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Belletristik
Buch Leseprobe Nicht mein Märchen, E.M.Tippetts
E.M.Tippetts

Nicht mein Märchen



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Auf dem Parkplatz der Sandia-Bergbahn standen nur ein paar Autos als ich meinen Wagen dort abstellte. Ich stieg aus, ich trug ein langärmeliges T-Shirt, Jeans und Turnschuhe, dazu noch eine dickere Jacke über meinem Arm. Am Fuße des Berges war es bereits kühl, also war es dort oben wahrscheinlich eisig kalt. Der Himmel war bedeckt und schien schwach orange, die Sonne war aber noch nicht ganz aufgegangen. Die Luft war so windstill, dass es sich fast so anfühlte, als wäre man drinnen, wenn der Duft von Pinien und Salbei nicht gewesen wäre.


Ein blauer Prius hielt neben meinem Wagen an und Jason sprang heraus, er hatte Jeans und ein T-Shirt an, dazu einen Pulli um den Nacken gebunden. „Hey“, begrüßte er mich.


„Hey.“


„Jawoll! Keine Fans, keine Fotografen, ich fühl mich fast normal.“ Er machte sich direkt in Richtung Bergbahn-Station auf.


Ich musste joggen, um mit ihm mitzuhalten.


„Sorry“, entschuldigte er sich. „Ich weiß es ist dumm, aber im Freien fühle ich mich immer allen so ausgesetzt.“


„Ist schon in Ordnung.“ Die Station war noch dunkel und ich fragte mich, ob die Türen vielleicht auch noch verschlossen waren, aber nein, die erste öffnete sich als Jason die Klinke runter drückte. Wir huschten hinein und gingen am Souvenirshop vorbei und die Treppen hoch, die zu den Bahnen führten. Es war ein bisschen komisch, hier herum zu latschen während alles noch dunkel war.


Im Einstiegsbereich hielt sich eine kleine Gruppe Menschen auf, die meisten von ihnen trugen eine Art von Arbeitsuniform, entweder für die Bergbahn-Gesellschaft, das Restaurant oder den Parkservice. Jason winkte einem von ihnen zu, der zurück winkte und rief: „Wir fahren in zehn Minuten los.“ Die Bergbahn stand bereits im Dock, sie sah aus wie ein geschlossener Skilift und einige Leute benutzten sie auch als solchen, um ins Sandia-Skigebiet oder auf die andere Seite des Berges zu fahren.


„Cool!“, sagte Jason. Mir fiel auf, dass er einigen Abstand zu der Gruppe hielt, in dem schwachen Licht schien keiner zu erkennen, wer er war.


Er drehte sich zu mir. „Also, wie geht’s dir? Was macht die Uni?“


„An der Uni ist alles ok. Wie geht‘s dir?“


„Ich hab noch weiteres Presse-Zeugs für Danger Fields gemacht. Neulich abends war ich bei Letterman.“


„Oh, den guck ich leider nicht.“


„Hast auch nichts verpasst. Ich hab mir eine Geschichte ausgedacht, wie schwer es ist, eine Waffe abzufeuern ohne zusammenzuzucken. Ist dir mal aufgefallen wie das bei manchen Schauspielern aussieht? Die sind in irgendeinem großen Actionfilm oder so, feuern eine Knarre ab und zucken zusammen?“


Ich schüttelte den Kopf. „Actionfilme sind nicht so mein Ding.“


„Sieht auf jeden Fall ziemlich dumm aus. Ich dachte mir, wenn ich schon oberkörperfrei rumlaufe und so tue als hätte ich Plan von Kriegsstrategie und wie es ist, in Militärbarracken zu leben, dann sollte ich wenigstens in der Lage sein, mein falsches Gewehr mit den Platzpatronen und den im Nachhinein zugefügten Soundeffekten ordentlich abzufeuern, weißt du? Sonst will ich das dem Publikum nicht zumuten.“


Die Türen der Bahn öffneten sich mit einem dumpfen, metallischen Geräusch und er wurde still. Ich sah zu, wie er sich eine Sonnenbrille und eine Baseball-Kappe aufsetzte. Sein ganzes Verhalten wechselte von selbstbewusst und aufgeschlossen zu ruhig und zurückhaltend. Er schlurfte mit den Füßen und blickte sich scheu um, während wir uns zu den anderen gesellten.


