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Belletristik
Buch Leseprobe Gestohlene Liebe, Günther Peer
Günther Peer

Gestohlene Liebe



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Schicksal


  


Erinnern Sie sich noch wie meine Autobiografie „Der Zeremonienmeister - Leben und lieben hinter Klostermauern", mit den Worten endete - fragen Sie ihn, wenn Sie ihm einmal auf der Straße begegnen. Nun. Es sind mir viele Menschen auf der Straße begegnet, die meine Biografie gelesen haben und wissen wollten wie es weitergeht, wie es mit einer Beziehung aussieht, und neugierig auf eine Fortsetzung meiner Lebensgeschichte warten. Nach meiner Zweitauflage hatte ich viele Lesungen, sogar Fernsehauftritte, polarisierende Diskussionen über meine gewagte Gottestheorie, aber auch Widersprüche zu meiner sexuellen Orientierung. Doch alle Menschen, mit denen ich diskutierte, waren mir großteils wohlwollend gesinnt und wollten mehr über meinen Lebensweg in Erfahrung bringen. Also lesen Sie weiter ...bleiben Sie gespannt auf die Vorsehung und das neue Leben ohne Ritus.


 


Ist Leben Schicksal? Liebe eine Illusion? Der Mensch das Kunstwerk eines Schöpfers? Oder sind wir das unglückliche Zusammenspiel einer Evolution? Viele Fragen, auf die wir kaum eine ausreichende Antwort finden. Ist mein Leben ein Traum, eine unendliche Geschichte, eine ewige Suche nach Glück. Vorbei an den täglichen Lügen, den ungewollten Enttäuschungen. Stationen in einer surrealen Welt. Sogar mein Glaube wurde zum Fiasko und Gott zur bitteren Erkenntnis. Schließlich verließ ich die Gemeinschaft der Mönche. Damals. Maßlos verbittert. Ich suchte nach Nähe. Liebe. Zärtlichkeit. Geborgenheit. Aber ohne Zwang. Doch die römisch-katholische Kirche versteckt sich hinter ihren Geboten, Dogmen und Lehrmeinungen. Die Gesellschaft beruft sich auf ihre Normen. Andersdenkende sind verdächtig. Vielleicht verkaufen deshalb so viele Menschen ihre Individualität und erhalten dafür Anpassung. Ich wollte ein gläubiger Christ sein, aber in einem lustbetonten Leben. Das Kind suchte den Mann. Die Lust nach Erfüllung. Meine Seele eine Gottesbegegnung. Doch Gott verschwand in herzloser Stille. In der Flucht zerbrach die Norm und im Zweifel verlor der ängstliche Mönch seine Hoffnung. Meine zeitlichen Gelübde sollten erneuert werden. Allein mir fehlte der Mut zum Bekenntnis. Ein Leben ohne Liebe. Niemals. Einst war ich Benediktiner, Sekretär des Abtes und der  Zeremonienmeister. Doch dann verließ ich das Stift Fiecht bei Schwaz in Tirol1. An jenem 15. August, des Jahres 1978, um 11:45 nach dem Pontifikalamt zu Mariä Himmelfahrt. Von Mönchen verraten, von Gott verlassen, auf der rastlosen Suche nach einem sinnvollen Leben. Ob Sie es glauben oder nicht, noch immer beschäftigt mich Religion und Glaube. Obwohl nunmehr ein gläubiger Atheist. Kann ich jemals die Grundfrage klären: Existiert Gott als personales Wesen? Eine philosophische Frage, die eine letzte Sicherheit ausschließt. Ein ewiges Geheimnis. Eine ungewisse Suche nach der Liebe Gottes. Einem Gott, der uns immer liebt, bedingungslos liebt, ohne Vergeltung zu üben. Wir brauchen den liebenden Gott, der uns immer wieder verzeiht und dem wir stets in der Liebe begegnen können. Doch Gott wohnt so fern - verbannt in die Transzendenz. Der Mensch bleibt weiterhin, für ewige Zeiten, seltsam berührt vom Gedanken der Gottesliebe.


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