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> Belletristik > Ein Hauch von Burnout
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Belletristik
Buch Leseprobe Ein Hauch von Burnout, Bernd von Berla
Bernd von Berla

Ein Hauch von Burnout



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Wir sind im Stadtteil Berlin-Treptow, in Altglienicke.


Es ist wieder einer von diesen circa 50 Augenblicken, wie sie in den letzten fünf Jahren, Jahr für Jahr wiederkommen und Schrecken verbreiten:


 


Es ist Montagmorgen und ich habe keinen Urlaub!


 


Die Sonne kitzelt zart den Schlaf aus mir. Ich spüre einen steifen Druck unterhalb der Gürtellinie. Naja, wenigstens funktioniert hier morgens noch alles richtig. Frauen haben ja dieses morgendliche Problem nicht. Sie wissen dafür aber auch nicht, ob in der unteren, manchmal ja nicht unwichtigen Zone, noch alles in Ordnung ist. Wir wissen zwar, dass prinzipiell alles funktioniert, jedoch kann das bei der Benutzung im Ernstfall ganz anders aussehen. Gut, dieser Fall tritt in meinem Alter nicht mehr so häufig ein, aber man weiß ja nie. Ein Blick auf den Wecker: es ist 05.01 Uhr. Jetzt ist es aber langsam Zeit aufzustehen!


Ich stelle den Wecker morgens nicht zu 05.00 Uhr, sondern zu 05.01 Uhr. Das ändert zwar nicht groß etwas am ausgeschlafen oder nicht ausgeschlafen sein, aber der Mensch freut sich auch über solche Kleinigkeiten. Viel mehr scheint das Leben ja nicht übrig zu haben, da die großen Freuden wohl immer denjenigen zu Gute kommen, welche so oder so immer dran sind. Was soll es, denke ich mir, die kleinen Freunden reichen ja auch, wenn es nur genug davon sind.


 


Es verspricht ein wunderschöner Sommertag zu werden. Ich stehe sofort auf, denn ich bin nicht der Mensch, der noch versucht fünf Minuten zu schlafen oder noch etwas liegen zu bleiben.


Langsam schleiche ich mich ins Bad um meine Hose im vorderen Bereich wieder auf ein normales Maß zu bringen. Das ist für mich nicht immer so einfach, da ich ein ordentlich erzogener Mann bin, der sein Geschäft im Sitzen verrichten muss.


 


Frauen können sich sicher nicht einmal annähernd vorstellen, zu was für Verrenkungen wir Männer morgens fähig sind, um in diesem Zustand die Getränke des Vortages in die richtigen Bahnen zu lenken. Aus diesen morgendlichen Akten akrobatischer Mannes-Kunst könnten wir sicherlich das halbe Kamasutra neu schreiben. So, geschafft.


 


Ein Blick in die Küche verrät mir, dass der Kaffee wie jeden Morgen schon fertig ist. Das wird wie immer helfen: zwei bis drei große Tassen Kaffee und ein paar Zigaretten. Muss ich hier eigentlich auch den Zusatz “Rauchen kann Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung Schaden zufügen” verwenden? Weiß ich wirklich nicht. “... kann ...”, klar selbst hier kann sich die Regierung nicht festlegen.


Ich nehme meinen Kaffee und gehe auf den Balkon.


 


Die Flucht auf den Balkon vereitelt die meisten weiteren Versuche, mit mir eine Konversation zu beginnen, wie sie Frauen anscheinend immer und zu jeder Tages und Nachtzeit führen wollen.


 


Ich bin ein Morgenmuffel, auf jeden Fall dann, wenn ich um diese Zeit aufstehen muss und es einer von diesen verfluchten Tagen ist.


Ich genieße meinen Kaffee, meine Zigaretten und den wunderschönen Sonnenaufgang. Eigentlich genieße ich ihn nicht wirklich, ich freue mich nur, dass nicht noch das Wetter beschissen ist. Ein Blick auf des Thermometer, es zeigt schon 18°C. Es scheint wieder ein heißer Tag zu werden. Ich hasse heiße Arbeitstage, denn an meinem Auto scheinen technische Errungenschaften, wie die Klimaanlage, einfach abgeprallt zu sein.


Ich öffne die Balkonverglasung und meine Blicke schweifen über die Brüstung. Es ist noch sehr ruhig um diese Uhrzeit. Wenig fahrende Autos, so dass ich den Morgen und den Ausblick genießen kann. Hohe Gebäude sind weiter weg, ich habe fast freie Sicht.


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