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> Belletristik > Schatten im Silsersee
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Belletristik
Buch Leseprobe Schatten im Silsersee, Christine Neumeyer
Christine Neumeyer

Schatten im Silsersee


Der Giovanni Segantini Krimi.

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Savognin, März 1894


Während des Aufstiegs war die Kälte kaum spürbar. Erst im Schatten des Gipfels verriet die Sonne ihr trügerisches Spiel. Eisig blies der Wind von den Bergrücken über die Ebene. Es war das Besondere an dem Licht, das ihn in die Höhe trieb.


Giovanni Segantini zog den Holzrahmen mit der Leinwand, das Malerbrett und die Pinsel aus dem schmalen Holzkoffer und betrachtete prüfend die Umgebung. Hinter den Bergrücken warf die Morgensonne goldenes Licht in den Himmel. Ein einzelner Baum hob sich knorrig vom bläulich schimmernden Schnee ab.


Mit Vergnügen verfolgte er, wie Barbara Uffer versuchte, eine gefällige Pose einzunehmen. Sein Blick glitt über ihre Hüften, die langen Beine, das zurückgebundene helle Haar. Langsam formte sich ein Bild vor seinem inneren Auge.


″Baba, hättest du etwas dagegen, dich freizumachen?″


   ″Freimachen, Signore?″ Ihre Augen weiteten sich.


 ″Als würde dich der Dottore Bernhard mit dem Stethoskop abhören. Stell dir vor, ich wäre dein Arzt.″


   ″Aber es ist kalt, Signore.″


″Nur für ein paar Minuten. Ich bitt dich recht schön.″


Zögernd glitten ihre langen Finger über Brust und Bauch. Sie schämt sich, dachte er, wie dumm von mir zu glauben, sie würde mein Ansinnen richtig zu deuten verstehen.


″Wenn ich male, bin ich ohne Interesse für deinen Körper, Baba. Einzig das Motiv sehe ich vor mir.″


Wie konnte er es am besten erklären? Er war Künstler. Sie eine Magd.


Und als er schon abwinken und sein Vorhaben zurücknehmen wollte, da schien Baba zu begreifen.


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