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Belletristik
Buch Leseprobe Absoluter Horror, Alexandra Döll
Alexandra Döll

Absoluter Horror



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Das alte Haus in Hattingen

Im Erdgeschoss



[…] Die beiden Herren waren mittlerweile von den Karten spielenden Skeletten bemerkt worden. Weder das häkelnde Skelett noch das Liebespaar nahmen Notiz von ihnen, genauso wenig wie das schaukelnde Knochengestell. Eins der Skelette auf der Couch motzte los: „Wenn Ihr nicht s o f o r t verschwindet, dann GNADE EUCH GOTT!!“ Herrn Schmitt fiel das Schild auf, das das Skelett mit einem Draht um den Hals gebunden hatte: „Achtung, stinksaures Skelett!“ Kein Wunder, dass dieses Wesen so unfreundlich war. Er entschuldigte sich, weil er so perplex über die Aktivitäten der Skelette war – ein strickendes, Karten spielendes oder schaukelndes Skelett traf man ja auch nicht alle Tage und am allerwenigsten sicherlich zwei Skelette, die pimperten.



Sie schlossen die Tür hinter sich. Katja, die immer noch mit kreidebleichem Gesicht auf der untersten Treppenstufe saß, fragte ohne echte Hoffnung: „Haben Sie Oxana gefunden?“

„Nein,“ antwortete Herr Reim. „Nur einen Haufen Skeletts!“

Katja wurde noch bleicher, als sie das hörte. Sie fragte vorsichtig: „Und bei den Skeletts ist sie nicht?“

„Sagte ich doch: Nein!“

„Haben Sie denn im Esszimmer nachgesehen?“

„Das ist durch einen Durchbruch mit dem Wohnzimmer verbunden…“

„Geguckt haben wir dort aber trotzdem nicht richtig. Das eine Skelett hat uns doch rausgeschmissen. Weil im Wohnzimmer aber nur n paar Kerzen brannten, konnten wir doch gar nicht sehen, was im Esszimmer ist,“ mischte sich Herr Schmitt ein.

„Stimmt! Dann werden wir uns mal vorsichtig über die andere Tür rein schleichen.“

„Okay, aber diesmal gehen Sie vor!“

Katja blieb auf ihrer Stufe sitzen. Sie fröstelte und das nicht, weil ihr so kalt war. Der Gedanke, dass ihre beiden Chefs in ein dunkles Zimmer gingen, in dem nur wenige Meter entfernt Skelette rum saßen oder rum standen, behagte ihr überhaupt nicht. Hoffentlich hatten sie
Oxana nichts getan!



Mittlerweile waren die beiden Männer ins fast dunkle Esszimmer geschlichen, das nur schwach von den Altarkerzen im benachbarten Wohnbereich beleuchtet wurde. Die Skelette bemerkten sie zum Glück nicht. Mittlerweile wurde nicht mehr Karten gespielt, sondern Skelett-ärgere-dich-nicht, denn das stinksaure Skelett, das sie vorhin so unfreundlich des Zimmers verwiesen hatte, brüllte: „Wenn du mein Figürchen noch einmal kurz vorm Pott



schmeißt, DANN GNADE DIR GOTT!!!“ Das andere Skelett – wahrscheinlich jenes, das sein Püppchen rausgeschmissen hatte – duckte sich schuldbewusst und machte sich kurz danach eine Zigarette an. Rauchwölkchen stiegen in die Dunkelheit auf. Im Schein der Kerzen sahen sie, dass ein Teil des Rauches durch die freiliegenden Rippenbögen des Skeletts entwich. Das dritte spielende Skelett lachte und stopfte sich irgendwas in den Mund. Von weitem sah es aus wie Choco Crossies, aber wer weiß, ob es nicht was ganz anderes war. Sie zogen es vor, sich Knabberzeugs für Untote nicht näher vorzustellen, um einer möglichen Übelkeit vorzubeugen. Das Skelett, das vorhin noch am Kronleuchter geschaukelt hatte, saß jetzt auf dem Boden und puzzelte. […]

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