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> Belletristik > Mütter, Töchter und andere Krisen
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Belletristik
Buch Leseprobe Mütter, Töchter und andere Krisen, Brigitte Teufl-Heimhilcher
Brigitte Teufl-Heimhilcher

Mütter, Töchter und andere Krisen



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Als Anette in die Waldstraße einbog und die Abendsonne ihr Haus in ein goldenes Licht tauchte, empfand sie für einen Moment ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit. Doch gleich darauf fiel ihr ein, dass es mit der Ruhe in nächster Zeit nicht weit her sein würde. Mit einer gewissen Erleichterung stellte sie fest, dass kein Möbelwagen mehr vor dem Haus stand, nur der grüne Clio ihrer Tochter parkte auf der gegenüberliegenden Straßenseite.


Auf Knopfdruck öffnete sich summend das Garagentor. Sie wollte schon losfahren, als sie gerade noch rechtzeitig bemerkte, dass die Garage mit Möbelstücken voll geräumt war. Seufzend parkte sie ihren Wagen auf der Straße. ‚Nur nicht aufregen‘, nahm sie sich vor, doch als sie ihre Tochter, Monika, in der Küche seelenruhig Gemüse schnipseln sah, konnte sie sich die Frage, wann denn das Möbellager in ihrer Garage wieder geräumt werde, doch nicht verkneifen.


„Das stört doch nicht", antwortete Monika unbekümmert und schüttete die gehackten Zwiebeln ins heiße Fett.


„Das kann man so nicht sagen", brummte Annette und verzog sich in den oberen Stock, der ihr alleiniges Reich bleiben sollte.


Als sie wenig später, frisch geduscht und mit einem Glas Sherry in der Hand, in die Wohnküche kam, war der gemütliche Ecktisch in der Veranda bereits gedeckt, ihre Enkelin Sarah hüpfte ihr fröhlich entgegen und es duftete nach allen möglichen Gewürzen. Sie setzte sich auf die gepolsterte Eckbank, stopfte sich ein Kissen in den Rücken und nippte genüsslich an ihrem Sherry.


„Was gibt's denn Gutes?"


„Krautsuppe."


„Krautsuppe?", wiederholte sie mit mehr Erstaunen als Begeisterung.


„Mit Wurst?", fragte sie hoffnungsvoll.


„Hast du schon einmal gelesen, welche Inhaltsstoffe in so einer Wurst stecken?"


Sie schüttelte den Kopf. „Ich esse gelegentlich ein Würstel, aber wenn ich etwas lesen möchte, nehme ich mir ein Buch."


Als Monika darauf keine Antwort gab, setzte sie versöhnlich hinzu: „Also gut, Krautsuppe. Und was dazu?"


„Wenn du möchtest, kann ich noch etwas Knoblauchbrot machen."


„Knoblauchbrot wäre wunderbar", antwortete Anette ohne Überzeugung, zündete sich eine Zigarette an und beobachtete ihre Tochter, die mit geübter Hand Knoblauchbutter zubereitete.


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