Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Zeitzeugen > Eine Erinnerung an Solferino
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Bücher Zeitzeugen
Buch Leseprobe Eine Erinnerung an Solferino, Henry Dunant
Henry Dunant

Eine Erinnerung an Solferino



Bewertung:
(108)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
2163
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
Im gesamten Buchhandel, bei Amazon.de, Libri.de, und epubli.de
Drucken Empfehlen

Der blutige Sieg von Magenta hatte der französischen Armee die Thore Mailands geöffnet und der Enthusiasmus der Italiener erreichte seinen Gipfelpunkt; in Pavia, Lodi und Cremona wurden die Befreier überall mit Begeisterung begrüßt; die Linien der Adda, des Oglio und der Chiese waren von den Oestreichern aufgegeben worden; denn, um endlich für die vorhergehenden Niederlagen eine glänzende Genugthuung sich zu verschaffen, sollten an den Ufern des Mincio bedeutende Streitkräfte vereinigt werden, an deren Spitze sich der junge und ritterliche Kaiser von Oestreich stellte.


Den 17. Juni kam Victor Emmanuel nach Brescia, woselbst ihn die seit zehn langen Jahren unterdrückte Bevölkerung mit begeisterten Huldigungen empfieng, indem sie in dem Sohne Karl Albert's nicht allein einen Retter, sondern auch einen Helden begrüßte.


Den darauffolgenden Tag hielt Kaiser Napoleon in derselben Stadt seinen Siegeseinzug, umwogt von einer Bevölkerung, welche im Freudentaumel sich glücklich schätzte, dem Herrscher seine Erkenntlichkeit zu bezeugen, der ihr zur Wiedererlangung der Freiheit und Unabhängigkeit behülflich war.


Den 21. Juni zogen der Kaiser der Franzosen und der König von Sardinien aus Brescia, das von ihren Truppen schon Tags vorher verlassen worden war. Den 22, wurden Lenato, Castenedolo und Montechiaro besetzt; den 23. Abends gab der Kaiser, als Ober-Commandant des ganzen Heeres, den Befehl an die bei Desenzano lagernde Armee des Königs Victor Emmanuel, welche den linken Flügel der Alliirten bildete, den 24. Morgens gegen Pozzolengo aufzubrechen. Marschall Baraguey d'Hilliers sollte gegen Solferino, der Herzog von Magenta gegen Cavriana, General Niel nach Guidizzolo und Marschall Canrobert nach Medole marschiren, indessen die kaiserliche Garde in Castiglione Stellung zu fassen hatte. Die ganze alliirte Streitmacht war 150,000 Mann stark mit etwa 400 Geschützen.


Dem Kaiser von Oestreich standen in der Lombardei 9 Armee-Corps in der Gesammtstärke von 250,000 Mann zur Verfügung, da seine Invasionsarmee durch die Besatzungen von Verona und Mantua verstärkt worden war. Auf den Rath des Feldzeugmeisters Baron Heß hatten sich die kaiserlichen Truppen, von Mailand und Brescia an, nur deßhalb fortwährend zurückgezogen, damit zwischen der Ctsch und dem Mincio sämmtliche Streitkräfte Oestreichs in Italien vereinigt würden; allein nur 7 Armee-Corps oder 170,000 Mann mit etwa 500 Geschützen konnten als für die Kriegsoperationen verwendbar angesehen werden.


Das kaiserliche Hauptquartier war von Verona nach Villafranca und von danach Valeggio verlegt worden, worauf die Truppen Befehl erhielten, den Mincio bei Peschiera, Salionze, Valeggio, Fern, Goito und Mantua wieder zu überschreiten. Das Gros der Armee wurde von Pozzolengo nach Guidizzolo verlegt, um von da aus, auf den Rathschlag mehrerer erfahrener Feldmarschall-Lieutenants die franco-sardische Armee zwischen dem Mincio und der Chiese anzugreifen.


Die östreichischen Streitkräfte bildeten unter den Befehlen des Kaisers zwei Haupt-Armeen. Die erste wurde von dem Feldzeugmeister Graf Wimpffen commandirt, unter dessen Befehlen die Corps der Feldmarschall-Lieutenants Prinz Edmund von Schwarzenberg, Graf Schaafgottsche und Baron von Veigl, sowie die Cavallerie-Division des Grafen Zedtwitz standen. Diese erste Armee bildete den linken Flügel und faßte in der Umgegend von Volta, Guidizzolo, Medole und Castel Goffredo Stellung. Die zweite Haupt-Armee war von dem Cavallerie-Generale Graf Schlick befehligt, und unter ihm standen die Feldmarschall-Lieutenants Graf Clam-Gallas, Graf Stadion, Baron von Zobel und Ritter von Benedei, sowie die Cavallerie-Division des Grafen Mensdorf. Diese Armee bildete den rechten Flügel und hielt Cavriana, Solferino, Pozzolengo und San Martino besetzt.


Alle Höhen zwischen Pozzolengo, Solferino, Cavriana und Guidizzolo waren somit den 24. Morgens in den Händen der Oestreicher und starke Batterieen schmückten die Mamelons, welche das Centrum einer ausgedehnten Offensiv-Linie bildeten und dem rechten und linken Flügel erlaubten, sich im Nothfalle unter den Schutz der als uneinnehmbar angesehenen befestigten Höhen zurückzuziehen.


Obgleich beide feindlichen Heere sich gegeneinander in Bewegung setzten, so dachten sie doch nicht, so bald und so heftig aufeinander zu stoßen. Die Oestreicher hatten gehofft, daß nur ein Theil der franco-sardischen Armee die Chiese überschritten habe, sie kannten den Plan


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



Anzeige

Anzeige

Handelsregister kostenlos

© 2008 - 2017 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 2 secs