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> Belletristik > Fremder Brief - Annes Kampf um ...
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Belletristik
Buch Leseprobe Fremder Brief - Annes Kampf um ..., Heike Doeve
Heike Doeve

Fremder Brief - Annes Kampf um ...



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Anne kam von der Düsseldorfer Kunstakademie nach Hause. Sie hatte die Wohnung in Wuppertal zusammen mit Tobias vor einem Jahr bezogen. Als sie die Jacke an die Garderobe hängte, fiel ihr wieder auf, wie gut der helle Beigeton der Wände zu den Holzmöbeln passte. Ich bin froh, dass ich mich bei der Farbe durchgesetzt habe, dachte sie und seufzte. Auch wenn es eine lange Diskussion war, schloss sie und schritt den Flur entlang. Als sie das Wohnzimmer betrat, erinnerte sie sich daran, wie sehr sie sich darüber gefreut hatte, dass sie diese Wohnung bekommen hatten. Wie schön! Dass sie nur zehn Minuten vom Bahnhof entfernt liegt, meinte sie zu sich und strahlte. Außerdem ist es super, dass die Bude von der Miete her günstig ist, fand sie.
Als Anne sich in einen Sessel setzte, sang sie vor sich hin. Es war ein langer Tag für sie gewesen. Weil ein Zug ausgefallen war, war sie später dran als sonst. Aber das störte sie nicht. Sie brach mitten im Lied ab, da sie sich an was erinnerte. Ich hoffe, dass sich Tobias über unser Kind genauso freut, wie ich, dachte sie. Als sie den Test heute Morgen durchgeführt hatte, war er nicht mehr da gewesen. Und so hatte sie beschlossen, es ihm am Abend zu sagen.
Sie sah auf die Wanduhr und stellte fest, dass es 16 Uhr war. Sie stöhnte, da sie wusste, dass ihr Freund erst in einer Stunde heimkam. Denn Tobias hatte ihr vor dem Schlafengehen gesagt, dass er heute ausnahmsweise statt im Büro im Außendienst arbeitete. Da ein Kollege krank geworden war. Da Anne nicht still sitzen konnte, weil sie viel zu aufgedreht war, beschloss sie, Staub zu wischen.
Es war eine dreiviertel Stunde später. Und sie war fast am Ende ihrer Runde angekommen. Als sie auf dem Couchtisch ein paar Prospekte hochhob, fiel ihr ein Brief vor die Füße. Sie hob ihn vom Boden auf und sah ihn sich genauer an. Der Name des Absenders, eine Frau Nicole Ton, war ihr unbekannt. Wer ist das, fragte sie sich und dachte nach. Und warum hast du mir nicht erzählt, dass du ein Schreiben bekommen hast, wunderte sie sich, als sie feststellte, dass der Brief an ihren Freund adressiert war. Sie wusste, dass es sich um private Post handelte. Denn die Geschäftspost ließ sich Tobias ins Büro schicken, wo er an zwei Tage in der Woche arbeitete. Den Rest der Zeit besuchte er die Kunden zu Hause.
Verdammt!, fluchte sie, als sie anfing zu überlegen, was der Grund für sein Schweigen sein könnte. Das darf nicht wahr sein, dachte sie, als ihr die gefühlten hundert Abende einfielen, die Tobias angeblich mit Freunden verbracht hatte.


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