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HERLA, ein sozialkritischer Roman


mit authentischen Hintergründen

von Maria Becker

belletristik
ISBN13-Nummer:
ISBN9783982295404EAN9783982295411
Ausstattung:
332 Seiten, kartoniert
Preis:
ebook 2,99; Print 14.99; auch als Hörbuch Download 14,99 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
KlausStudio
Kontakt zum Autor oder Verlag:
Herla.Unikum@gmx.de
Leseprobe

Stand es ihr nicht zu, Mitleid mit sich und ihrer Situation zu haben? Josch schien sich die gleichen Gedanken zu machen, denn ich erkannte ein zwiegespaltenes Schwanken in seinem Ausdruck. Wir ließen Herla reden, ihre Verzweiflung, Ängste, Vorwürfe aus sich herausschreien, weinen und vor beißender Wut auf das Bett einschlagen. Was konnten wir tun, außer da zu sein, ihr zu zeigen, wir ließen sie nicht allein. Selbst als sich ihre Bitterkeit gegen uns richtete und sie Josch mit Fausthieben traktierte, ließ er es geschehen, drehte sich nur und hielt ihr ein Kissen entgegen.

„Feigling“, kreischte sie. „Du hast ja alles was du wills, was du anpacks wird zu Gold, du Kacksack. Zieh Leine und lass mich in Ruh, ich kann deine Visage nich mehr sehn …“ Sie fand eine Vielzahl an Beleidigungen und legte sich voll Ingrimm da hinein. Josch verhielt sich ruhig, angespannt, jedoch ohne ein Wort der Gegenwehr. Herla wollte uns hinausekeln und schrie doch im selben Moment nach tröstender Nähe.

 

Klappentext

Ausgerechnet Obdachlose bilden den neuen Freundeskreis von Josephine. Acht Menschen ohne festen Wohnsitz inszenieren ein Theaterstück, dessen Entstehung der engagierten Altenpflegerin überraschende Einblicke in die fremde Gesellschaftsschicht gibt.

Herla ist Initiatorin sowie allgegenwärtiger lichter Schatten der Handlung.

Hautnah erlebt der Leser ein Wechselbad der Gefühle und begleitet Josi auch in ihrer persönlichen Entwicklung: dem Aufbau einer Liebesbeziehung vor dem Hintergrund sexuellen Missbrauchs in ihrer Kindheit.

Rezension

Obwohl unangenehme, erschreckende und bestürzende Themen wie sexueller Missbrauch oder Gewalt in der Kindheit in dem Buch vorkommen, sind diese offenherzig, ja teils lyrisch, in den Erzählstimmen verpackt.

Es wird nicht einfach nur eine sozialkritische Geschichte erzählt.

Die Sprache der Autorin und die Stimme der Ich-Erzählerin bilden einen ausgewogenen Kontrast zu Herlas echt \\\"knorken\\\" Wortschatz.

Zum Ende hin stockte mir dann doch der Atem und ich hatte richtig Angst um Herla.
Und das ist doch das schönste: Wenn man mit den Figuren mitfiebert, leidet; wenn man anfängt, sie lieb zu gewinnen ...

Die Geschichte hat Unterhaltungswert, ist bildend und einfach liebens- und lesenswert. Sozialkritische Belletristik ohne erhobenen Zeigefinger. Instagram: @kerstin.fuchs

 

 

Mit »Herla« ist Ulrike Maria Becker/Popilarski ein sozialkritischer Roman gelungen, der emotional bewegt und zur Selbstreflexion anregt!

Die meisten Ereignisse und Figuren aus »Herla« beruhen im Übrigen auf authentischen Begebenheiten.

»Herla« lenkt den Fokus auf folgende Botschaft: \\\"Wende den Blick der Sonne zu, und du wirst die Schatten des Lebens nicht sehen.\\\"

Ulrike Maria Becker schreibt sehr gefühlvoll und klangbetont, wodurch ein angenehmer Lesefluss entsteht.

Alle Charaktere sind umfassend ausgearbeitet und bleiben durchweg glaubwürdig. Das Ende der Geschichte habe ich als sehr berührend und passend empfunden.

Mir persönlich waren es insgesamt zu viele Figuren, was hin und wieder auch für Verwirrung beim Lesen gesorgt hat. Instagram: @dunkelwelten

 

 

 

 

Es finden sich in diesem Buch unendlich viel Wertschätzung, Träume, Akzeptanz, Heil-Werden, Lebensfreude, Hoffnung und Liebe.

Herla, die Protagonistin des Buches, eine sehr liebenswerte, direkte, und empathische Person, die redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und somit umso überzeugender auftritt. Die Passagen, in denen sie z.B. von ihrem Jesus-Gott erzählt, sind glaubhafter als so manche Predigt in der Kirche...

Ich musste zwischendurch grinsen, sogar lachen, konnte mich mitfreuen und war gerührt.

Und ich kann Euch sagen: am Ende hatte ich wirklich Tränen in den Augen!
Eines meiner Lieblingszitate:
„Wichtig ist ein Mensch, der an dich glaubt, es dir sagt und nicht aufgibt, bis du es geschluckt hast.“ Instagram: @buchwonne

 

 

 

Es beginnt mit den Proben zum Tippel-Theater, welches von der rotlockigen Herla organisiert wird. Geduldig fordernd werden die zerrupften Menschenseelen mit sich selbst konfrontiert und bekommen die Möglichkeit, zu sich selbst und einem normaleren Leben zurückzufinden.

Diese Momente der Menschenliebe haben mich sehr berührt.

