten Traktor fahren. Welches Stadtkind konnte das schon? Am schönsten aber war es, wenn sie im Sommer draußen auf dem Feld ihres Vaters mit ein paar Freunden zelten durften. 


 


An einem Sommerabend im August, Claus und Jochen zelteten zusammen mit Martin auf dem Feld. Sie hatten ein Lagerfeuer angezündet, grillten Würstchen über offenem Feuer und erzählten sich Gruselgeschichten. 


 


″Wisst ihr..″, begann Jochen und machte eine Pause.


 


Claus und Martin starrten ihren Freund mit großen Augen an. Jochen konnte unglaubliche gute Geschichten erzählen. Fast so gut wie ihr Großvater.


″Was?″, fragte Martin und sah seinen Freund an, den Ausdruck der Spannung im Gesicht,


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