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Belletristik
Buch Leseprobe Nachtmahr , Katharina Feulner
Katharina Feulner

Nachtmahr


Alpträume und Monstrositäten

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Der Anfang der Reise.


Als die Seuche ausbrach und die Leute anfingen durchzudrehen, hatte es schon einige Male brenzlige Situationen gegeben. Sie erinnerte sich noch genau, dass es mit vagen Informationen in Fernsehen und Internet angefangen hatte. Zunächst war von Tollwut die Rede gewesen, dann von einem neuen Virus aus Asien, später stammte die Quelle angeblich „von irgendwo aus Südamerika“. Die Informationen waren immer weniger geworden, die tatsächlichen Auswirkungen umso drastischer. Auch in ihrem Land hatte man schnell die Folgen der Seuche, welcher Art sie auch immer war und welcher Quelle sie auch immer entstammte, bemerkt. Panikkäufe, Plünderungen und Einbrüche waren der eigentlichen Hysterie vorausgegangen. Und dann waren ganz plötzlich Infizierte in der Stadt gewesen und hatten angefangen, alles um sich herum zu beißen und anzustecken. Im Gegensatz zu den meisten anderen, die in Panik ihre Autos mit unsinnigen Sachen beluden und in ihrer wilden Hast, aus der Stadt zu gelangen, anfingen, die Straßen zu verstopfen, war sie jedoch in ihrer Wohnung geblieben. Wann immer sie es riskieren konnte, war sie nach draußen gegangen und hatte sich mit Vorräten, Medikamenten und, sofern sie leicht dazu kam, mit Waffen eingedeckt. Eine ihrer eisernen Regeln lautete: Nur so viel mitzunehmen, wie in einen Rucksack passte, und nur das, was leicht erreichbar war. Als sie besser ausgerüstet war, waren auch leicht erreichbare Vorräte aus den Läden verschwunden, ebenso wie nicht infizierte Menschen aus der Stadt. Stattdessen wurden die Straßen jetzt von fleischfressenden Untoten bevölkert, die sich auf alles stürzten, das nicht infiziert aussah. Da wusste sie, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, die Stadt zu verlassen, da die Blutschlürfer sich über kurz oder lang aus der Gegend entfernen würden, um woanders neue Nahrungsquellen zu suchen. Dem wollte sie zuvorkommen und möglichst viele Kilometer zwischen sich und sie bringen. Daher traf sie elementare, aber lebenswichtige Vorkehrungen, zu denen das Packen eines Reiserucksacks gehörte, in dem sie das Allernotwendigste verstaute: Etwas Wäsche zum Wechseln, Medikamente, Vorräte, Taschenlampen und Batterien, Kerzen, Streichhölzer und Feuerzeuge und natürlich Waffen, angefangen von Küchenmessern bis zu einer Machete, die sie noch von Campingausflügen in friedlichen Vorzombiezeiten besaß. Eine Schusswaffe hatte sie nicht, doch immerhin würde so kein Untoter durch den Knall auf sie aufmerksam werden. Ihre Pflanzen goss sie noch einmal mit wertvollem Wasser und stellte sie auf den Balkon, in der Hoffnung, dass es genug regnen würde, um sie am Leben zu erhalten. Dann sah sie sich ein letztes Mal in ihrer kleinen Wohnung um, in dem Bewusstsein, dass sie nie wieder hierher zurückkehren würde. Doch die wehmütige Stimmung hielt nicht lange an, da sie sich sagte, dass sie sich ab jetzt zusammenreißen müsse, um zu überleben. Dann zog sie die Tür hinter sich zu und verließ das Haus. Schon auf den ersten Metern geschah etwas, das bewirkte, dass sie ihren Entschluss, die sichere Wohnung zu verlassen, beinahe bereute. Sie war doch nicht die einzige Überlebende in der Stadt. Das stellte sie fest, als sie eine kleine Truppe offensichtlich Nichtinfizierter gut zehn Meter vor sich bemerkte. Sie hatte von Anfang an beschlossen, allein zu bleiben; das war, getreu dem Spruch „Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied“, am sichersten. Sie hatte miterlebt, wie verschiedene Leute durchgedreht waren und völlig irrationale Dinge taten, die dazu geführt hatten, dass sie ein neues Leben als Untote begannen.


 


Das Leben hat einen doppelten Boden. Irgendwo, in den Gassen einer ganz normalen Stadt, in einem durchschnittlichen Hotel, in ländlicher Idylle lauern sie: die Verfolger. Die Schattenfresser. Die Nebelgänger. Die Zombies. In 10 unheimlichen Geschichten lässt Katharina Feulner Gänsehaut entstehen.


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