Nachdem wir mit allen zusammen eingestiegen waren, drehte er sich weg und blickte aus dem Fenster. Die Bahn hatte Fensterscheiben, die einmal komplett herum gingen, also hatten wir eine 360-Grad Aussicht.


Alle verrenkten sich die Hälse, um einen besseren Blick auf ihn zu bekommen. Ich konnte sehen, dass sie alle wussten, dass er kommen würde - sie versuchten höflich zu sein und ihn in Ruhe zu lassen aber sie wollten wenigstens einen kurzen Blick erhaschen. Es war, als würden sie ein exotisches Tier betrachten, das jeden Moment wieder im Dickicht verschwinden könnte. Die Kabine war groß genug, um die etwa 20 Leute zu beherbergen, die sich gerade in ihr befanden, ohne dass es eng wurde. Ich stellte mich zwischen Jason und den Rest und schaute ebenfalls aus dem Fenster, hinter uns schlossen sich die Türen wieder.


Die Motoren erwachten zum Leben, die Bahn fuhr abrupt an, schaukelte kurz und fuhr dann vom Dock weg. Sobald wir im Freien waren, bot sich uns eine spektakuläre Sicht. Während wir hochgezogen wurden, konnten wir die komplette Stadt Albuquerque überblicken, wie sie in der Wüstenebene vor uns lag. Die Straßenlaternen waren noch an und die Scheinwerfer der Autos bewegten sich die winzigen Straßen auf und ab. Eine kleine Anhäufung von Hochhäusern kennzeichnete die Innenstadt in der Ferne, die an dem Streifen Feuchtigkeit lag, der der Rio Grande war. Zu dieser Jahreszeit gab es nicht viel stehendes Gewässer, geschweige denn genug um zu fließen.


Wir fuhren immer höher und das gesamte Gefährt wurde durchgeschüttelt, als wir über die Rollen des ersten Turms fuhren, dann schwebten wir über ein flaches Gebirgstal. Ein Fußpfad verlief im Zick-Zack unter uns und irgendwas, ein Kojote oder ein Reh – ich konnte es aus der Ferne nicht erkennen – hüpfte davon und versteckte sich hinter einem Felsvorsprung. Das verzogene Wrack eines kleinen Flugzeugs lag verstreut zwischen einigen der Felsen.


Am zweiten Turm wandten sich alle, um aus dem Frontfenster zu sehen und plötzlich blickten wir über ein großes Tal hinweg. Die Bahn erschien kleiner und zerbrechlicher, jetzt wo der Boden unter uns scharf nach unten wegfiel. Der Fußpfad schmolz auf die Breite eines Bindfadens und ich entdeckte ein weiteres Flugzeugwrack, halb versteckt durch die gezackten Felsen.


Der Himmel vor uns war jetzt heller - Osten lag hinter den Sandia-Berggipfeln und die Sonne war zwar immer noch nicht dahinter hervorgekommen, aber lange konnte es nicht mehr dauern. Die Gondel schwankte leicht im Wind, während sie die Gondel, die gerade in die entgegengesetzte Richtung ins Tal fuhr, passierte. Alle Angestellten winkten zur Gondel rüber, obwohl sie leer war.


„Ist das die längste Bergbahn der Welt?“, fragte Jason. Seine Stimme war weich.


„Mmm-hmm, ich denk sie ist’s immer noch“, sagte ich.


