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> Belletristik > Mit den Augen der Liebe
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Belletristik
Buch Leseprobe Mit den Augen der Liebe, Melina Hilger
Melina Hilger

Mit den Augen der Liebe


Variationen zum Thema Liebe - Kurzgeschichten

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Das ungleiche Paar


 


Das ungleiche Paar „J etzt freu dich doch“ – mahnte Erlandus seine Frau, „immer bist du so griesgrämig – warum bloß? Was fehlt dir denn zu deinem Glück, du hast doch alles.“ Lindana schüttelte nur den Kopf und gab keine Antwort. Im Stillen dachte sie: „Du Tor, was weißt du schon“ und erklomm mühsam die letzten Meter auf dem Hang. Erlandus verstand seine Frau nicht, warum war sie nicht glücklich? Er gab sich solche Mühe und las ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Das Einzige, was er ihr nicht geben konnte, wozu sie beide nicht fähig waren, war gemeinsam Kinder zu bekommen. Natürlich schmerzte ihn das auch, aber um nichts in der Welt hätte er eine andere Frau genommen. Er war, trotz dieses Umstandes, sehr glücklich, und er fand auch, dass sie prächtig zusammen passten. Sie war ausnehmend hübsch in ihrem schillernden Blau. Nun – in seiner Verwandtschaft, waren sie alle dagegen gewesen: „Das geht doch nicht! Ihr könnt euch nie vermehren! So was tut nicht gut! Schuster bleib′ bei deinen Leisten! Ihr werdet schon sehen, Gott wird euch strafen!“. So ging es die ganze Zeit. Es war so schlimm, dass sie sich entschlossen, wegzuziehen. Aber jetzt waren sie schon vier Jahreszeiten von seiner Heimat weg. Diese ständigen negativen Reden hatten aufgehört, und es gab wirklich keinen Grund traurig oder sauer zu sein. Den ganzen Tag konnten sie sich auf dem Weinberg tummeln, und jetzt im Hochsommer, wo manche Trauben schon voll herangereift waren, hatten sie praktisch ein Schlaraffenland. Sie konnten, die bereits schon etwas frühreifen Weintrauben, vertilgen und sich den Bauch mit diesen wunderbar schmeckenden, gärenden Früchten voll schlagen und ihren Schwips dann anschließend im Schatten der großen Blätter ausschlafen. Es gab so gut wie niemanden, der sie hier störte oder gar bedrohte. Im Schutze der langen Reihen der Weinpflanzen ließ es sich ungestört verweilen. Man hatte schließlich gelernt, sich auch vor der Entdeckung des Weinbergbesitzers zu schützen, der ab und zu auf Stippvisite kam. Er hatte sie auch noch nie entdeckt. Seine Frau nippte gerade an einer überreifen blauen Traube und er tat es ihr nach. Kurz danach.....


 


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