Die Geschichte lebt von ihren extremen Kontrasten, die uns zwischen unserer eigenen heilen Welt und die der Obdachlosen hin- und herwirft.

Das Coverbild soll, so denke ich, die optimistische Stimmung hervorheben, verpasst es aber, die Tiefe der emotionalen Handlung widerzuspiegeln. (Komplette Rezension auf Instagram bei @schreibdochmit)

 

 

 

Obdachlosigkeit ist in der Literatur nicht unsichtbar, aber auch nicht alltäglich, obwohl es gerade in Großstädten doch zum Alltag gehört. In dem Roman taucht ihre Protagonistin Josie tiefer in diese Welt ein, als sie für möglich gehalten hat.

Ich fand die vielen inhaltlichen Aspekte, die Maria Becker aufgefasst hat, sehr gut getroffen.

An den Figuren, insbesondere bei Herla, hat mich die ehrliche, direkte Sprache beeindruckt und zum Schmunzeln, aber auch zum Schlucken gebracht.

Wer sich ganz ohne melodramatische Off-Kommentare und reißerischen Voyeurismus mit den Hintergründen zum sozialen Abseits auseinandersetzen und mit Josie den einmaligen Haufen des Tippeltheaters kennenlernen will, dem empfehle ich einen Blick! (Komplette Rezension auf Instagram bei @fritzisfischer)

 

 

 

Herla ist ein sozialkritische Roman der im Obdachlosenmilieu spielt. Der Roman beschäftigt sich mit der sozialen Ausgrenzung dieser Menschengruppe.

Weiter gehe ich nicht auf den Inhalt ein, um nichts zu verraten – nur so viel, Liebe kommt auch vor und zwar nicht zu knapp, aber vor allem die Freundschaft.

Wer sich nicht scheut, auch über unangenehme, vielleicht sogar schmerzhaften Themen, wie Missbrauch und Randgruppen zu lesen, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch: „Ich lebe.“ Das ist eine überaus starke Aussage. (Komplette Rezension auf Instagram bei @ysardsson)

 

 

 

Das Buch hat mich sofort wegen des Klappentextes angesprochen!
Ich wurde förmlich in das Buch hinein gezogen! Die wichtigen Themen haben mich oftmals stark berührt, so wie es sich für so ein Buch gehört. Ich hatte viel Lesevergnügen.

Nehmt meinen Rat zu Herzen und gebt dem Buch eine Chance! Es sind so viele wichtige Inhalte. Sehr empfehlenswert!
(Komplette Rezension auf Instagram bei @meine_kleine_buchwelt)

 

 

Ich lag heute am Strand und habe dein Buch weinend beendet. Ich weiß gar nicht wie ich die Wort finden soll um Dir zu beschreiben wie sehr mich dein Buch berührt hat! Deine Art zu schreiben, das Prosa artige, detaillierte in allen Personen uns Szenarien hat mich umgehauen! Es ist eine tolle Geschichte getragen von wunderbaren Charakteren. Ich habe die Geschichte klar vor mir gesehen mit all ihren Facetten. Danke dafür!

 

 

Herla ist bald wieder da: als Buch und Hörbuch. Lebendiger und kompakter als in der ersten Ausgabe. Es lohnt sich zu lesen und zu hören. Ich bin vor allem von der Vielfalt und Lebendigkeit der sprachlichen Formulierungen gepackt, die Autorin verfügt über einen sehr breiten Wortschatz, mit dem sie die Menschen in ihren Eigenheiten und Eigenarten, Höhen und Tiefen, Stärken und Schwächen treffsicher beschreibt. Es macht neugierig mehr von ihnen zu erfahren. Und hat mich noch einmal meine eigene Einstellung zu Obdachlosigkeit überprüfen lassen. Ich gehe jetzt wesentlich empathischer und offensiver auf die Menschen, die auf der Straße leben, d.h. betteln, zu und kann in Verbindung mit ihnen treten.
Ich empfehle dieses Buch einem jeden, der beim Lesen lachen und schmunzeln und zugleich ins Mitfühlen und Nachdenken kommen möchte.

 

 

Dieses Buch verändert Ansichten und beseitigt Vorurteile. Locker geschrieben und gut zu lesen wie ein Roman und dennoch in die Tiefe gehend .

 

 

Ich habe seit Jahren nicht mehr ein so faszinierendes Buch gelesen. Man neigt dazu es nicht mehr aus der Hand legen zu können. Man leidet und lebt mit den geschilderten Personen. Überaus empfehlenswert. 

 

 

Dein Schreibstil gefällt mir. Du schreibst sehr melodisch und flüssig, wählst die Worte weise. Auch mit viel Empathie. Man merkt, dass du mittendrin steckst im Geschehen, dass du es selbst erlebt hast. An einigen Stellen musste ich fest schlucken, damit der Kloß aus dem Hals verschwindetWundervoll sind deine Beschreibungen. Fast schon poetisch an vielen Stellen. Du nutzt wirklich alle Sinne des Menschen, um Bilder zu schaffen.

 

 

...Aber die Story bleibt spannend, wobei man definitiv merkt dass der Fokus auf einer Romanze und den Missständen unserer Gesellschaft liegt. Die Charaktere bleiben im Buch sehr authentisch und ich hatte an so mancher Stelle sehr auflachen müssen. Also kurz und knapp: ist ein gelungenes Buch und wer in der Kategorie Romantik, Belletristik und Gesellschaftskritik ein Buch sucht wird hier zur Gänze bedient .