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> Belletristik > Nicht gesucht und doch begegnet
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Belletristik
Buch Leseprobe Nicht gesucht und doch begegnet, Andrea Korzuch
Andrea Korzuch

Nicht gesucht und doch begegnet



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In der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember 2002 ereilte Maike ein Traum, von dem sie Jan eigentlich berichten wollte, konnte ihn aber nicht mehr richtig zusammenlegen. Das Einzige, was sie behalten hatte, war, dass Jans Ehefrau und seine Kinder eine Rolle darin spielten. Diese Belanglosigkeit erzählte sie ihm daher auch nicht. Am gleichen Tag zur Mittagszeit schrieb ihr Jan, dass er ziemlich müde sei und sich jetzt ein wenig aufs Sofa legen würde. Ungefähr zwei Stunden vergingen, bis sie sich wieder an den Computer begaben, was dann kam, war die absolute Krönung, denn seine Sätze lauteten: »Stell Dir vor, ich bin richtig eingeschlafen und habe geträumt, es war ein Traum, in dem Dein Ehemann und Deine Kinder drin vorkamen, aber die Einzelheiten, die weiß ich jetzt nicht mehr.«

Wie benommen saß Maike nun vor dem Bildschirm, las den Satz mindestens zehnmal, um sich zu vergewissern, ob sie wieder träumte oder dies wirklich da stand. Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte, kam bei ihnen das Thema Musik noch einmal auf. Während des Gesprächs ergab sich, dass sie vor etlichen Jahren Konzerte der gleichen Sänger beziehungsweise Bands besucht hatten, des Weiteren trotz ihres knapp zehnjährigen Altersunterschieds in vielen Richtungen den Musikgeschmack teilten und immer bestimmte Lieblingslieder hörten, die mit bedeutsamen Dingen in Verbindung standen. Als sie sich über einen dieser Songs unterhielten, sagten beide plötzlich …

Jan: »Den Film fand ich doof, aber die Musik war super.«

Maike: »Den Film habe ich nicht gesehen, aber ich besitze die CD.«

Fast den ganzen Tag lang ging es nur um Musik. Unter anderem fielen auch die Namen einer Band und eines Sängers. Dadurch wurde Jan an eine Erfahrung in seiner Jugendzeit erinnert, und er verspürte das Bedürfnis, Maike davon zu berichten. Erst wusste sie gar nicht, warum in dem Moment wieder dieses merkwürdige Gefühl in ihr hochstieg, doch nach längerer Überlegung ging ihr durch den Kopf, die alten Kartons, in denen sie Allerlei aus früheren Zeiten aufbewahrte, einmal auszupacken. Vielleicht hätte sie das besser bleiben lassen sollen, denn ihr fielen zwei »Mini-CDs« in die Hände, die ein besonderes Geschenk von ihrem ersten Freund gewesen waren. Jede CD enthielt vier Lieder – bei zwei von ihnen handelte es sich genau um jene, von denen Jan zuvor gesprochen hatte.
Eine Weile danach füllte sich das Gefühlschaos erneut. Nach wie vor ließ sie die Musik nicht los, telefonierten daraufhin miteinander und wühlten währenddessen ihre CDs durch. Noch in der Unterhaltung vertieft spielte Jan ihr einen Song vor. Ihr fiel fast der Hörer aus der Hand, denn sie hatte zur gleichen Zeit in weit über fünfzig CDs gekramt und eine einzige aus der Kiste genommen, worauf der erste Song derjenige war, den Jan gerade abspielte. Damit sie auch ja nicht an Zufall glauben sollten, passierte es – noch während des gleichen Telefonats – erneut ...

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