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Belletristik
Buch Leseprobe Die Frauenarena, Stefan Lamboury
Stefan Lamboury

Die Frauenarena



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Samantha schlug die Augen auf. Ihr Kopf schmerzte und ein wabender Nebel schien sich in ihrem Schädel zu befinden. Wo war sie? Was hatte das zu bedeuten? Sie versuchte, sich aufzurichten, aber es gelang ihr nicht. Alles in ihrem Inneren drehte sich. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Von irgendwo her drangen Geräusche an ihr Ohr. Waren das Stimmen? Die Geräusche schienen meilenweit entfernt zu sein. Oder war das alles nur Einbildung? Sie fühlte sich ganz leicht, fast als würde sie schweben. War das ein Traum? Verschwommen nahm Samantha die Umrisse einer Wand wahr. Jedoch wurde sie keinen Cent darauf verwetten. Einige Sekunden später sank sie wieder in eine allumfassende Schwärze. Sie glaubte, sie fiel, fiel in ein schwarzes dunkles Loch. Kurz darauf schwanden ihr erneut die Sinne.


 


Samantha öffnete die Augen, ihr Kopf schmerzte, verschwommen nahm sie die Umrisse von Wänden wahr. Sie lag auf einer alten dreckigen Matratze. Samantha versuchte, sich aufzurichten, was von stechenden Kopfschmerzen begleitet wurde. Sie kniff die Augen zusammen und ließ sich auf die Matratze fallen. An ihren Armen schienen fünfzig Kilogramm schwere Gewichte zu hängen. Was hatte das zu bedeuten? Wo war sie? Was war passiert? Wie war sie hierhergekommen? Samantha schloss die Augen, worauf ihre Kopfschmerzen ein wenig nachließen. Samantha ließ einen Blick durch den Raum schweifen, sie sah graue Wände, eine weiße Decke und eine Leuchtstoffröhre, die das Zimmer nur spärlich mit Licht erhellte, die Birne in der Leuchtstoffröhre flackerte. Das Bett, auf welchen sie lag, war ein weißes Metallbett, welches an einigen Stellen bereits leichte Spuren von Rost aufwies. Gegenüber des Bettes befand sich eine Toilette ohne Deckel und ein Waschbecken aber kein Spiegel. Was war das für ein Ort? War das ein Traum? Lag sie Zuhause in ihrem Bett und schlief? Samantha kniff sich in die rechte Wange, nein das war kein Traum. Das war Wirklichkeit. Langsam nahm der Nebel in ihrem Hirn ab und ihre Benommenheit ebbte ein wenig ab. Samatha setzte sich auf die Bettkante, was von einem Schwindelgefühl begleitet wurde. Sie rieb sich die Schläfe und der Schwindel ließ ein wenig nach. Als Samanta sich erhob, wurde ihr schwarz vor Augen. Mit einer Hand tastete sie nach dem Kopfende des Bettes. Das Metall fühlte sich ganz kalt an, sie fror. Samanta schloss die Augen, hätte sie sich nicht am Kopfende des Bettes festgehalten, wäre sie garantiert gestürzt. Von draußen hörte sie Schritte. Hörte sie wirklich Schritte, oder war das alles nur in ihrem Kopf? Samantha wollte schreien, aber sie brachte keinen Ton heraus, ihre Kehle war so trocken wie Schmirgelpapier. Die Zunge schien an ihrem Gaumen festzukleben. Als das Schwindelgefühl nachließ, stolperte sie auf die Tür zu. Sie griff nach der Klinke, und drückte sie nach unten. Sie rüttelte am Türgriff, aber die Tür öffnete sich nicht. Sie schlug mit beiden Fäusten gegen das Metall und krächzte: „Aufmachen, hey, macht die verdammte Tür auf.“ 


 


War das ein Scherz? Ging gleich die Tür auf und jemand würde sie darauf aufmerksam machen, dass sie bei einer Sendung wie verstehen Sie Spaß oder der Comedyfalle gelandet sei? Falls ja war dieser Scherz alles andere als lustig. Samanta schrie sich die Seele aus dem Leib, aber niemand schien sie zu hören. Samantha sackte auf dem Boden zusammen. Sie befühlte ihre linke und rechte Hosentasche ihr Portemonnaie, ihr Schlüsselbund und ihr Smartphone waren verschwunden. Was hatte das zu bedeuten? Wer tat einer Frau so etwas an? Sie hatte keine Feinde. Was hatte man mit ihr vor? Wollte man ihren Mann erpressen, ein Lösegeld für sie fordern? Oder war sie in die Fänge eines Mädchenhändlers geraten? Männer die Frauen überfielen und sie zwangen, für sie auf den Strich zu gehen? Im Geiste sah sich bereits mit einem kurzen Rock und hochhackigen Stiefel auf dem Berliner Straßenstrich stehen, um es mit irgendwelchen widerlichen Kerlen zu machen. Samantha würgte, alles in ihrem Inneren zog sich zusammen? Sie hatte das Gefühl sich übergeben zu müssen. Niemals, niemals würde sie sich für Geld von notgeilen Drecksäcken flachlegen lassen. Was war mit ihrem Mann und ihrer Familie. Wie lange war sie überhaupt schon hier? Ihr Mann würde sie sicher suchen. Hatte er bereits die Polizei alarmiert? Aber würde man sie hier finden? Samantha kam die Cleveland Entführung in den Sinn, damals verschwanden in einem Zeitraum von zwei Jahren mehrere Jugendliche spurlos, nachdem sie sich auf dem Weg zur Schule gemacht hatten, oder auf dem Heimweg von einer Verwandten gewesen waren. Tränen stiegen ihr in die Augen und liefen langsam ihre Wangen hinab. Samantha trat einige Schritte zurück, schloss die Augen und zählte langsam bis zehn, dann nahm sie Anlauf und warf sich mit ihrem ganzen Körpergewicht gegen die Tür. Doch die Tür gab nur wenige Millimeter nach. Sie nahm erneut Anlauf und warf sich mit ihrer linken Schulter dagegen. Es dröhnte, als sie gegen die Tür flog aber die Tür gab nicht nach. Ein stechender Schmerz breitete sich in Samanthas linker Schulter aus, doch sie ignorierte ihn und nahm abermals Anlauf. Sie musste hier raus, sie musste weg von hier und das so schnell wie möglich. Ein weiteres Mal nahm sie Anlauf, um sich gegen die Tür zu werfen, es krachte in ihren Ohren. Ihre linke Schulter pochte.


„Sparen Sie Ihre Kräfte“, vernahm sie eine Stimme auf der anderen Seite.


Wer war das? Wurden noch weitere Frauen hier gefangen gehalten. Hatte sie doch richtig gelegen, sie war in die Hände von Menschenhändlern geraten.


„Hallo wer ist da? Wer sind Sie? Können Sie mich hier rausholen?“, fragte Samantha, aber niemand antwortete. 


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