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> Belletristik > Roman um Familie und Schwiegermütter
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Belletristik
Buch Leseprobe Roman um Familie und Schwiegermütter, Renate Hornik
Renate Hornik

Roman um Familie und Schwiegermütter



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Kapitel II. Große Engel und kleine Bengel

„Ich habe heute Nacht einen Engel gesehen." Dominik stand direkt vor mir und blickte mich aus seinen großen Augen ernst an.

Verblüfft stellte ich den schweren Wäschekorb ab, den ich eben die Treppe hochgeschleppt hatte. Wow, dachte ich mir, haben sie uns also endlich besucht, die bis dato sagenhaften Lichtgestalten, von denen ich den Kindern schon so viel erzählt hatte und die wir in allen möglichen Situationen unseres täglichen Lebens um Schutz, Hilfe und Beistand baten.

Ich stieg über den Wäschekorb, kauerte mich vor Dominik hin und nahm ihn in die Arme.

„Erzähl!", forderte ich Dominik auf.

„Also", meinte der kleine Kerl, „zuerst bin ich ja erschrocken. Auf einmal war da so was Großes, Helles neben meinem Bett. Da hab ich erstmal Angst gekriegt."

„Und dann?", fragte ich gespannt.

„Dann hab ich gemerkt, dass es ein Engel ist. Er war ganz riesig."

„Hat er denn mit dir geredet?"

„Nein, er hat mich nur angeschaut, und es war ganz schön."

Ich drückte Dominik an mich.

„Das ist ja toll. Stell dir vor, der Engel ist extra nur zu dir gekommen!"

„Ja, und jetzt möchte ich weiterspielen." Dominik löste sich aus meinen Armen, nachdem er mir noch einen feuchten Kuss auf meine Wange gedrückt hatte, und ging zielstrebig in sein Zimmer.

Perplex blieb ich auf dem Boden knien.

Unglaublich! Die Engel ließen sich sehen.

Und das, nachdem ich nun schon so lange die Anwesenheit der Engel um mich, meine Familie und unser Haus herum gespürt hatte.

Mit den Kindern las ich oft in dem Buch „Der Engelratgeber" von Diana Cooper*). Gemeinsam betrachteten wir die tollen Bilder und ließen uns in Sachen Engel weiter inspirieren.

Die Engel hatten mir offenbar bereits in allen möglichen Lebenslagen geholfen, und wir hatten uns schon lange angewöhnt, ganz spezielle Engel in den verschiedensten Situationen um Hilfe zu bitten.

Wir wussten, dass wir unsere Bitten an die Engel möglichst exakt mit entsprechenden Zeit- und Ortangaben formulieren mussten, denn je genauer unsere Vorgaben sind, desto besser können die Engel auf unsere Wünsche eingehen. Sie sind auf exakte Angaben deswegen angewiesen, da sie außerhalb von Raum und Zeit existieren.

Zum Beispiel war der Parkplatz-Engel bereits ein sehr wichtiger Engel für uns, durch dessen Organisationstalent wir ausschließlich in 1A-Lagen parkten. Unsere gehfaulen Kinder kamen mir meistens zuvor und tönten unisono, wenn wir in die Stadt fuhren: „Bitte lieber Parkplatz-Engel, organisiere uns um halb vier einen schönen, großen Parkplatz genau vor dem Spielzeuggeschäft, auf dem Renate vorwärts einparken kann." So musste sich wenigstens diesmal der Rückwärts-Einpark-Engel nicht mit uns beschäftigen.

Und mein Lebensgefährte hatte eine sehr gute Beziehung zu den Auftragsengeln und führte die Umsatzsteigerungen seiner Firma nicht zuletzt darauf zurück.

Bezüglich der Schul-Engel befürchtete ich allerdings, dass sie wegen Sophie und Dominik ihre Aufgaben nicht innerhalb ihrer gesetzlichen Arbeitszeit schafften.

Und ich richtete ständig die verschiedensten Bitten an die Computer-Engel, Ich-AG-Engel, Koch-Engel, Anzieh-Engel, Auto-Engel, Schreib-Engel, Erziehungsengel, Aufräum-Engel, Putz-Engel, Finde-Engel und noch viele andere mehr.

Zu meinem Schutzengel hatte ich schon seit längerer Zeit eine besondere Beziehung, denn ich wusste, dass ich mich in brenzligen Situationen auf ihn verlassen konnte.

Langsam erhob ich mich wieder vom Boden und nahm meinen Wäschekorb abermals auf.

Während ich nachdenklich die Wäsche in die Schränke der einzelnen Familienmitglieder stapelte, wurde mir bewusst, wie sehr sich mein Leben in den letzten drei Jahren verändert hatte.

Fortsetzung Einleitung

Die Liebe siegt jedoch gegenüber dem Zweifel, und Renate lässt sich tapfer auf eine Beziehung mit Matthias ein. Das Ganze gestaltet sich zunächst mehr als turbulent, doch Renate lässt sich nicht unterkriegen. Mit einer gehörigen Portion Optimismus, originellen Einfällen und diverser Unterstützung meistert sie die Herausforderung.

Schließlich wird aus der bekennenden Karrierefrau sogar eine Ganztags-Hausfrau und Vollzeit-Stiefmutter, was wiederum völlig neue Anforderungen an Renate stellt. Dann erhält sie auch noch überraschend einen umwälzenden Befehl aus einer ganz anderen Richtung, der ihr Glück vollkommen macht.

„Honigschlecken" beschreibt in heiterer, leicht lesbarer Form die Wandlung einer schwermütigen Karrierefrau zur lebensfrohen Stiefmutter.

In die Geschichte sind neben praktischen Anregungen spirituelle Gedanken und Erlebnisse integriert, die auch gerne für eigene Zwecke verwendet werden können - und zwar sowohl von Stiefmüttern als auch vom Rest dieser Welt ...


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