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> Belletristik > Mike Jopas
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Belletristik
Buch Leseprobe Mike Jopas, Mike Jopas
Mike Jopas

Mike Jopas


Man sieht sich im Leben immer zweimal

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Es war wieder einer von den ganz besonderen Tagen. Draußen regnete es schon seit Stunden in Strömen und das war wirklich selten genug. Mike saß mit seinem Kaffee im Schaukelstuhl und überlegte vor sich hin. Er war nervös, denn er wusste nicht, wie er etwas einem ganz besonderen Menschen mitteilen sollte. Einer Frau,  die für ihn in den letzten zwanzig Monaten alles bedeutete.


 


Er wusste nicht, ob das alles richtig war, was er machte und vielleicht beging er jetzt den entscheidenden Fehler seines Lebens. Immer wieder schossen ihm die Gedanken in den Kopf, ob es richtig war, auf die innere Stimme zu hören oder er auf sein Herz hören sollte. Es war, als ob in seinem Körper ein Krieg stattfand, wo zwei Stimmen beide gleichzeitig etwas anderes von ihm verlangten und  beide gewinnen wollten.


 


Mike arbeitete seit fast zwei Jahren als Maitre in einem wunderschönen Hotel am Lago di Garda und hatte einfach seine Kündigung abgegeben. Tränenreich ging diese Ära zu Ende, denn niemand hatte damit gerechnet, weder der Direktor, noch der Bürgermeister, noch das Personal, dass ihn doch so liebte.


Alle standen Kopf und konnten es nicht fassen. Mike war für sie immer etwas ganz besonderes gewesen.


Er war zwar erst 31 Jahre alt, aber er hatte einen ganz besonderen Charme und konnte jeden um den Finger wickeln, wenn er das wollte. Dabei war er stets immer ehrlich zu den Menschen und hatte immer das gewisse Lächeln auf den Lippen, um sein Umfeld zu begeistern.


 


Mike war so ein Typ, der wie Richard Gere lachte und ihm auch ein wenig ähnelte. Allerdings war er viel Muskulöser und damit auch immer der Schwarm der Damenwelt, obwohl ihn sogar die männlichen Kollegen bewunderten und mochten. Er war ein Freund, den man nie gehen lassen wollte.


 


Aber Mike erzählte ihnen nie, wie sehr er eigentlich unter seinem Heimweh litt, denn immer, wenn er auf den Lago di Garda schaute, sah er das Wahrzeichen seiner Stadt. Jeden Abend das gleiche Spiegelbild und manchmal dachte er schon, er sei verrückt. Es war für ihn nicht einfach, aber er fasste den Entschluss zu gehen, ohne zu wissen, was dann auf ihn zu kommt und wo er in Zukunft arbeiten sollte. Er wollte nur seinem Herzen folgen und wieder nach Kassel fahren.


 


„Was ist denn an dieser Stadt so toll, dass ich jeden Tag den Herkules sehen muss?", dachte sich Mike und war so tief in Gedanken versunken, dass er nicht bemerkte, wie Marina inzwischen in das Zimmer gekommen war.


Sie hatte es wohl am meisten getroffen, denn sie war so unsterblich in Mike verliebt und konnte nicht glauben, dass er nun wirklich von ihr und dem wunderschönen Ort gehen wollte. Gerade er, der für sie alles geworden war, der ihr immer soviel an Wärme und Liebe gegeben hatte, der bei ihrer Familie ein- und ausgegangen war und schon dazu gehörte, er wollte jetzt einfach gehen.


 


Ihr lief eine Träne die Wange und sie schluchzte leise. Mike drehte sich um und sah nun auch sie. Irgendwie hatte er jetzt nicht mit ihr gerechnet.


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