„Ist schon Ewigkeiten her, dass ich hier mitgefahren bin.“


„Bei mir auch.“


Die Bahn beendete ihre Reise, wurde langsamer und glitt in ihr Dock in der Bergstation. Ich zog meine Jacke an und Jason streifte sich seinen Pullover über, bevor die Crew die Türen aufschob. Wie vermutet war die Luft, die hereinströmte, eisig kalt, wie im Winter.


„Hey“, sagte einer der Männer in Restaurant-Uniform. „Gebt uns zwanzig Minuten und wir servieren euch Frühstück, ok?“


„Das wär‘ super.“ Jason klopfte ihm auf den Arm.


Der Typ lächelte, als wäre ihm gerade eine besondere Segnung widerfahren.


„Oh, Frühstück?“, fragte ich.


„Ja, sorry, das hätte ich dir vorher sagen sollen – hast du schon gegessen?“


Ich schüttelte den Kopf. Ich hatte meinen Morgen-Kaffee gehabt und das hielt meinen Magen gewöhnlich für eine Zeitlang ruhig.


„Es gibt Früchte und Pfannkuchen und so“, sagte Jason. „Ist das ok für dich?“


„Sicher.“ Aber ich wusste, dass ich nicht sehr sicher klang. Alle anderen hatten uns von der schwankenden Bergbahn auf das stabile Deck vorausgehen lassen, jetzt strömten sie an uns vorbei zu ihren jeweiligen Jobs.


Jason und ich waren definitiv die einzigen Nicht-Angestellten, was bedeutete, dass wir im Prinzip alleine waren, alleine oben auf dem Gipfel des Sandia. Die Sonne ging hinter uns auf und färbte den Himmel in ein tiefes Wassermelonen-Pink. Er sah mich unsicher an.


„Ehm… okay“, sagte ich, „mal ne blöde Frage-“


„Ob das hier ein Date ist oder nicht?“


„Ich dachte du gehst mit Corey Cassidy aus.“


„Achso.“ Er schüttelte den Kopf. „Nein, die Szene im Whirlpool war rein professionell. Oh… sorry, wenn ich das so sage, klingt das irgendwie nach Prostitution.“


Ich lachte, was ihn zu entspannen schien.


„Hast du ‘nen Freund?“ fragte er.


„Nicht wirklich. Tut mir leid, ich bin wirklich ungeschickt in solchen Sachen.“ Das hier war wirklich keine Unterhaltung, die man haben sollte, während die Sonne aufging, die Vögel zwitscherten und die Stadt unter uns aufwachte. Die Straßenlichter erloschen in einer Welle vom einen Ende der Stadt zum anderen.


„Du? Ich bin nicht mal ansatzweise geschickt. Pass auf, es tut mir leid wenn das hier gerade peinlich ist. Wirklich. Aber das muss es nicht sein.“


„Freunde?“


„Ja, Freunde klingt gut.“


Ich nickte. „Tut mir leid, dass ich-“


„Nein, nein. Es ist immer viel weniger peinlich, wenn alles geklärt ist, weißt du? Aber ich friere ziemlich, ist’s ok wenn wir rein gehen?“ Er nickte in Richtung Restaurant.


Ich konnte mir nicht verkneifen ihn anzugrinsen. „Dir ist kalt? Du trägst ja nicht mal ein T-Shirt oder isst Eis.“


Er lachte. „Wenn ich zwischen den Szenen eine Jacke tragen würde, wäre mir nur noch kälter, wenn ich sie dann wieder ausziehen müsste. Meinst du, ich könnte dich davon überzeugen, dass ich ab und zu wirklich für meine Kunst leide?“


„Ja, ich hab die ganze Sache auf dem roten Teppich mitbekommen. Ich glaube dir.“


 Er lächelte, seine blauen Augen blitzten.


Wir gingen in das Gebäude im Holzrahmenbau-Stil hinein, welches ebenfalls rundum Fenster hatte. Es roch selbst drinnen noch nach Pinien und Bergluft. Ein Kellner führte uns zu unseren Plätzen auf der Ostseite, so dass wir den Sonnenaufgang sehen konnten. Der wolkige Himmel nahm den Blendeffekt des Sonnenlichts und machte es angenehmer hinzusehen.


