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Belletristik
Buch Leseprobe Liebe mich, wenn du dich traust, Randy C. Moebes
Randy C. Moebes

Liebe mich, wenn du dich traust



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Im letzten Moment kommt Egon bei Kylie in dem großen Stadthaus an. Aufgeregt kommt ihr Kylie bereits entgegen. „Wo bleibst du denn? Ich hab schon gedacht, du kommst doch nicht mit.“ Egon grinst sie an. „Wenn das so ist, wünsch ich dir viel Spaß und dreh gleich wieder um.“ Kylie greift sie am Ärmel und zieht sie weiter ins Wohnzimmer. „Nichts da. Du bleibst und ich hab mir auch bereits etwas überlegt, wenn ich die Wette gewinne.“ Grinsend schüttelt Egon den Kopf. „Du wirst nicht gewinnen.“ Aus zusammengekniffenen Augen sieht Kylie sie an. „Die Jungs sind in Ordnung und sie werde dich auch mögen, genauso wie du sie.“ Jetzt lacht Egon richtig los. „Du kannst mir glauben, ich hasse sie jetzt bereits und lass uns erst einmal da sein, dann werden sie mich auch hassen. Nun sag schon, was mich erwartet, solltest du gewinnen. Was du allerdings niemals wirst.“
Kylie richtet sich zu ihrer vollen Größe auf und ist einen halben Kopf größer als Egon. „Also, wenn ich gewinne, gehen wir beide ganz groß aus. In einen richtigen Nachtclub. Und du musst dich richtig wie ein Mädchen anziehen und schminken. Und du wirst tanzen und flirten und sollte der passende Typ auftauchen, wirst du ihn auch küssen.“ Bei jedem Wort sind Egons Augen immer größer geworden. „Das wirst du nie erleben!“ Herausfordernd streckt Kylie ihr die Hand entgegen. „Nimmst du an?“ Grinsend schlägt Egon ein. „Du wirst nie gewinnen.“
In diesem Moment kommt Kylies Mutter rein und sieht die beiden Mädchen an. „Kylie, willst du Egon nicht ein paar von deinen Sachen geben, damit sie wenigstens die vier Wochen anständig rumläuft.“ Mit weit aufgerissenen Augen starrt Kylie ihre Mutter an, sagt aber kein Wort.
„Keine Angst, Frau von Winterstein, ich habe meine Sachen extra gewaschen und mein Bruder hat mir seine Jeans als Wechselhose mitgegeben.“ Egon kann Kylies Mutter nicht besonders gut leiden. Sie hält sich für etwas Besseres, nur weil sie die Firma und einen Haufen Geld geerbt hat. Zum Glück ist Kylie, obwohl sie ein Einzelkind ist, nicht so.
Frau von Winterstein sieht Egon von oben herab an. „Das ist eine berühmte Band, da kannst du nicht als Bauernlümmel hingehen. Du musst dich schon ein bisschen anpassen.“ Egon muss grinsen. „Ach, ich komme schon mit ihren Macken klar und wenn sie nicht mit mir klarkommen, ist es ihr Problem.“
Als ihr Hausmädchen reinkommt und mitteilt, dass das Taxi da ist, atmet Kylie erleichtert auf. „Los, komm Egon, wir müssen.“ Während Kylie Egon zur Tür drängt, winkt sie kurz noch ihrer Mutter zu. „Wir sehen uns in vier Wochen wieder.“ Kylie kann gar nicht schnell genug ins Taxi kommen. Es ist jedes Mal dasselbe, wenn Egon und ihre Mutter zusammentreffen. Ihre Mutter muss aber auch immer auf die ärmlichen Verhältnisse, aus denen Egon kommt, anspielen und Egon lässt sich das natürlich nicht gefallen.


 


