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> Belletristik > Rotkäppchens Lied der Wölfe
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Belletristik
Buch Leseprobe Rotkäppchens Lied der Wölfe, Odine Raven
Odine Raven

Rotkäppchens Lied der Wölfe



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Beunruhigt versuchte Kustaa, im Wald zu beiden Seiten Hinweise auf die Raubtiere zu entdecken, die durch unablässiges Heulen ihre Anwesenheit verrieten, sich jedoch geschickt im Unterholz verbargen. Wie viele mochten es sein? Es schienen immer mehr zu werden!


″Wir sollten weitergehen″, erkannte er den Ernst der Lage. Bald saßen sie wieder auf den Rücken ihrer Pferde und trotteten bange durch den Wald. Sie kamen an eine Biegung, an der die Sicht durch zugeschneite Felsbrocken versperrt war. Kaum waren sie daran vorbei, scheuten die Tiere!


″Hoh!″ Da sahen sie ihn! Vor ihnen auf dem Weg stand ein alter Wolf und blickte den Reitern unerschrocken entgegen!


″Ha!″, zückten die Männer ihre Waffen, doch der Wolf knurrte nur.


″Was ist das? Was hat er? Ist er tollwütig?″, riefen sie verwirrt. Der Wolf bellte! Drehte sich um, lief einige Schritte von ihnen fort, machte kehrt, bellte erneut und stellte sich auf die Hinterbeine, um mit den Vorderpfoten in der Luft herumzuschlagen.


″Er will uns was sagen ...″, bemerkte Kustaa ungläubig und beobachtete das Raubtier, das nun winselnd den Kopf in den Schnee legte und im nächsten Moment jaulend und bellend aufsprang, als wolle es sie zum Mitkommen auffordern.


″Ihm nach!″


Als der Wolf bemerkte, dass sie ihn verstanden hatten, setzte er sich vor sie und wies ihnen trabend den Weg, sich immer wieder nach ihnen umschauend, ob sie ihm auch tatsächlich folgten! Und von den Seiten stießen weitere Wölfe zu ihnen, immer mehr, flankierten die Reiter und trabten mit ihnen den Weg entlang, offensichtlich ohne sie angreifen zu wollen!


So etwas hatten Kustaa und seine Gefährten noch nie erlebt! Sie waren von über einhundert Wölfen umzingelt, die den Männern keinen anderen Ausweg ließen, als dem Vordersten von ihnen zu folgen, und mochten das Bild einer ungewöhnlichen Jagdgesellschaft abgeben!


Es dämmerte bereits, als der Wald sich zu lichten begann. Der Weg wurde breiter und öffnete sich alsbald gänzlich zu einer vom Menschen besiedelten Kulturlandschaft, die nur vereinzelt mit kleinen Baumgruppen bestückt war. In weiter Ferne lag ein Dorf, und rechts daneben erhob sich das imposante Schloss der Königin! Eine Handvoll Wölfe kam ihnen entgegengehetzt und begrüßte den Anführer des Wolfsheeres mit Schnüffeln und Jaulen. Bald reckten sie alle ihre Mäuler in den Himmel und heulten den aufgehenden Mond an! Die versammelten Rudel taten es ihnen nach, und ihr Lied wurde vom eisigen Wind weit hinaus in die Welt getragen.



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