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> Belletristik > Die Türkei war die Hölle für mich
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Belletristik
Buch Leseprobe Die Türkei war die Hölle für mich, Elena W.
Elena W.

Die Türkei war die Hölle für mich


Eine wahre Geschichte aus Anatolien

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Im Haus lebten bereits drei Schwiegertöchter, mit mir jetzt vier. Mit der einen, Miriam, verstand ich mich prima, wir waren immer zusammen. Eines Tages sagte sie zu mir: „Nimm dich in Acht vor den anderen, sie sind Schlangen und sehr eifersüchtig auf dich.“ Ich verstand nicht warum sie das sagte und vergaß unser Gespräch.
Doch dann begann der Terror gegen mich. Sie versteckten Essen vor mir, wenn ich in die Küche kam. Der Kühlschrank und auch die Töpfe waren leer, obwohl Essen da war. Auch der Kühlschrank war vorher gefüllt.
Ich sagte meinem Mann, dass mich die Beiden nicht mögen. Auch, dass sie Essen vor mir versteckten. Mein Mann glaubte mir nicht. Im Gegenteil. Er lobte seine Schwägerinnen. Er würde sie gut kennen, sie würden so etwas nicht tun. So stand ich als Lügnerin da. Von diesem Moment war ich, was dies betraf, auf mich alleine gestellt.
Ich erzählte dies alles meiner guten Schwägerin, sie lachte und sagte: „Jetzt weist du warum ich mich nicht mit ihnen unterhalte, ich gehe ihnen aus dem Weg.“
Ihre Attacken gegen mich wurden immer schlimmer. Sie begannen, bei meinem Schwiegervater und den Männern in der Familie, gegen mich zu hetzen.
Die Männer und mein Schwiegervater glaubten die bösen Lügengeschichten und begannen mich nun ebenfalls zu schikanieren. All dies sagte ich meinem Mann, er glaubte mir wieder nicht und hielt zu seiner Familie. Ich ließ nicht locker und erzählte ihm immer wieder von dem Terror meiner Schwägerinnen.

Eines Tages konnte mein Mann mein Gejammer, wie er es nannte, nicht mehr hören und er schlug mich mitten ins Gesicht. In mir zerbrach etwas und von da an sah ich Pervin mit anderen Augen. Monatelang ging es so, mein Mann schlug mich und die anderen lachten, sie wussten, sie hatten das Spiel gewonnen. In mir reifte der Gedanke, mich von Pervin zu trennen. Ich wollte zurück nach Deutschland, wusste aber, dass er es nicht zulassen würde.

Eines Tages kam mein Schwager zu mir und sagte: „Du deutsches Schwein, was willst du noch länger hier, geh nach Hause in dein Land wo du her gekommen bist.“
Diese Worte taten unheimlich weh, denn ich war mir keiner Schuld bewusst, etwas Falsches getan zu haben.

Ich hielt den Druck in der Familie nicht mehr aus. Ich schmiedete einen Plan, wie ich den Qualen entkommen könne. Ich wollte in die deutsche Botschaft nach Ankara fliehen und dort um Hilfe bitten. Ich war ja inzwischen völlig mittellos, denn mein Mann hat mir das ganze Geld abgenommen. Wie sollte ich also nachhause kommen? Zum Glück hatte ich noch meinen Reisepass und die Kleidung, die ich mitbrachte. Ich war inzwischen am Ende meiner Kräfte.


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