„Sag mal, wie soll das eigentlich ablaufen?“ Fragend sieht Egon Kylie von der Seite an. Gedankenverloren hat Kylie die ganze Zeit aus dem Fenster geschaut und schrickt jetzt bei Egons Worten gewaltig zusammen. Verwirrt schaut sie Egon an. „Jetzt fahren wir erst mal nach Berlin zur Konzerthalle und dort können wir uns noch den Rest des Konzertes anhören, dann werden wir die Jungs kennenlernen und dann werden wir wohl zum Hotel fahren.“
„Mich interessiert vielmehr, wie die vier Wochen ablaufen sollen.“
Kylie zuckt mit den Schultern. „Na, das weiß ich auch nicht. Lass dich doch einfach überraschen. Es wird bestimmt fantastisch.“
Genervt sieht Egon sie an. „Wir werden ihren Dreck wegräumen dürfen und was ist daran schon fantastisch?“
Kylie winkt ab. „Das glaub ich nicht und wenn schon, wir dürfen schließlich kostenlos auf jedes Konzert.“ Egon schüttelt den Kopf und schaut wieder aus dem Fenster. Wie konnte sie sich nur auf den Quatsch einlassen? Wenn sie da schon mitmachen muss, wird sie wenigstens ihren Spaß haben und die Wette wird sie auch gewinnen. Bei diesen Gedanken zieht ein spitzbübisches Grinsen über ihr Gesicht.


 


Kaum hält das Taxi vor der Konzerthalle, kommt auch schon ein Bodyguard und führt sie nach hinten in einen kleinen Aufenthaltsraum. Von dort können sie die Musik hören.


Egon lässt sich in einen Sessel fallen, zieht sich einen Stuhl ran und legt ihre Beine darauf. Es war heute ein anstrengender Tag. Egon musste noch einiges vorbereiten, damit ihre Brüder auch ohne sie zurechtkommen. Dann war Theresa auch noch so unglücklich, dass ihr Egon ihr geliebtes Benny Bärchen, das sie ursprünglich mitnehmen wollte, in die Arme gedrückt hat. Seitdem sie denken kann, war dieser Teddybär immer an ihrer Seite, selbst auf Klassenfahrt hatte sie ihn mitgenommen. Doch Theresa hat sie so niedergeschlagen angesehen, dass Egon gar nicht anders konnte. Theresa hat ihr auch versprochen, gut auf ihn aufzupassen.


Kylie läuft aufgeregt hin und her. Sie kann es kaum erwarten, endlich den fünf Bandmitgliedern gegenüberzustehen.


Die Musik verstummt und kurz darauf nähern sich Schritte. Als sich die Tür öffnet und die Jungs reinkommen, bleibt Kylie wie angewurzelt stehen und starrt sie an. Egon ist kurz vor dem Einschlafen und öffnet die Augen nur einen Spaltbreit. Sie denkt kein bisschen dran, sie zu begrüßen oder auch nur richtig anzusehen.
Kylie hat sich schnell wieder von ihrer ersten Aufregung erholt und stürmt gleich auf die Jungs zu. „Hallo! Ich bin Kylie und das ist Egon.“ Sie deutet kurz auf Egon, wendet sich aber sofort wieder den Jungs zu und plappert munter drauf los. „Ich bin ganz aufgeregt, euch endlich kennenzulernen und ihr glaubt gar nicht, wie sehr wir uns freuen, hier sein zu dürfen. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich gewonnen habe und vier Wochen mit euch verbringen darf.“
Egon hat sich immer noch nicht gerührt und beobachtet die Jungs aus den Augenschlitzen heraus. Drei von ihnen sind ziemlich auffällig tätowiert und haben bunte Haare, die in allen Richtungen abstehen, auch ihre Klamotten sind typisch für Punks. Einer scheint schüchtern zu sein. Er ist unauffällig gekleidet und ist gleich neben der Tür stehen geblieben und sieht nur von weitem zu. Der Fünfte passt überhaupt nicht dazu. Er scheint aus einer Modezeitschrift gesprungen zu sein, so geschniegelt und gestriegelt ist er.
Der Größte der fünf Typen sieht zu Egon rüber und meint dann lachend zu Kylie: „Ich glaube, wir machen es heute ganz kurz. Ich bin Ben, das sind Pat, Dustin, Simon und Philipp. Wir freuen uns, dass ihr hier seid, auch wenn Egon es langweilig findet und lieber schläft.“ Geschwind ist Kylie bei Egon und schüttelt sie an der Schulter. „Egon, reiß dich ein bisschen zusammen. Sie sind hier.“
„Na und?“ Genervt öffnet Egon langsam die Augen.
Pat muss grinsen. „Noch einer, der es nicht leiden kann, geweckt zu werden.“ Sein Blick wandert zu Ben und dann zu Kylie. „Jetzt geht’s erst mal ins Hotel und morgen fahren wir dann nach Hamburg.“ Kaum hat Pat ausgesprochen, wird auch schon an der Tür geklopft und der Bodyguard teilt ihnen mit, dass der Tourbus bereitsteht. Galant bietet Philipp Kylie den Arm an und geleitet sie zum Bus und die anderen folgen. Egon sieht ihnen kopfschüttelnd hinterher. In der einen Hand bereits ihre Tasche will sie gerade nach Kylies greifen, als ihr Simon zuvorkommt. Ohne sie weiter zu beachten, nimmt er Kylies Taschen und geht zum Bus. Egon folgt ihm langsam und bekommt noch am Rande mit, wie Pat Kylie den Bus zeigt. Der Bus ist größer, als Egon gedacht hat. Er ist in zwei Räume geteilt. Der vordere Raum dient als Wohnraum mit Eckcouch, zwei Sessel und ein Fernseher auf der einen und noch einmal zwei Sessel auf der anderen Seite. Sogar eine kleine Küche ist eingebaut. Von hier aus geht es zur Toilette und gleich daneben ist die Tür zum zweiten Raum, der als Schlafraum dient. Sechs Betten und zwei schmale Einbauschränke konnte Egon sehen.


