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Belletristik
Buch Leseprobe Cosa Nostra, Cose mie, Kerstin ButtÃ
Kerstin ButtÃ

Cosa Nostra, Cose mie


Eine sizilianische Schutzgeldaffäre

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Tags darauf verabschiedete sich Claudio bei Klara gegen halb eins. Er lies sie glauben, dass er auf dem Fischmarkt geht, um das Mittagsessen einzukaufen.


Er fuhr mit dem Auto in das Altstadtviertel, in dem sich der Fischmarkt befand. Claudio fuhr durch eine der vier kleinen Gassen, die dort hinführten, und sah an jeder der vier Ecken einen Picciotto stehen. Sie standen dort wie ganz zufällig. Einer saß auf einem Motorroller, der Zweite las im Stehen „La Sicilia“, der Dritte tat so, als telefonierte er, und der Vierte lehnte an einer Hauswand und genoss die Mittagssonne.


Alle vier hatten Sonnenbrillen auf, damit man ihre Blicke, die garantiert alle auf Claudio gerichtet waren, nicht sehen konnte. So hielten sie den Fischmarkt unter Kontrolle, und, sollte hinter Claudio eventuell noch eine andere Person auftauchen, die ihnen suspekt vorkommen würde, könnten sie sich untereinander ein Zeichen geben. Claudio hätte ja auch die Polizei mitbringen können.


Marco wartete schon am Kiosk, der sich in der Mitte des Fischmarktes befand. Claudio hatte keine Mühe einen Parkplatz zu finden, denn der Markt leerte sich langsam, und die Fischverkäufer waren dabei, ihre Stände abzubauen.


Nachdem Claudio ausgestiegen war, begrüßten sich die beiden mit Handschlag und Marco tätigte einen Anruf.


„Tutto a posto, puoi venire“, sagte Marco, um dem Angerufenen zu verstehen zu geben, dass die Luft rein war.


Nach drei Minuten sah Claudio einen Mann auf sich zukommen, der etwas kleiner war als Marco. Er trug eine schwarze Jeanshose und ein weißes Poloshirt und wirkte sehr unscheinbar. Er hieß Sebastiano, Rufname Sebbi.


Nachdem sie sich gegenseitig vorgestellt hatten zeigte Claudio mit der rechten Hand auf die vier Picciottis und sagte: “Das war aber nicht nötig. Ich bin ein Mann der sein Wort hält. Wenn ich sage, dass ich alleine komme, dann tue ich das auch. OK?“


Sebbi ging nicht weiter darauf ein und sagte sofort: “Wir müssen die Angelegenheit nun ein für alle mal klären. Die Familie will von Dir fünf Millionen Lire. Die Unkosten, die wir hatten, müssen bezahlt werden.“


Claudio daraufhin etwas genervt: „Ihr habt genug aus dem L'Olivo herausgeholt. Das müsste eigentlich reichen.“


Sebbi antwortete, genau wie Pino am Telefon: „Wie meinst Du das?“ und Claudio antwortete:


„Stell Dich nicht so dumm wie Pino.“


Sebbi wurde nervös. Er spielte mit seinem Autoschlüssel und ließ ihn dabei fallen. Während er sich bückte, um ihn aufzuheben, war sein Blick immer noch auf Claudio gerichtet.


„Du brauchst vor mir keine Angst zu haben, ich tu Dir nichts. Bleib ganz locker. Wir sind hier, um zu diskutieren“, sagte Claudio, als er bemerkte dass Sebbi ihm nicht traute.


„Keine langen Debatten mehr, fünf Millionen ist ein guter Preis und damit ist die Sache erledigt“, sagte Sebbi nochmals.


Claudio sprach nun etwas lauter: „Nichts gibt es. Verstanden. Marco verdient schon genug an mir.“


Marco, der bis zu diesem Zeitpunkt etwas abseits stand, trat einen Schritt vor.


„Ich habe mit der ganzen Sache nichts zu tun. Hast Du mich verstanden?. Ich habe Dich niemals unter Druck gesetzt. Du kamst zu mir und nicht ich zu Dir. Und eines sage ich Dir, solltest Du meinen Namen irgendwo nennen, ti sparu ne jammi (schieße ich Dir in die Beine). Hast Du mich verstanden?“


 


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