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Grundsätzliches zur Personalsuche in Russland
Die Grundlage der Personalsuche in Russland benötigt die Grundkenntnisse des russischen Ausbildungssystems. Dass ein Technikum in Russland einer Berufsschule in Deutschland entspricht, muss man dabei genauso wissen, wie die systembedingte Erschwernis vernünftige Referenzen über Arbeitnehmer zu bekommen. Zeugnisse wie in Westeuropa sind in Russland unbekannt. Das in Russland übliche Arbeitsbuch „Òðóäîâàÿ êíèæêà” sagt in Wirklichkeit über den Arbeitnehmer absolut nichts aus und kann nur als Kontrolle für die letzte Position in einer Firmenhierarchie verwendet werden.
Polizeiliche Führungszeugnisse sind nur unter erschwerten Bedingungen zu bekommen. Man muss also gerade dort, wo ein Mitarbeiter eine Vertrauensposition hat, eventuell auf professionelle Dienste zurückgreifen, um festzustellen, ob ein Mitarbeiter keine Vorstrafen hat. Nicht umsonst haben größere russische Unternehmen alle eine Sicherheitsabteilung, die unter anderem auch für solche Abklärungen zuständig ist.
Kleinere Unternehmen können bei unbekannten Personen, die keine Bürgen für den Leumund des zukünftigen Mitarbeiters haben, auf Dienste von spezialisierten Unternehmen zurückgreifen. Wichtig dabei ist unter anderem nicht zu vergessen, eine Kopie des Inlandspasses eines allfälligen Mitarbeiters zu machen und die Seite mit der sogenannten Prapiska zu kopieren. Die Prapiska entspricht dem registrierten Aufenthaltsort der Person. Sie ist für die privaten Sicherheitsunternehmen Voraussetzung ihrer Arbeit, um feststellen zu können, ob Vorstrafen existieren. Zwischen der Prapiska im Pass und dem tatsächlichen Aufenthaltsort gibt es üblicherweise Unterschiede, die aber mit einer relativ aufwendigen Bürokratie in Russland zusammenhängen und zukünftige Arbeitgeber nicht zu verunsichern brauchen.
Wer sich einen solchen Aufwand sparen will, der sollte durchaus den russischen Weg gehen und Personen einstellen, die ihm von anderen Mitarbeitern oder russischen Freunden und Bekannten empfohlen werden. Diese Vorgehensweise minimalisiert das Risiko drastisch, den falschen Mitarbeiter einzustellen. Wer einen Mitarbeiter empfiehlt, bürgt sozusagen mit seinem eigenen guten Namen für ihn. Sollte es Schwierigkeiten mit dem Mitarbeiter geben, kann man sich ruhig an seinen Bekannten wenden und sich bei ihm beklagen. Solches Vorgehen zeigt fast immer sofortige Erfolge.
Das Arbeitsgesetz in Russland hat für Arbeitgeber einige Besonderheiten, die man kennen muss, um sie juristisch einwandfrei für sich zu nutzen (siehe Kapitel Arbeitsgesetz). Das Gesetz kennt befristete und unbefristete Arbeitsverträge und je nach Tätigkeit, die unterschiedlichsten Formen von Verträgen.
Aber auch für Arbeitnehmer birgt dieses Land zahlreiche Fallstricke, die man kennen sollte, wenn man hier arbeiten will (siehe Kap. Personalsuche). Man sollte als Firma, die Mitarbeiter sucht, diese besser kennen, um nicht für Arbeitnehmer als unseriöses Unternehmen wider Willen zu gelten.
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