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> Belletristik > Sag mir, was ich tun soll
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Buch Leseprobe Sag mir, was ich tun soll, Dora P. Sperling
Dora P. Sperling

Sag mir, was ich tun soll



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Ich fühle mich auch zu dir hingezogen! Darf ich dich wieder in die Arme nehmen? Verdammt! Ich mag dich! Nimm mich in deine Arme und küss mich! Ich mag dich auch. Es ist wunderschön, dich wieder in den Armen zu halten und zu küssen! ❤


Na, du kleiner Charmeur, nicht nur reagieren, sondern auch agieren! So geht ihr Geplänkel hin und her. Petra stellt fest, dass Freds Interesse offenbar in die sexuelle Richtung tendiert, fühlt sich aber durchaus gewappnet, ihn in die Schranken zu weisen.
Schließlich ist sie inzwischen eine abgeklärte, erfahrene Frau, die in ihrer Ehe glücklich ist und auch sexuelle Erfüllung findet.
Trotzdem kann sie nicht verhindern, dass beim Einschlafen ihre Gedanken zum Chat und dann weiter in ihre Jugend wandern. Auf jeden Fall widmet sie Fred zu viel Aufmerksamkeit und Zeit. In den nächsten Tagen hat sie keinen Kontakt zu Fred und vermisst das. Dafür liest sie eines Abends auf ihrem Handy folgenden Spruch: Es schmerzt, wenn du einen Menschen in deinem Herzen hast, aber nicht in deinen Armen.
Petra liest den Text einmal, zweimal, dreimal. Sie spürt, wie ihr Herz seinen Rhythmus erhöht, der Pulsschlag in den Handgelenken deutlich sichtbar wird. Ob Fred doch wieder etwas für sie empfindet? Sie merkt, dass der Kontakt mit ihm in ihrem Inneren ein Echo gefunden hat. Aber das kann nicht sein! Das darf nicht sein! Sie will dieses Mal diejenige sein, die die Spielregeln festlegt, die Fred an der Angel hat. In ihrem Herzen hat ihre Familie oberste Priorität. Alles andere ist nur Oberflächlichkeit, sind leere Worthülsen ohne tiefere Bedeutung, versucht sie sich zu suggerieren.
Petra merkt nicht, dass Fred in ihren Gedanken immer mehr Platz einnimmt. Schon morgens geht ihr erster Griff zum Handy. Hat sich Fred inzwischen gemeldet? Ist er überhaupt schon aufgestanden? Im Laufe des Tages checkt sie seinen Account fünf, zehn, zwanzig Mal und wirft abends beim Löschen des Lichtes einen allerletzten Blick darauf. Klar, dass sie ihn auch nachts oft mit in ihre Träume nimmt. Unbewusst beginnt Petra, ihrem Mann und seinen Zärtlichkeiten auszuweichen, schützt Kopfschmerzen oder Unwohlsein vor, ist unausgeglichen.. Sie ist nicht mehr die liebevolle und anschmiegsame Ehefrau.
Petra glaubt noch immer, Herrin der Situation zu sein. Als sie sich Tage später für den Spruch bedanken will, reagiert Fred nur kurz.
Habe heute keine Zeit. Bin mit meinem Enkelsohn auf dem Fußballplatz.
Erneut einige Tage Sendepause. Petra wird ungeduldig.
Hast du morgen endlich Zeit für mich? Übermorgen! Dann chatten Fred und Petra geschlagene zwei Stunden miteinander.
Es werden viele Umarmungen und Küsse hin und her geschickt. Beide tauschen Ereignisse aus dem Leben aus, das sie inzwischen geführt haben, und kommen so einander wieder näher. Sie merken, dass sie wieder auf einer „Wellenlänge“ schwimmen. Plötzlich signalisiert Fred: Ich muss Schluss machen. Madame meckert schon einige Zeit herum, was ich die ganze Zeit hier mache. Sie will immer alles ganz genau wissen.
„Madame“, diese Bezeichnung für seine Frau ist Petra noch von früher geläufig. Will er damit eine Distanz zwischen ihnen andeuten? Petra überhört es geflissentlich. Auf jeden Fall klingt „Madame“ nicht liebevoll.
Ich möchte nicht, dass du Ärger bekommst! Wollen wir den Kontakt lieber wieder abbrechen? Nein! Den Kontakt nicht abbrechen! Aber wenn du mir über WhatsApp schreibst, schick bitte keine Emojis (Herzen, Küsse …). Madame kann immer den Anfang lesen.
Du musst dein Handy sichern, es von Anfang an verschlüsseln, sodass man gar nicht erst bis zu WhatsApp kommt.
Eine liebe Umarmung für dich und Kuss.
Petra findet Gefallen an ihren Chats. Gibt sogar zu, dass sie ihren Alltag würzen, ihn spannender machen. Ihr wird mit keinem Gedanken bewusst, dass sie auf dem besten Weg ist, sich erneut in Fred zu verlieben. Die traurigen Augen ihres Mannes übersieht sie geflissentlich.
Den nächsten Kontakt eröffnet Fred mit dem Spruch: Loslassen, wo wir festhalten möchten.
Weitergehen, wo wir stehenbleiben möchten.
Das sind die schwierigsten Aufgaben, vor die uns das Leben stellt.
Irritiert liest sie den Text mehrmals. Was will ihr Fred damit sagen? „Weitergehen, wo wir stehen bleiben möchten!“ Urplötzlich ist sie sich sicher, dass Fred sie damals doch erkannt hatte, als sie sich zufällig beim Studienabschluss ihrer Kinder in der Humboldt-Uni trafen. Offenbar hatte die Gegenwart seiner Familie ihn zu diesem Verhalten veranlasst; hat er die schwierige Aufgabe des Weitergehens damals bereits praktiziert. Aber weshalb schickt er ihr jetzt diesen Spruch? Petra beschließt, ihn beim nächsten Chat danach zu fragen.
Aber Fred lässt sich Zeit. Als er sich nicht meldet, ergreift Petra die Initiative. Der Chat beginnt ganz normal mit dem üblichen Austausch von Zärtlichkeiten auf virtueller Ebene.
Bevor Petra ihr Problem an den Mann bringen kann, liest sie bei Fred:


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