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Belletristik
Buch Leseprobe Nebenwirkungen - glücklich auf Sylt, Lisa-Doreen Roth
Lisa-Doreen Roth

Nebenwirkungen - glücklich auf Sylt


Roman

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Es gibt Tage im Leben, die beginnen eigentlich völlig harmlos. Doch manchmal genügt ein einziger Moment, um das Leben aus den Angeln zu heben. Mona rechnete jedenfalls nicht mit irgendwelchen Veränderungen, als sie mit Doris an einem wunderschönen Samstagabend im Juni, unterwegs zu einer Tanzbar war. Wieso auch? Sie hatte ihr Leben jetzt fest im Griff.


Es gab zwar immer noch Ecken und Kanten, aber größtenteils zog es sich jetzt in geordneten, wenn auch nicht in den glücklichsten, Bahnen hin. Sie war der Meinung das Schlimmste hinter sich gelassen zu haben.


Doris saß am Steuer ihres roten BMW Cabrio. Das Radio spielte und sie unterhielten sich während der Fahrt durch die schöne hessische Landschaft angeregt über ihr Lieblingsthema „Männer".


»Pass auf, heute Abend hast du Glück! Bestimmt ist etwas Passendes für dich dabei.«


Mona munterte ihre beste Freundin und Kollegin auf. Beide waren Ende Vierzig und Verwaltungsangestellte beim Amtsgericht ihres Heimatortes.


Doris reagierte ziemlich skeptisch. 


»Da geh ich mal lieber nicht von aus. Wahrscheinlich lernst eher du einen kennen.«


»Quatsch! Ach nein, lass mal. Du weißt, ich habe eine magische Anziehungskraft für Extremfälle«, konterte Mona und beide lachten erst mal.


»Schade eigentlich, dass Silvia jetzt nicht hier ist«, bedauerte Doris.


»Mit ihr macht das Ausgehen immer riesigen Spaß.«


»Ja, schade und sie sieht gut aus«, erwiderte Mona.


»Sie ist Weltmeisterin im Flirten. Aber Silvia können wir die nächste Zeit wohl abschreiben. Jetzt erst recht, wo sie doch auf Sylt, ihrer Lieblingsinsel, erreicht hat, wovon sie immer träumte und schwärmte.


Sie hat mit dem Umbau und dem Einrichten der Boutique sicher voll und ganz zu tun.«


»Ja, das glaube ich auch. Apropos aussehen,


Du siehst doch mindestens genauso gut aus wie Silvia. Wenn man euch beide so betrachtet, könnte man meinen ihr wäret Schwestern«, meinte Doris.


»Na ja..., wer weiß«, lachte Mona.


Plötzlich griff  sie ins Lenkrad und riss es herum.


»Mensch Doris, pass doch auf!


Also mal ganz ehrlich..., dein Fahrstil ist heute aber nicht so besonders, der gefällt mir ganz und gar nicht.


Du fährst so... unkonzentriert.


Beinahe wären wir jetzt im Graben gelandet! Hast du denn den Schlepper nicht gesehen? Der kam doch direkt auf uns zu!«


Doris holte erst mal tief Luft und war nach kurzem Schreck ziemlich erleichtert.


»Schwein gehabt. Ein Glück, dass du aufgepasst hast Mona. Die Straße ist aber auch schmal und so stark befahren. Heimwärts fährst du dann lieber..., ja?«


 


In der Tanzbar war es dämmrig. Am Tresen herrschte Hochbetrieb, die Tanzfläche war bunt beleuchtet und super gut besucht. Auf den Tischen stand je ein rotes Windlicht. Die Musik war einfach klasse und die beiden Frauen fühlten sich sofort sehr wohl.


»Gut, dass wir hierhergefahren sind,« freute sich Doris.


»Ist ja ganz schön was los hier heute Abend«, wunderte sich Mona.


Mensch, das glaub ich ja jetzt nicht.


Das war ja wunderbar! Der Abend schien gerettet.


Mona folgte dem Blick ihrer Freundin und betrachtete den Eingang der Tanzbar in der sie nun seit fünf Minuten saßen. Genauer gesagt betrachtete sie einen der beiden Männer, die gerade das Lokal betraten. Und was sie dort sah, ließ ihr Herz höher schlagen.


Der sah ja nicht nur super sympathisch aus, nein, der war auch noch auf lässige Art super sexy. Genau der Typ Mann, auf den sie stand.


Na super..., das hatte mir gerade noch gefehlt!


Mona saß auf ihrem Beobachtungsposten und prägte sich sein Aussehen genau ein.


Gesicht und Arme waren sonnengebräunt, der Rest des Körpers bestimmt auch.


Sie stellte sich alles bildlich vor und auf ihrem Gesicht erschien ein Schmunzeln.


Der Typ war wie geschaffen für die Sünde.


Plötzlich stand dieser super Typ  vor ihr.


»Hallo«, sagte er total lässig. »Ich bin der Mike.


 neuer Abschnitt




Mike erschien frisch geduscht und rasiert in der Küche.


Mona huschte ein Lächeln übers Gesicht und lässt ihren Gedanken freien Lauf.


Der Mann sieht einfach toll aus.


