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Belletristik
Buch Leseprobe Parwana, Nebiye Uhlemayr
Nebiye Uhlemayr

Parwana


Je dunkler die Nacht...

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So fängt es an: :-)

Ich heiße Nebiye und kam in Istanbul zur Welt.... 




So gehts weiter:

Das Regenland


...Ansonsten fühlte ich mich wohl in der Schule. Ein deutscher Junge aus meiner Klasse hatte mich am ersten Tag mit „Merhaba" begrüßt, was ich sehr freundlich fand. Ein anderer Junge warf mir sogar hin und wieder mal einen verlegenen Blick zu. Ich spürte, dass er mich mochte. Als ich aber erfuhr, dass er Eric heißt, war ich ganz schön enttäuscht. „Eric" heißt Pflaume auf Türkisch. Welche Türkin wollte schon eine Pflaume als Freund. „Pflaume, mein Schatz!" Das hörte sich aber gar nicht romantisch an. Außerdem durfte ich, egal ob Ali oder Eric, eh keinen Freund haben...
...Wir hatten viele alleinstehende, ältere Nachbarinnen. Da meine Eltern sich ihre Namen nie merken konnten, hieß es entweder „die Frau mit dem schwarzen" oder „braunen Hund", weil viele ältere Frauen einen Hund hatten. Die ohne Hund beschrieben sie nach ihrem Aussehen, wie zum Beispiel „die Frau mit dem Damenbart" oder „mit den violetten oder grünen Haaren". Später in der Friseurlehre lernte ich, warum viele ältere Frauen violettes oder grünes Haar hatten. Es lag daran, dass sie entweder einen aschblonden oder silberfarbenen Haarfestiger benutzten. Fast alle älteren Nachbarn waren sehr nette Menschen. Sie hatten während des zweiten Weltkrieg ihre Männer verloren. Und sie wussten mehr als genug, wohin der Rassismus führen kann. So, wie meine Eltern sich die Namen der deutschen Nachbarn nicht merkten, konnten diese leider auch die türkischen Namen nicht richtig aussprechen. Eine Nachbarin nannte mich sogar immer „Nivea". Natürlich ohne Absicht. Dachte ich jedenfalls. Deshalb fand ich es eher lustig. Ich war aber froh, dass nicht alle mich so nannten...





   
Aus dem Kapitel:


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