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Belletristik
Buch Leseprobe Ins Herz getanzt, Diane Alberts
Diane Alberts

Ins Herz getanzt


Ein Hamilton-Family Roman

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Lattenzäune, saftig grüner Rasen, fröhliche Blümchen entlang der Wege, glitzernde Pools und lachende Kinder, Fußball-Mütter, Basketball-Körbe, sonniger Himmel und warme Sommerbrise. Alles, was an seiner Heimatstadt in Georgia so typisch war, starrte Brett entgegen. Er hasste diese verdammte Stadt… Und die Erinnerungen, die sie wieder weckte.


Nachdem seine Eltern gestorben waren, hatten seine Tante und sein Onkel sich widerwillig um ihn gekümmert. Er benutzte diesen Begriff im weitesten Sinne. Sie waren so ziemlich die schlechtesten Pflegeeltern aller Zeiten gewesen, aber hey, sie waren Familie. Und er hatte es überlebt. Trotzdem war er, nachdem er die Highschool abgeschlossen hatte und zum College gegangen war, ins eineinhalb Stunden entfernte Atlanta gezogen, um die Firma seines Vaters zu leiten… Und er hatte niemals zurückgeblickt. Nicht ein einziges Mal.


Jetzt war er als CEO der erfolgreichen Firma seines Vaters zu beschäftigt und lebte in Atlanta, also hatte er keine Zeit, nach Jefferson zurückzukommen, selbst wenn er es wollte. Was er nicht tat.


Das einzige, wohin er freiwillig zurückkehrte, war das Haus der Familie Hamilton. Er strich sein Jackett glatt und ging den Fußweg hinauf. Als er die Hand nach der Klingel ausstreckte, flog die Tür auf. Obwohl seine Finger noch nicht einmal den kleinen, orangen Knopf berührt hatten, wusste jemand, dass er da war. Ah, Kleinstadt-Leben.


Brett lächelte, denn er erwartete, seinen besten Freund Christopher Hamilton auf der anderen Seite der Tür zu sehen. Stattdessen erblickte er ein ebenso vertrautes Paar graue Augen, die ihn anstarrten. Augen, die er einfach nicht vergessen konnte, egal wie sehr er es auch versuchte. Und er versuchte es wirklich.


Früher, als die Kinder gewesen waren, hatte sie ihn angesehen, als ob er für das Aufgehen von Sonne und Mond verantwortlich wäre. Und verdammt, sie sah ihn immer noch auf diese Weise an. Genau wie in alten Zeiten.


„Brett“, sagte Anna Hamilton, Chris´ kleine Schwester, und begrüßte ihn mit einem breiten Lächeln. Freude tanzte in ihren Augen und sie machte einen kleinen Satz. „Du bist da!“


Als er ihre sanfte Stimme hörte, verkrampfte sich sein Magen so, als ob er gleich von einer Klippe springen und unten auf zerklüftete Felsen aufschlagen würde. „Anna. Lange nicht gesehen. Du siehst verdammt…“


Sie wurde rot und ein kleines Lächeln spielte um ihre rosigen Lippen. „Du aber auch. Dir ist doch klar, dass meine sämtlichen Brüder hinter mir stehen und dich beobachten, oder?“


„Wann stehen sie nicht hinter dir?“, fragte er trocken.


Sie kräuselte die Lippen und dachte einen Moment lang darüber nach. „Wenn ich im Bett bin.“


„Anna…“ Er lehnte sich zu ihr hinüber und sein kaltes, totes Herz schlug schneller, als er näher herankam. Er senkte die Stimme, sodass nur sie ihn hören konnte. „Hast du mich gerade in dein Bett eingeladen?“


Er sollte nicht so mit ihr reden, aber er konnte sich einfach nicht zurückhalten. Aus diesem Grund ging er ihr in der Regel aus dem Weg. Irgendetwas an ihr knackte seine harte äußere Schale und schlüpfte durch die Risse.


„Vielleicht. Vielleicht auch nicht.“ Sie knuffte ihm in die Brust. „Es ist schön, dich wieder zu sehen.“ Sie trat zurück und strich sich mit der linken Hand das Haar aus dem Gesicht und für einen winzigen Moment erhascht er einen Blick auf die Narbe an ihrer Handfläche. Er war der Einzige, der wusste, wo sie wirklich her stammte. Er war derjenige gewesen, der ihr geholfen hatte, sich eine gute Ausrede dafür ausdenken – eine die niemals aufgeflogen war.


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