Ich versuchte an etwas Normales zu denken, worüber man sich unterhalten könnte. „Also, was ist dein nächstes Projekt?“ Der Tisch an dem wir saßen, hatte ein einfaches, weißes Tischtuch, ansonsten nichts.


„Ich spiele einen Kriminellen, einen Mörder. Also guter, sauberer Familienspaß.“ Er strich sich mit den Fingern durch die Haare. „Der Dreh beginnt im Januar in Vancouver. Bis dahin hab ich nicht wirklich was zu tun. Nur Meetings und Interviews und so.“


„Wie heißt der Film?“


„Der hat noch keinen Namen. Der Arbeitstitel ist Killer, aber den werden sie nicht behalten. Das hoffe ich zumindest. Aber die Vorbereitung war interessant.“


„Sollte ich besser gar nicht erst nachfragen?“


Er lächelte. „Ich hab nur mit Polizisten und Analytikern geredet.“


„War das hilfreich?“


„Etwas. Du klingst nicht überzeugt.“


„Nun ja, Film-Bösewichte und echte Kriminelle haben ja nicht wirklich viel gemeinsam. Die Filme neigen ja dazu, sie wie Helden aussehen zu lassen.“ Das war eines von Matthews liebsten Ärgernissen, über das er sich gerne und oft aufregte.


„Jap, du klingst wie die Polizisten mit denen ich geredet habe.“ Er schenkte mir einen abschätzenden Blick. „Sie sagen Sachen wie, ‘einen echten Kriminelle würdest du dir nie für 2 Stunden ansehen wollen, nach 15 Minuten willst du sie nur noch einsperren und wegrennen‘.“


Genau, dachte ich. „Also hast du mit keinem Verbrecher geredet?“


„Ich kenn‘ ja keine.“


„Das ist ja eigentlich gut so, nicht?“


„Ja.“ Noch mehr von diesem amüsierten Glitzern in seinen blauen Augen. „Okay“, sagte er, „bist du dir sicher, dass du nicht mit in das neue Restaurant meiner Schwester kommen willst? Tia Anitas?“


„Oh…“


„Kennst du den Laden?“


„Das ist mein Lieblingsrestaurant.“


„Letzte Gelegenheit da zu essen während der alte Chefkoch noch da ist. Bist du sicher?“


„Das klingt echt toll, aber danke, nein.“


„Es wäre kein Date, damit das klar ist. Und meiner Familie würde ich das vorher ebenfalls verklickern.“


„Deine Familie ist mit Sicherheit sehr nett“, meinte ich, „aber die zu treffen, wäre mir angesichts meiner eigenen Familiensituation irgendwie unangenehm.“


„Naja, die Sache ist, dass meine Eltern sowieso schon wissen wer du bist. Aber die sind sehr taktvoll.“


Sie wussten wer ich bin?


„Uuuund, ich liebe meine Schwester und ihre Art zu kochen zwar, aber ihr Stil ist sehr eigenwillig. Sehr Avantgarde. Das Essen dort wird bestimmt immer noch gut sein, aber es wird definitiv anders werden. Also komm besser heute.“


„Wann übernimmt sie das Restaurant?“


„Montag. Wie gesagt, heute ist der letzte Abend mit dem alten Koch. Ach ja, und der Schuppen ist komplett ausgebucht. Alles vorreserviert, von der Öffnung bis zum Ladenschluss.“


 „Okay, okay, kein Grund mich zu quälen.“


 „Na, fange ich an dir auf die Nerven zu gehen? Stimmt doch, oder?“


„Du bist gemein.“


„Tut mir sowas von nicht leid. Komm mit uns, meine Familie ist cool. Steve ist zwar’n Depp, aber-“


„Ich fand ihn nett.“


„Na, wenn du ihn magst, wirst du den Rest lieben.“


„Deine Eltern kennen Dr. Winters und wissen über mich Bescheid?“


„Ja, ich weiß nicht wie sie das rausgefunden haben, aber als ich ihnen deinen Namen genannt habe, und dass du irgendwie mit Chris und Beth verwandt bist, haben sie sich angesehen und mein Dad meinte sowas wie, ‘Wir kennen den Rest der Geschichte dazu.‘“


Das war echt seltsam. Meine Mutter hatte nie viel Kontakt zu Dr. Winters sozialen Kreisen gehabt.


