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Im Sommer auf dem Land


von Gerald Gleichmann

belletristik
ISBN13-Nummer:
9783957163172
Ausstattung:
Softcover, 84 Seiten
Preis:
10.90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Verlag-Kern.de
Leseprobe

 

Unwetter

Dem Ginster hat´s die Blüten verhagelt

einen Nachmittag lang

Eine Finsternis ist wie um Mitternacht

Allein die Luft hernach ist klar

als hätt´s das Unwetter nie gegeben

Könnt ich gleichwohl reinen Tisch

nach mancher Wort-Verletzung machen.

 

Am Morgen

Am Morgen beizeiten

hängen Nebelfinger in den Zweigen

schütteln wie wollene Knäuel

die Spatzen sich die nächtliche Ruhe

aus ihren Gefiedern und fallen

Perlen zur Erde zuhauf.

 

Mistwetter

Es ist kein Kölnisch Wasser

mit dem die Felder sich parfümieren lassen

Schniefnäsig die Wiesen allerorts

Der allerbeste Dung

grient der Bauer

sprengt mit seinem Gefährt schon weiter

Bis zum Abend

liegt ein Mistwetter über dem Land.

 

Künftig

Das Unkraut breitet sich aus im Garten

Nutzlos scheint der Krieg mit Chemie

Auch die Harke verhindert das Gewuchere nicht

Künftig

muss ich wohl gleichgültiger werden

diese Pflanzenpracht

mir weit heiterer anzuschaun.

 

 Gute Fahrt

Seit die neue Autobahn fertig ist

scheinen in finsteren Nächten

Sterne zuhauf darüber zu jagen

Besser als jedes Fernsehprogramm

wünschen wir ihnen weiterhin

gute Fahrt.

 

Ein Rabenvogel im Geäst

Ein Rabenvogel im Geäst

Schwarze Pastorenkutte

Die Schriften unter den Flügeln

predigt krächzend er

dem Himmel ein Gebet.

 

Ordnung

Alles muss doch

sagt vernehmlich der Amtmann

seine Ordnung haben

Die Papiere kopiert in Unzähligkeit

scheint dennoch immer

etwas zu fehlen

Gewissenhaft

wird nach dem Vermissten geforstet

Nochmals von Anfang an

Bis die Uhr den Mittag einläutet

und Herr Gründlich den Ordner

endlich zuschlagen kann

Zufrieden allein

ist allemal seine Bürokratie.

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Klappentext

Gerald Gleichmanns Lyrik verwebt Beobachtungen in der Natur und im dörflichen Leben. Andächtig wird die Schönheit eines Augenblicks festgehalten. Sacht schleichen sich kritische Gedanken ein. Überraschend wendet die Betrachtung des Wetters die Gedanken zu lebensverändernden Entscheidungen. Er beobachtet unter ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, schriebt melancholisch, witzig oder liebevoll – und lässt die Lesenden ihre eigenen Interpretationen finden.