Ich bin immer noch wahnsinnig verliebt in ihn. Wie am ersten Tag. Das wird auch immer so bleiben, glaube ich.


Stürmisch wollte sie ihn umarmen und küssen, aber er wich ihr aus.


Stattdessen fragte er: »Na Schatz, können wir noch mal gemeinsam frühstücken?«


»Ja gleich, der Kaffee läuft schon durch.«


Geschäftig lief sie hin und her.


Mike rief, »ich mach uns Rühreier mit Schinken.«


Mona antwortete aus der Diele.


»Für mich aber nur ganz wenig, ich habe keinen großen Hunger.«


Mike machte sich am Herd zu schaffen.


»Denk an die weite Fahrt, die du vor dir hast.«


Mona antwortete während sie noch ein paar Schuhe einpackte.


»Ach, wir werden schon nicht verhungern. An jeder Ecke gibt es doch was.«


Mike setzte sich an den Tisch. 


»Wie du willst, ich hab jedenfalls Hunger.«


Er aß mit gutem Appetit.


Mona setzte sich dazu und nahm sich einen Kaffee.


Das Frühstück verlief ziemlich schweigsam.


  Mike wagt noch einen letzten Versuch.


»Willst du nicht vielleicht doch hier bleiben? Das würde mich beruhigen. Auch wegen der Firma.«


Mona sah Mike zweifelnd an.


»Nein Mike, bitte gib dir keine Mühe. Ich fahre. Und mach dir keine Sorgen wegen der Firma. Ich habe Andy beauftragt, nach dem Rechten zu sehen. Außerdem... auf Günther ist doch Verlass. Er kann  was und er wird schon zurechtkommen.


Jetzt mach uns den Abschied nicht so schwer, ich wäre ja auch lieber mit dir zusammen.«


Mike nahm Mona in seine Arme und küsste sie sehr leidenschaftlich.


»Du wirst mir sehr fehlen. Ich liebe dich!«


Mona sah ihn prüfend an.


»Ja, ich liebe dich auch!«


Mike stöhnte kurz auf. 


»Mach Dir keine Sorgen, Schatz. Aber am liebsten würde ich jetzt mir dir hier bleiben.«


»Ja, dann tu`s doch! Worauf wartest du?«


Verführerisch sah sie ihn an.


»Jetzt mach dich nicht lächerlich.


Fahr schon und fahr bitte vorsichtig.


Tschüss, ich denke an dich. Wir telefonieren jeden Tag zusammen, ja?«


Wir werden uns eine Weile nicht sehen, aber was meinst du, wie wir uns aufeinander freuen werden. Ich freu mich jetzt schon.


Mike stöhnte und lachte.


»Also Schatz, erhole dich gut, vergiss mich nicht und lass dich von Doris nicht verleiten, irgendetwas Unüberlegtes zu tun.«


Mona schubste ihn zur  Haustür.


»Dummkopf! Jetzt hau endlich ab. Tschüss, bis in drei Wochen. Pass auf, dass du nicht kenterst.


Und keine Dummheiten machen!«


Mike murmelte vor sich hin. »Ja, Ja!«


Mona sah ihm nach und winkte, bis er nicht mehr zu sehen war mit seinem Porsche.


Sehnsüchtig seufzte sie.


Toller Mann, tolles Auto. Schön, wenn ich jetzt neben ihm sitzen würde. Aber jetzt gönn ich mir erst mal in aller Ruhe eine Zigarette und einen Kaffee. Ich hab ja noch zwei Stunden Zeit bis Doris kommt. Eigentlich könnte ich mir hier auch drei Wochen lang ein tolles Leben machen.


Tun, oder nichts tun, wie es mir in den Sinn kommt.


Ohne Verpflichtungen. Nur das, was ich will. Herrlicher Gedanke. Hier hätte ich es vielleicht viel schöner als im Hotel.


 »Sag mal meine Süße«, fing Doris während der Fahrt an,


»wie hat es denn Mike eigentlich aufgefasst, dass du ohne ihn verreist?«


»Ach hör mir auf.« Mona winkte ab.


»Der hätte am liebsten gehabt, dass ich zu Hause geblieben wäre. Fast hätte ich auch schlapp gemacht.  Als ich ihm sagte, ich würde auch gerne mit nach Holland kommen und Ischia sausen lassen, war er meiner Meinung nach, fast erschrocken.


So kam`s mir jedenfalls vor.«


Doris schüttelte skeptisch den Kopf.


»Wer weiß, was der wirklich vorhat. Vielleicht braucht er mal Abwechslung..., wie das so üblich ist.«


Mona sah zu Doris rüber, während sie aufs Gaspedal trat.


»Nein, das glaube ich eigentlich nicht. Ich muss zugeben, wir hatten wirklich große Schwierigkeiten.


Unsere Beziehung hatte so gut, wie überhaupt keine Basis mehr. Ach, was glaubst du denn. Es ist ja so viel passiert, seitdem wir zusammen sind, Mike und ich. Wenn man sich in unserem Alter erst kennenlernt, ist das ein echter Prozess den man durchmacht.


Angefangen hatte alles so schön und wir verlebten einen traumhaften Urlaub auf Mallorca. Damals habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass das alles so bliebe.



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