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Buch Leseprobe Erziehung zum Wahnsinn, Nico Reisdorff
Nico Reisdorff

Erziehung zum Wahnsinn


Erziehung zum Wahnsinn

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Die Achtziger Jahre verliefen hier in Luxembourg äußerst tur-bulent. Verbrechen, Einbrüche, Terroranschläge, Bombenattentate und Banküberfälle standen an der Tagesordnung. Die sog. Waldbillig-Affäre bildete gewissermaßen den Gipfel der Brutalität und der Grausamkeit. Mehrere junge Leute hatten binnen weniger Jahre zahlreiche Banken ausgeraubt, sich zwischenzeitlich auf einem Bauernhof in Waldbillig eingenistet, wo sie später mehrere Komplizen umbringen und in einemÖlfass verbrennen sollten.


Nico Reisdorff war einer unter ihnen. Seine gesamte Jugend hatte er in Heimen verbracht. Mit Prügelstrafe und Denunziation war er groß geworden. von Anfang an war sein Lebensweg mit Unterdrückungsmaßnahmen und dem grausamen Entzug von Liebe und Zuneigung gepflastert. Keine guten Voraussetzungen, um in unserer auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft Fuß zu fassen. Recht bald sollte er demnach auch straffällig werden und seine Zukunft war damit endgültig verbaut.


Dass er aber in einer der brutalsten Räuberbanden des Großherzogtums mitmischen würde, kann auch dieser von Anfang an verpfuschte Lebensweg nicht entschuldigen. Aber er liefert Erklärungsansätze und verdeutlicht, welches Leid dieser Mensch ertragen musste. Nach einer beispiellosen Verbrecherlaufbahn wurde er schlussendlich geschnappt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Schrassiger Gefängnis hat Nico Reisdorff während den langen Monaten der Isolationshaft sein Leben aufgeschrieben. Akribisch genau und ohne Rücksicht auf Gefühle. Sich selber nicht ausgeschlossen. Er offenbart sich ehrlich und unverblümt, zeigt sein ganzes Wesen und führt uns Leser in die Welt absoluter Grausamkeit und totaler Naivität. Denn naiv und geradezu kindisch wirkten die Handlungen dieser Räuberbande, die es dennoch fertig brachte, ein ganzes Land und sein Rechtssystem an der Nase herumzuführen.


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