Auf der Fahrt zum Hotel unterhält sich Kylie angeregt mit Pat. Egon hat sich ihnen gegenüber ans Fenster gesetzt und starrt in die Nacht hinaus. Ben setzt sich neben Egon. Auch die anderen haben sich zu ihnen gesetzt. Ben sieht Egon an. „Wir sind gleich im Hotel, da kannste weiter schlafen, aber morgen musste pünktlich zum Frühstück erscheinen.“ Egon starrt ihn an. „Wie soll der ganze Quatsch eigentlich ablaufen?“ Ben zuckt mit den Schultern und wirft den anderen einen Blick zu. „So richtig wissen wir das auch noch nicht. Bisher hatten wir noch keine Praktikanten, aber uns wird schon was einfallen.“ Egon sieht Ben von oben bis unten an. „Na, wenn ich dich so anschaue, glaube ich kaum, dass du zu irgendeinem vernünftigen Gedanken fähig bist.“ Ben muss gewaltig schlucken, doch Kylie schaltet sich sofort ein. „Das war nicht so gemeint. Egon ist einfach nur müde.“ Egon sieht Kylie herausfordernd an. „Es war genau so gemeint.“ Zum Glück hält der Bus gerade an.
„Ich glaub, wir sind schon da“, meint Pat mit einem Schmunzeln im Gesicht.


Kylie verlässt an Pats Seite den Bus und Ben hat sich bereit erklärt, ihre Taschen zu tragen. Mit ihrer Tasche in der Hand folgt Egon ihnen.


Sie sind in einem erstklassigen Hotel untergebracht. Jeder hat sein eigenes Zimmer, außer Kylie und Egon, sie müssen sich eins teilen.


Kaum hat sich die Tür hinter Egon geschlossen, lässt sie auch schon die Tasche fallen, zieht ihr T-Shirt aus und lässt es ebenfalls auf den Boden fallen. Auf dem Weg zum Bett zieht sie noch ihre Hose aus, die auch auf dem Boden landet, und lässt sich ins Bett fallen. Kylie sieht zu ihr rüber. So unordentlich ist Egon sonst nie. Geschwind streift auch sie ihre Sachen ab und huscht ins Bett.


Die Jungs haben sich noch in Pats Zimmer getroffen und sprechen noch den Tagesablauf für morgen durch. „Wir müssen uns überlegen, welche Aufgaben die beiden erledigen können“, meint Dustin so ganz nebenbei, als er seine Ratte Jacky aus seiner Jackentasche holt. Sofort macht sich Jacky auf den Weg zur Schulter und hält von dort Ausschau nach etwas Fressbaren. Während Philipp ihr ein Stück Keks hinhält, fragt er: „Was haltet ihr eigentlich von den beiden?“ Schmunzelnd sieht Pat von einem zum anderen. „Also Kylie gefällt mir ganz gut, nur dieser Egon ist so ’n Ding für sich.“ Philipp richtet seinen Blick auf Pat. „Hat Kylie nicht geschrieben, dass sie ihre beste Freundin mitbringen will?“
Ben nickt. „Ja das hat sie, aber vielleicht konnte sie nicht.“ Gähnend streckt Pat sich. „Ich würde sagen, wir sprechen morgen mit den beiden und entscheiden dann, was sie machen können. Ich hau mich jetzt auch hin.“ Auch die anderen suchen ihre Zimmer auf, es war schließlich für alle ein langer Tag.



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