Jason schaute mit seinen blauen Augen fest in meine. „Es stört sie nicht, okay? Du bist nur eine unschuldige Dritte in dieser Geschichte und selbst wenn es nicht so wäre, würden sie nie was sagen.“


Ich klopfte mit meinen Fingern auf die Tischdecke. „Was wissen sie über Chris und seine jetzige Lage?“


„Ich weiß nicht, wie ist seine Lage?“


„Er hat angefangen, Drogen zu nehmen und sitzt im Moment im Gefängnis.“


„Ach, wirklich?“ Er sah überrascht aus, aber nicht beschämt oder ähnliches. „Nein, darüber haben sie nie was gesagt. Ich denke, sie haben den Kontakt zu den Winters verloren nachdem ich nach LA gezogen bin. Kurz danach haben sie aufgehört wegen ihrer Zähne zu Dr. Winters zu gehen und Jen und Steve hatten sowieso nie was mit Chris und Beth zu tun. Steves Frau und Beth gingen auf unterschiedliche High Schools. Ok, also mache ich hier gerade einen ausreichend guten Job, oder wie? Niemand wird sich dafür interessieren, dass dein Vater ein Betrüger und dein Halbruder ein Junkie ist. Niemand. Es interessiert nicht. Komm mit uns zum Essen.“


Ich stütze meine Ellbogen auf den Tisch und vergrub das Gesicht in meinen Händen.


„Chlo-e,“ sang er. „Du weißt selbst, dass du da hin willst. Es ist das Tia Anitas.“


„Du warst eh schon so nett zu mir-“


„Na und? Gibt es ein Limit wie nett man zwischen Freunden sein darf? Komm schon, es ist alles in Ordnung.“ 


„Aber du machst immer die netten Sachen-“


„Okay, also pass auf. So läuft das leider in meinem Leben. So gerne ich auch einfach losgehen würde und jederzeit mit wem auch immer rumhängen oder was auch immer machen würde, ich kann nicht. Ich muss immer vorausplanen und manchmal muss ich mir sogar Bodygards mitnehmen oder mich um sechs Uhr morgens treffen. Du hast schon etwas sehr Nettes getan, indem du so früh für mich aufgestanden bist. Hast du das schon mal so betrachtet?“


Ich musste leider zugeben, dass das ziemlich lässig vorgetragen war. Cleverer als ich es je gekonnt hätte.


„Also, kommst du heute Abend?“, fragte er nochmal.


„Ich…“


„Du hast gezögert! Sag einfach ja.“


„Naja…“


„Okay?“


Ich schloss die Augen. „Okay“, sagte ich.


„Super! Du kannst mir helfen mich gegen Kyra zu verteidigen.“


„Wer ist das?“


„Die Stieftochter meiner Schwester. Sie hasst mich.“


„Wie alt?“


„Sechzehn.“


„Es gibt ein sechzehnjähriges Mädchen das dich hasst? Wissen die Medien davon?“


Er fand das zum Totlachen. „Naja“, sagte er, nachdem er wieder Luft holen konnte, „sie kennt mich halt zu gut.“


Unser Frühstück wurde gebracht. Teller voller Weizenvollkorn-Pfannkuchen und Früchten. Ich war mir ziemlich sicher, dass das so nicht auf der Speisekarte des Restaurants zu finden war. Ich versuchte, mich nicht zu unbehaglich zu fühlen während Jason mir den Teller voll häufte, erste Klasse war halt irgendwie nicht mein Ding.




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