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Belletristik
Buch Leseprobe Hart wie Krupp-Stahl, Alexandra Döll
Alexandra Döll

Hart wie Krupp-Stahl


Höllische Gedichte und teuflische Geschichten

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Teuflisches Tauwetter


 


[...] Um punkt Mitternacht, als Brunhilde und Karla bereits in ihren Betten lagen, schlug erneut ein Blitz in das Kreuz auf der Kirchturmspitze des Borbecker Doms ein, sodass das elektronische Läutwerk der Kirche ziemlich durcheinander gebracht wurde. Obwohl die Turmuhr lediglich zwischen sechs Uhr morgens und 22 Uhr abends alle fünfzehn Minuten läutete, gab es um Mitternacht zwölf bedrohlich wirkende Schläge, die fast an eine Totenglocke erinnerten. Die Leute, die in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche St. Dionysius wohnten, schreckten aus dem Schlaf hoch. Die unheimlichen zwölf Schläge waren sogar noch in der Grasstraße, die fast zwei Kilometer von der Kirche entfernt lag, deutlich zu hören. Weitere Fledermäuse kamen zwar nicht aus dem Glockenturm geflattert, sausten dafür aber im Mondlicht rund um die Halde an der Grasstraße/Ecke Weidkamp durch die Luft. Die Männer unter ihren Heizstrahlern waren angesichts des hohen Fledermausaufkommens relativ irritiert, sodass sie sich verwirrt umblickten. Plötzlich vernahmen sie vom Weidkamp her das Geräusch eines kraftvollen Benzinmotors, vermutlich das eines BMW.


„Hm, Karla war doch erst vorhin hier. Kommt sie jetzt erneut?" fragte Walter unsicher.


„Das würde mich zumindest wundern," antwortete Michael, der Karla von all ihren Pferdchen am längsten und am besten kannte.


 


Das tiefe, kraftvolle Brummen kam immer näher, dann bog ein schwarzer 3er mit hoher Geschwindigkeit um die Ecke - ohne wegzurutschen oder auszubrechen. Im Schein ihrer Heizstrahler und des Mondes erkannten sie, dass es nicht Karlas tiefer gelegter 3er war, sondern ein anderer schwarzer 3er ohne Heckspoiler. Als der BMW langsam näher kam, gefror den Männern sofort das Blut in den Adern - sie fühlten sich, als wenn sie aus Eisklumpen bestehende Gerinnsel in ihren Blutbahnen hätten.


 


Auf der Motorhaube des 3er hockte der Sensemann inklusive Sense und Sanduhr. Aus dem Inneren des Wagens dröhnte „Hells Bells" von AC/DC - wie passend zu diesem teuflischen Auftritt! Gesteuert wurde der Wagen von einer halb verwesenden Leiche, deren Aroma die feuchte, aber frische Nachtluft durch einen Geruch von Fäulnis und Verwesung ersetzte. Walter hustete, weil sich der Gestank wie ein Schatten auf seine Lunge legte. Michael musste ein Aufstoßen unterdrücken. Der Anblick auf dem Fahrersitz und der Motorhaube des schwarzen BMW, dessen blank polierter Lack im kalten Mondlicht schimmerte, war allerdings auch nicht anheimelnder, denn dort hockte ein Gespenst, wie man es aus alten Gruselgeschichten kannte, rasselte maliziös kichernd mit den Ketten und streckte allen seine blutige Hand zum Gruße entgegen. Dunkles Blut tropfte hinunter auf den Asphalt. [...]


 


 


 


Eine abstruse Nacht in Borbeck


 


[...] Uli lag zuhause mit Herkules auf der Couch und trank ihr Bier,


draußen tobte das Gewitter immer noch wie ein wilder Stier,


im Fernsehen lief der Film "Friedhof der Kuscheltiere",


das ging Uli sowohl an die linke als auch an die rechte Niere.


 


Inzwischen prasselte mit aller Macht der Regen los,


Renate flog schnell nach Hause über Moor und Moos,
endlich landete sie unversehrt in ihrem Schlafzimmer


und das immer noch im heftigen Blitzscheinschimmer.


 


Endlich zog das Gewitter nach Norden ab,


es regnete immer noch und das nicht zu knapp,


erst im Morgengrauen wurde es wieder trocken


- die Vögel sangen und waren von den Socken.


 


 Das verkohlte Skelett hing immer noch in der Altstraße am Rankengitter,


sowohl für die Anwohner als auch für die Polizei war das sehr bitter,


weder das Skelett noch der dazugehörige Einbrecher wurden vermisst,


darüber war die Essener Kriminalpolizei ziemlich angepisst. [...]


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