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Belletristik
Buch Leseprobe Märchengespinnste, Andrea Brackmann
Andrea Brackmann

Märchengespinnste



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Vor langer Zeit lebte in einer Wohnsiedlung am Stadtrand der Herzkasper in seiner kleinen Wohnung. Der Herzkasper war dünn und fror leicht, deshalb trug er drinnen wie draußen einen langen, dunkelgrünen Wollmantel, dicke Socken und eine rubinfarbene Schlabbermütze. Er hatte einen kleinen, dicken Hund namens Hexenschuss. So hieß er, weil er es zeit seines Lebens im Rücken hatte und ein wenig humpelte. Hexenschuss war mit einem Schnauzbart und kurzem, rabenschwarzem Fell angetan. Er hatte glänzende Knopfaugen und ein Stummelschwänzchen. Jeden Morgen und jeden Abend um Punkt sieben
Uhr ging der Herzkasper mit seinem Hund spazieren, immer den gleichen Weg, einmal um
den Block. Der Herzkasper mochte keine Überraschungen, denn er regte sich furchtbar leicht auf und bekam dann heftiges Herzklopfen. Wenn es an der Tür klingelte, fiel er vor Schreck jedes Mal vom Stuhl. Wenn ihm das Klopapier einmal ausging oder er aus Versehen ein
wenig Hagebuttentee ver schüttete, kriegte er immer beinah einen Herzanfall. Selbst wenn ihn beim Spaziergang nur ein Nachbar fröhlich grüßte, erschrak er so, dass er seinen Kopf einzog und schnell seines Weges ging. Der Herzkasper kaufte immer im kleinen Laden gegenüber ein. Wenn es sein Knäckebrot nicht gab oder seine Lieblingsdrops, schnappte er nach Luft und sein Herz polterte. „Arrgh“, machte er dann, „mein Herz!“ und musste seine Herztropfen nehmen. Am liebsten hatte er es, wenn jeder Tag genau gleich war und immer alles ganz  genau an seinem Platz war, denn dann brauchte er sich nicht aufzuregen. Er aß auch immer
das Gleiche: morgens Knäckebrot mit Marmelade, mittags Grießbrei mit Kirschkompott und abends Knäckebrot mit Streichkäse.


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