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> Belletristik > Im Andenken an düstere Legenden
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Belletristik
Buch Leseprobe Im Andenken an düstere Legenden, Nosya Pirell
Nosya Pirell

Im Andenken an düstere Legenden


Memoiren der Vampire - Band 1

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Der Duft von Moos und Zedern drang mir in die Nase. Die Jäger der Nacht wichen vor meinem wütenden Flüchen zurück und die Augen, die mich aus der Dunkelheit betrachteten, scheuten das blitzende Schwert in meiner Hand. Mein Pferd scheute, da es seine Feinde roch. Wölfe, die sich uns vorsichtig näherten, doch ihre natürliche Scheu vor dem Menschen ließ sie in einer sicheren Distanz verharren.


 


Die Äste und das unwegsame Gelände, erschwerten meinem Tier ein vorankommen. Immer wieder scheute es und kleine Zweige schnitten mir ins Gesicht. Mit meinem Schwert versuchte ich mir zu behelfen, während ich das Tier weiter, ungnädig vorantrieb.


Wie verließen das kleine Waldstück und befanden uns auf einer weiten, dunklen Steppe. Silbern leuchtete das feuchte Gras und ich vernahm den Duft des Meeres in der Luft. Wir waren nicht mehr weit von den Klippen entfernt und ich trieb das Tier voran, den Klippen entgegen.


 


Ich trieb meinen Hengst nun zum vollen Galopp voran und wir überquerten die Hügel, die uns vom Meer trennten. Meine Furcht wurde gewaltiger und meine Hände zitterten, während mein Tier sich verausgabte. Ich lauschte seinem schweren Schnauben und das Keuchen eines völlig verausgabten Tieres. Während wir vorantrieben, kam mir ein weiteres Tier entgegen. Angelinas Pferd, eine dunkelrote Stute mit weißer Blässe und einem weißen Huf. Ich erkannte es von weitem. Scheu flüchtete es von den Klippen. Seine Augen waren verwirrt und mit Furcht erfüllt. Herrenlos flüchtete es zurück zu seinen Ställen. Ein Tier findet immer seinen Weg in den Stall und ich sah der Stute nach, während wir uns weiter den Klippen näherten. Im Schatten der dunklen Himmel, erstrahlend im schimmernden Licht des Mondes, traten sie aus dem Meer hervor wie gewaltige Ungeheuer.


 


Das Pferd trieb die Hügel hinauf und ich konnte das schimmernde Meer sowie die schäumenden Wellen am Strand erkennen. Die dunklen Klippen erhoben sich wie ein dunkles Ungeheuer aus dem Meer und wirkte, als kroch es an Land. In diesem Moment musste ich an die Chimäre denken. Der Schlangendrache, der das Land in Angst und Schrecken versetzte. Die feuchten Wände schimmerten hell im Mondlicht und ich konnte die Meute hören, wie sie mit ihren Fackeln durch die Pfade hetzte.


Sie hatten sie gefunden und ich wusste bereits jetzt, dass ich zu spät kommen würde.


Ich sah, wie sie die Klippen hinauf hinter einer dunklen Gestalt jagten. Ich hetzte das Pferd an und wünschte mir in diesem Moment, ich könnte fliegen. Doch ich war zu langsam, viel zu langsam.


 


Die dunkle Gestalt stand vor dem Abgrund zu den Klippen und ich konnte ihr klagendes, um Hilfe bittendes Schreien hören. Verzweifelt wandte sie sich um und betrachtete das unter ihr liegende Meer. Ich sah den Schatten auf ihrem Gesicht liegen und das blonde Haar meines Kindes, wie es in ihren Armen lag, fest an ihren Körper gedrückt um es zu beschützen. Es wehte in der gewaltigen Meeresbrise.


Die Meute ließ jedoch nicht ab und näherten sich ihr mit bedrohlichen lauten Gesängen. Ich rief ihr zu, rief ihren Namen, doch sie hörte mich nicht. Und dann, entschlossen ihnen nicht in die Hände zu fallen, sprang sie.


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