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Belletristik
Buch Leseprobe Ereignisse und Entscheidungen, Ralf-Erik Thormann
Ralf-Erik Thormann

Ereignisse und Entscheidungen



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Arnaud zog das Schwert und drängte sich vor. Hatte er vorher noch darauf bestanden, der Sicherheit wegen Gefährten vorzuschicken, interessierte ihn dies plötzlich nicht einmal ansatzweise. An den zeternden Rittern vorbei stieg Elisabeths Vater langsam die ersten Stufen hinab. Als sie dem Gewicht standhielten, ging er mit der Fackel in der Hand vorsichtig weiter. Die Templer folgten mit einigen Schritten Abstand. Am Ende der Treppe wartete ein schmaler, langer Gang ohne Zugänge oder Lüftungslöcher.
Unglaublicher Gestank schlug uns entgegen. Bereits nach einigen Schritten liefen alle laut keuchend weiter. Jedes Fortkommen geriet zur Qual. De Moncadrieux schickte nun doch einen Kundschafter vor. Der Ritter legte das Kettenhemd ab und lief allein mit dem blanken Schwert vorwärts. Die Fackel in seiner Hand drohte bereits nach wenigen Schritten auszugehen. Schnell war von ihm in dem Gang weder etwas zu sehen noch zu hören. Etwas später tauchte er wieder auf, schwankend wie kurz vor einer Ohnmacht.
„Herr, ich habe etwas gefunden! Aber der Weg ist schwer! Von dem langen Gang hier zweigen drei weitere ab. Einer davon ist an seinem Ende mit einer Falltür aus Stein verschlossen. Daneben gibt es eine kleine Vertiefung in der Wand, eingerahmt von vielen Symbolen. Vielleicht ist das der Zugang!“
Raimund bedeutete uns, dem Ritter zu folgen. Den hatte große Aufregung gepackt, denn er harrte weder der Gefährten noch irgendwelcher Befehle. Schon nach einigen Schritten konnte man ihn kaum mehr sehen. Als wir schließlich röchelnd die erwähnte Gabelung erreichten, wartete der Kundschafter bereits. Er führte uns bis zu der steinernen Falltür, die wie ein unüberwindbares Hindernis wirkte. Unmittelbar vor ihr wuchs der Gang zu einem kleinen Viereck. Die Gefährten sanken erschöpft zu Boden.
„Wir stehen vor dem Eingang der Kammer!“
Fast ehrfürchtig wandte sich mein Vater an die gesamte Gruppe. Dann fielen er und Arnaud einander in die Arme. Die beiden schienen ihr Glück kaum fassen zu können. Sobald die Templer halbwegs bei Atem waren, untersuchten wir die Falltür genauestens. Sie bestand aus einer einzigen Steinplatte und verschloss den Gang absolut dicht. Nirgendwo gab es einen größeren Spalt oder eine Unebenheit. Dieses Hindernis ließe sich nicht so einfach öffnen!
Ernüchterung kam auf.
Sollte hier das schwarze Pulver eingesetzt werden, waren alle des Todes!
Bei einer Explosion in derartiger Enge würde niemand rechtzeitig den Weg bis zur Oberfläche schaffen. Noch viel weniger kämen die Überlebenden danach unbemerkt aus der Stadt heraus ...
Es musste anders vonstattengehen!
Auch ich prüfte die Steine um die Falltür eingehend. An einer Stelle waren wirklich sämtliche Symbole aus den Ställen zu sehen, nebst der Vertiefung. Sie hatte die Form eines kleinen Sternes mit ungleichmäßigen Spitzen. Möglicherweise konnte man dort etwas einsetzen. Vielleicht war die Aussparung für einen Schlüssel gedacht – doch der fehlte uns!
Wir drückten die Symbole erfolglos in jeglichen Kombinationen. Diesmal wurde weder eine Platte weggezogen noch eine Falltür geöffnet. Auch der Wegeplan gab nichts mehr her. Selbst das Lederstück, das den Symbolen nach die Fortsetzung unserer Unterlagen darstellte, offenbarte keinen Hinweis.
Ab hier griff nur noch der Kammerplan der Sarazenen!

Enttäuschung kam während der unzähligen Versuche auf, die Tür irgendwie zu öffnen.
Vergeblich - sie ließ sich nicht bewegen!
Verzweifelt schlug mein Vater mit der Faust gegen die Wand. Er wirkte seltsam aufgewühlt und schimpfte leise vor sich hin. Ich ahnte, was in ihm vorging. Schließlich sprach Nurims Schwiegersohn die bedeutungsschwangeren Worte aus.


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