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> Belletristik > Dreimal Hollywood und zurück
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Belletristik
Monique Mayance

Dreimal Hollywood und zurück



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http://www.readbox.net/book/dreimal-hollywood-und-zurck
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>>Du warst im Fernsehen zu sehen...mit diesem ... Connor O’Bannion.<< Felix sagte den Namen mit einer gewissen Verachtung in der Stimme. >>Marco und Julia haben vorhin angerufen und mich gefragt, was du denn mit dem Schauspieler in Berlin tust. Ich war völlig verdattert und wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich erfand irgendeine Ausrede, dass du das Treffen bei einer Zeitschrift gewonnen hättest, aber ich weiß nicht, ob sie mir geglaubt haben. Wo hast du denn den nur aufgegabelt?...Ist ja auch egal. Jedenfalls darf so etwas nicht mehr vorkommen. Du wirst ihn nicht mehr sehen.<< >>Bist du jetzt total durchgeknallt? Ich lasse mir von dir gar nichts verbieten. Ich treffe mich, mit wem ich will.<< Sie war geladen. Was bildete er sich nur ein? >>Du kannst dich von mir aus mit deinem Lover treffen, wenn es niemand mitbekommt. Aber nicht in aller Öffentlichkeit. Schließlich sind wir immer noch verheiratet und müssen wenigstens nach außen den Anschein aufrecht erhalten, dass wir Mann und Frau sind. Wenigstens für Tom.<< >>Tom, Tom...der ist dir doch völlig egal. Du denkst doch nur an deinen guten Ruf. Wenn heraus kommen würde, dass du deine Sekretärin vögelst, wäre der nämlich dahin. Aber ich sag’ dir was...ich mach’ dieses Spiel nicht mehr mit. Vorbei. Ich will die Scheidung.<< Sie schrie ihn an. Schrie ihre ganze Wut heraus, die sich die vergangenen Monate aufgestaut hatte. >>Wenn ihr euch scheiden lasst, bleibe ich bei Papi!<< brüllte es vom oberen Stockwerk herunter. Tom heulte, rannte in sein Zimmer und knallte die Tür zu. ‚Oh Gott, Tom hat alles mitgehört’, fuhr es ihr durch den Kopf. Sie hatte nicht gewollt, dass er es auf diese Art und Weise erfuhr. >>Da siehst du, was du angerichtet hast<<, schrie Felix sie an. Er holte aus und schlug mit aller Kraft zu. Sie hatte das Gefühl, ihr Kopf explodiere gleich. Beim Aufprall auf den Schrank spürte sie einen stechenden Schmerz in der Schulter. Es herrschte unerträgliche Stille. Felix rührte sich nicht, er war wie zur Salzsäule erstarrt. Zum ersten Mal hatte er sie geschlagen. Christin lag auf dem Boden und schaute zu ihm auf. Sie kniff ihre Augen zusammen. Falls sie noch einen Rest von Zuneigung zu ihrem Mann in sich getragen haben sollte, dann hatte er sie mit diesem Schlag für immer ausgelöscht. Sie hatte sich noch nie so gedemütigt gefühlt. Felix bewegte sich schließlich und streckte ihr die Hand hin. >>Komm, ich helfe dir hoch.<< Sie schlug die Hand weg und krabbelte auf die Knie. Als sie endlich stand, hob sie ihren Mantel auf, den sie noch nicht weggehängt hatte und verließ wortlos das Haus. Sie beide wussten, dass dies der Anfang vom Ende war. Als Christin in ihrem Auto saß, brach sie in Tränen aus. Warum musste nur alles Schöne in ihrem Leben immer wieder gleich kaputt gemacht werden. Noch vor einer Stunde im Zug hatte sie das Wochenende Revue passieren lassen und dabei in sich hinein gelächelt. Und nun das! Es war alles wie immer. Der Dämpfer ließ nie lange auf sich warten. Nach ihrer Hochzeit hatte sie sich so auf die Flitterwochen gefreut, aber einen Tag vor dem Abflug wurde sie krank – die Reise fiel ins Wasser. Nach Toms Geburt hatte sie so schlimme postnatale Depressionen bekommen, dass sie ärztlich behandelt werden musste. Sie konnte sich die ersten Wochen gar nicht richtig um ihr Kind kümmern und war auf Hilfe angewiesen. Christin hätte noch hundert Beispiele aufzählen können. Es war, als hätte sie nicht das Recht, glücklich zu sein. Das Handy klingelte. Sie zog es aus der Jackentasche und schaute auf das Display. Es war Connor. Aber sie konnte jetzt unmöglich mit ihm sprechen. Sie war nicht in der richtigen Verfassung.


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