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Mit der Kraft von Purpur.


Durch das Land der rosa Flamingos.

von Christine Neumeyer

belletristik
ISBN13-Nummer:
9780692595558
Ausstattung:
eBook und Taschenbuch mit 452 Seiten
Preis:
ab 4.99 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Roman Verlag
Kontakt zum Autor oder Verlag:
ch.neumeyer@gmail.com
Klappentext

Im Italien des 14. Jahrhunderts wütet die Pest. Monicas Träume vom Erlernen des Färberhandwerks zerplatzen nach dem Tod der Mutter. Die Vollwaise wird nach Ravenna in das Haus eines französischen Gesandten verschleppt, während Monicas beste Freundin, die Färbertochter Caterina, in der verwüsteten Stadt Siena von einer Erscheinung des Gottessohnes heimgesucht wird. Unter dem Einfluss von Stimmen, die nur sie hören kann, verändert sie sich. Ohne je eine Schulbildung genossen zu haben, diktiert sie Briefe an die Herrscher der Welt und an den Papst in Avignon. Sie ernährt sich allein von geweihten Hostien und Traubensaft und bedient sich der Geißel. Ihr Ziel ist, neben der Verbreitung der Botschaft der Liebe, auch die Reform der Kirche. Monate später treffen sich die ihrem Peiniger entkommene Monica und die verwandelte Caterina in Florenz wieder. Monica hat im Haus des französischen Gesandten den Plan eines Attentats gegen Papst Gregor belauscht. In Sorge um das Leben des Heiligen Vaters brechen beide Frauen gemeinsam mit einer kleinen Gruppe in das Papst-Exil nach Avignon auf. Umgeben von einer malerischen Kulisse beginnt ein gefährliches Abenteuer um Liebe, Verrat und den wahren Glauben.

Rezension

von Monika Schulte, März 2016

Eine Geschichte voller Liebe, Verzweiflung und Verlangen Siena im 14. Jahrhundert. Monica träumt davon das Färberhandwerk zu erlernen, doch dann stirbt ihre Mutter an der wütenden Pest und sie selbst wird von einem französischen Gesandten verschleppt. Ihre langjährige und sehr gläubige Freundin Caterina indes hört Stimmen und seltsame Erscheinungen. Ist es wirklich der Gottessohn, der zu ihr spricht? Caterina steht in sehr engem Kontakt zum Papst, den sie liebevoll Väterchen nennt. Sie führt ein karges Leben, ernährt sich nur von Hostien und Traubensaft. Monica gelingt die Flucht von ihrem Peiniger und schließlich schließt sie sich Caterina und ihrem Gefolge an. Monica vertraut Caterina an, dass ein Attentat auf den Papst geplant ist. So hat es sie im Haus des Peinigers vernommen. Eine kleine Gruppe um Caterina herum macht sich auf die Reise nach Avignon, um den Papst zu warnen. \\\"Mit der Kraft von Purpur\\\" - ein fesselnder historischer Roman. Die Geschichte über zwei Frauen, eng befreundet und doch so verschieden. Da ist Monica, die das Färberhandwerk erlernen möchte und da ist Caterina, die in ihrem Glauben aufgeht, geliebt von den Menschen. Sie bringt den Menschen nicht nur den Glauben, sondern auch viel Liebe entgegen. Doch ist Caterina wirklich so glücklich, wie sie immer vorgibt zu sein? Sie geißelt sich heimlich, um ihrer Gefühle Herr zu werden. Monica bewundert sie einerseits für ihr Auftreten. Gleichzeitig ist sie oft eifersüchtig auf die geliebte Freundin. Christine Neumeyers Schreibstil ist sehr angenehm und bildhaft. Mit ihr und ihrer Geschichte konnte ich eintauchen in eine längst vergangene Zeit. Historische und fiktive Personen, spannend miteinander verwoben - eine Geschichte voller Liebe, Verzweiflung und Verlangen. Eine Geschichte, die einen die Stunden nur so vergessen lässt.

 

 

\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"Dieser historische Roman ist wirklich sehr schön. Die Handlung ist spannend aufgebaut und es liest sich leicht. Die Geschichte um Caterina von Siena ist in einem flüssigen Schreibstil aufgebaut und man mag das Buch gar nicht zur Seite legen, weil man wissen möchte, wie es weitergeht. Eigentlich mag ich nicht gerne historische Bücher lesen, meist sind sie düster, aber dieses hier ist wirklich lesenswert und daher kann ich es nur weiterempfehlen. Ein absolut schönes und spannendes Buch.\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"

Fünf Sterne auf AMAZON von \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"Feuervogel\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\" am 2. Februar 2016.

 

 

 

Leseprobe

Stephano lächelte und fasste nach ihrer Hand. Nebeneinander liefen sie die vom Regen glitschige Pflasterung entlang bis zum Eingang zur Kapelle. Das Tor war nicht verschlossen. Stille und Ruhe empfingen das Paar, sowie der Duft nach schwerer Süße. Sie bemerkten weder die weißen Lilien in den Vasen, noch die polierten Holzbänke, oder den reich verzierten Altar. Unverwandt zog Stephano seine Monica in den Beichtstuhl. Die Sitzfläche war hart, der Platz beengt, doch es war den Liebenden einerlei. Monica zitterte sosehr, dass sie fürchtete, ihr Herz könne vor Aufregung zerspringen. Bebend hielt sie die Hände vor ihr Gesicht. Die Wangen glühten, der Atem flatterte. Sie schnappte aufgeregt nach Luft, bis er sie in die Arme schloss und streichelte, und sie sich beruhigte. Stephano begann die Bänder ihres Kleides zu öffnen, lockerte die Schnürungen über der Brust, bis Monica es samt Unterkleid über den Kopf ziehen konnte. Es war düster, aber gerade hell genug, dass sie sein Begehren in seinen Augen zu lesen vermochte, ebenso seine Lust und sein Verzücken ob dem Anblick ihres entblößten Körpers. Zum ersten Mal sah ihr Liebster sie wie Gott sie erschaffen hatte. Sie hörte den Wind um die Ecken der Kapelle pfeifen, den Regen gegen die Fenster klatschen und senkte die Lider, bevor sie seine warme Zunge an ihren Brüsten, seine Finger an ihren Rundungen fühlte. Da wünschte sie sich sehnlichst, er hätte hunderte Hände, und würde sie damit überall umfassen und nie wieder los lassen. Mit angewinkelten Beinen auf dem Holzbrett kauernd, fasste sie unter sein Hemd, zog es hoch, streichelte seinen Bauch, und schob die Hand hinter den Gürtel. Stephano richtete sich mit einem Seufzer auf, löste die Schnalle mit einem Griff und streifte die Beinlinge und die Bruche ab. Nun gab es kein Halten mehr. Ihr Liebster beugte sich und fasste nach ihren Schultern. Sie wandte ihm ihr Gesicht zu und hing wie ein Kind an seinem Hals. Sein Haar bedeckte in nassen Strähnen ihre Wangen, streifte ihre Stirn. Deutlich stand die Erregung in seinen Augen, das silberne Kreuz an seinem rechten Ohr flatterte. Nach einem kurzen, brennenden Schmerz vergaß sie die Welt um sich herum. Fast schien es als hebe sie ein Stück vom Boden ab und schwebe. Leicht wie eine Feder.