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Belletristik
Buch Leseprobe Krieg der Fabelwesen, Stefan Lamboury
Stefan Lamboury

Krieg der Fabelwesen



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Als Nutztier gehalten


 


Laya stand wie jeden Tag auf dem Feld, um dieses mit ihrem Horn zu pflügen. Die Sonne prallte auf ihren Körper hinab und ihre Lechzen waren von Schweiß ganz feucht. Die Fesseln um ihre Hufe erlaubten ihr nur kleine Schritte. Früher war sie ein Tier von Anmut und Schönheit gewesen. War frei gewesen und wie ihre Herde durch die Wälder und Felder von Cantana geritten und hatte sich von Gras, Früchten, Eicheln und kleinen Eidechsen ernährt. Doch schien dies ewig her zu sein. Über Jahre hinweg hatten LayaEinhörner und die Cantaner friedlich nebeneinander gelebt. Sie hatten sich gegenseitig beigestanden, wenn es Probleme gab. Wie oft war Chain König Artocks Sohn zu ihnen gekommen, um einen Krieg zwischen den Einhörnern und den Zentauren zu verhindern. Chain war ein Mensch, er war freundlich gewesen und er hatte für sie und die Zentauren immer ein offenes Ohr gehabt. Aber das war schon viele Jahre her. Der neue König von Cantana. König Bora hatte alles anders gemacht und das friedliche miteinander für alle Wesen dieses Planeten in eine wahre Hölle verwandelt. Er hatte angefangen mit riesigen Herden, Einhörner und Drachen zu betäuben und zu versklaven. Versklaven, bei dem Wort lief Laya ein kalter Schauer über den Rücken. Laya atmete tief ein, der Geruch von gebratenem Fleisch stieg ihr in die Nüstern. Laya wusste, was dies bedeutete. Eine Träne lief aus ihren Augenwinkeln zu Boden herab, es waren wieder ein paar ihrer Verwandten geschlachtet worden. Wie viel Zeit würde ihr selbst noch bleiben? Ihre Beine waren mit Lederriemen zusammengebunden. In ihrem Maul steckte eine Trense, sodass sie sich von den Fesseln nicht befreien konnte. Wie sehr hasste sie es, dieses demütigende Teil zu tragen. Aber was blieb ihr anderes übrig? Mit ihrem Horn konnte sie zwar einige der Cantaner umbringen, aber wie sollte sie die Trense loswerden? Damit war eine Nahrungsaufnahme unmöglich und sie würde den qualvollen Hungertod sterben. Laya schob die Gedanken beiseite und konzentrierte sich wieder auf ihre Arbeit. Sie vernahm Schritte, wenn sie nicht schnell genug arbeiteten, bekamen sie die Peitsche zu spüren. Ihr Hinterleib zierten bereits einige Narben. Ein Seufzer entwich Layas Kehle, während sie die Erde des Kartoffelackers mit ihrem Horn pflügte. Aber sie und ihr Volk waren nicht die Einzigen, die von den Cantanern wie Sklaven gehalten wurden. Durch den neue gewonnenen Wohlstand Cantans besaß Bora genügend Mittel, um riesige Fabriken zu bauen, in den Drachen als Legebatterien gehalten wurden. Die Cantaner schossen die Drachen mit Pfeilen ab, verstümmelten ihre Flügel, sodass sie nicht mehr fliegen konnten, und rissen ihnen die Zungen raus, damit sie kein Feuer mehr spucken konnten. Ein Hieb mit der Peitsche riss Laya aus ihren Gedanken. Sie senkte den Kopf und rammte ihr Horn wieder in die Erde. Die Erde war hart und selbst mit ihrem starken Horn war es schwer und sehr mühselig den Acker zu pflügen. Ihr Horn, das einmal strahlend weiß gewesen war, stand jetzt vor Erde und Dreck. Es war stumpf geworden, die Spitze ihres Hornes war abgenutzt. Wenn es brach, würde dies ihr Todesurteil bedeuten. Wie lange würde ihr Horn noch halten, zwei, drei Tage, eine Woche?


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